Mittwoch, 15. Januar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:05 Uhr

Zölle sind Gift - Schwache Autotitel bremsen Dax aus

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VW, BMW, Daimler, Audi und Porsche exportieren allein aus ihren heimischen Werken pro Jahr rund 500.000 Wagen in die USA. Trumps Entscheidung zu den Autozöllen steht noch aus.

picture alliance / dpa

Vor allem die Autoaktien haben sich am Mittwoch als Bremsklotz für den deutschen Aktienmarkt erwiesen. Der Leitindex Dax gab bis Handelsschluss 0,1 Prozent auf 13.432 Punkte nach.

Damit koppelte sich der Dax von den US-Börsen ab, wo sich die Rekordjagd großer Aktienbarometer wie Dow Jones Industrial und S&P 500 munter fortsetzte. Der MDax mittelgroßer Aktientitel gab um knapp 0,2 Prozent nach und schloss mit 28.407 Zählern.

Die Zölle für in die USA exportierte Waren aus China sollen trotz der anstehenden Unterzeichnung der ersten Handelsvereinbarung zwischen den USA und China zunächst nicht gestrichen werden. Dies sorge für einen Dämpfer, sagten Händler, denn Zölle seien gerade für die Autohersteller Gift.

Die rote Laterne im Dax hielt Daimler mit minus 2,5 Prozent. BMW büßten 1,5 und Volkswagen 1,4 Prozent ein.

Wenig Freude bereitete den Anlegern auch, dass die Wirtschaft hierzulande im vergangenen Jahr nicht rund lief. Mit einem Plus von 0,6 Prozent gehört das deutsche BIP-Wachstum 2019 zu den schwächsten unter allen Industrieländern.

Das war der Börsen-Tag für heute. Morgenfrüh geht es an dieser Stelle munter weiter. Bis dahin halten Sie unsere Kollegen von der Spät-und Nachtschicht auf dem Laufenden. Es lohnt sich also, immer wieder mal vorbeizuschauen.

17:15 Uhr

US-Börsen tasten sich vor Handelsdeal vor

Anders als in Europa, fassen sich die Anleger an der Wall Street ein Herz: Die US-Börsen bewegen sich vor der geplanten Unterzeichnung des ersten Teilabkommens im Zollstreit vorsichtig nach oben.

S&P 500
S&P 500 3.291,75

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewinnt 0,4 Prozent auf 29.076 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legt 0,3 Prozent auf 3293 Punkte zu.

Nach monatelangen, zähen Verhandlungen wollen US-Präsident Donald Trump und der chinesische Vize-Premierminister Liu He demnächst in Washington das Handels-Teilabkommen unterzeichnen.

"Wichtig für die Investoren ist, dass die Spannungen abgebaut werden und dass es einen Weg nach vorne gibt", sagt Finanzexperte Rick Meckler vom Vermögensverwalter Cherry Lane Investments.

16:44 Uhr

Gold ist bei Anlegern wieder gefragt

Zweifel an einem Wachstumsschub für die Weltwirtschaft durch das Teil-Handelsabkommen zwischen den USA und China treibt Anleger wieder verstärkt in das in Krisenzeiten begehrte Gold. Das Edelmetall verteuert sich um 0,3 Prozent auf 1550 Dollar je Feinunze.

 

 

Die Ölpreise geben hingegen leicht nach. Brent und WTI verlieren jeweils 1,5 Prozent.  

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16:05 Uhr

Milliardenschwere Charmoffensive: Bezos macht Indien den Hof

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Namaste!

REUTERS

Wegen der massiven Kritik in Indien will Amazon-Chef Jeff Bezos eine Milliarde Dollar investieren, um Kleinunternehmen den Zugang zum Online-Geschäft zu ermöglichen.

Amazon
Amazon 1.694,00

"Die Dynamik, die Energie, das Wachstum. Dieses Land hat etwas Besonderes", sagte Bezos, der als Referenz an das Land sogar traditionelle indische Kleidung trug.

Amazon und Walmart stehen in Indien unter heftigem Beschuss. Indische Kleinunternehmer werfen den US-Konzernen vor, mit hohen Rabatten indische Gesetze zu missachten und kleinere Händler zu diskriminieren.

Die indische Wettbewerbsbehörde CCI eröffnete diese Woche ein Verfahren, um die Anschuldigungen zu prüfen.

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15:39 Uhr

Tesla verhandelt mit Glencore über Kobalt-Lieferungen

Laut Insidern verhandelt Tesla mit dem Rohstoffgiganten Glencore über Kobalt-Lieferungen für seine neue Fabrik in Schanghai. Das berichten die "Fiancial Times" und "Bloomberg" übereinstimmend. Angeblich geht es um langfristige Lieferungen, einen Vertrag gibt es noch nicht.

Tesla steht unter Druck, die Versorgung mit dem Metall, das in Lithium-Ionen-Batterien verwendet wird, in dem Werk in Schanghai sicherzustellen. In der Fabrik, die diesen Monat nach nur einem Jahr Bauzeit eröffnet wurde, wird das Modell 3 für den Massenmarkt hergestellt. Bislang werden hier Batterien des koreanischen Herstellers LG Chem verwendet.

Glencore ist der weltweit größte Hersteller von Kobalt. Geschürft wird in zwei Minen in der sogenannten Demokratischen Republik Kongo sowie in Nickelminen in Australien und Kanada.

15:15 Uhr

Kurz vor Unterzeichnung von Phase-1-Deal: USA drohen China

Nur wenige Stunden vor der geplanten Unterzeichnung eines Teilhandelsabkommens mit China haben die USA erneut mit Zollerhöhungen gedroht.

Sollte Peking sich nicht an die Vereinbarungen im Abkommen halten, könne Washington die Zölle erhöhen, sagte Finanzminister Steve Mnuchin dem Sender CNBC. "Der Präsident kann zusätzliche Zölle verhängen."

Die USA und China wollen heute Nachmittag in Washington ein Teilabkommen zur Beilegung zahlreicher Streitpunkte in ihrem seit fast zwei Jahren andauernden Handelskonflikt unterzeichnen. Mit der Vereinbarung sagt China unter anderem zu, mehr US-Güter zu importieren und geistiges Eigentum zu respektieren.

Was bringt der neue Burgfrieden zwischen USA und China? Ntv fragt Frank Mahlmeister vom Platow-Brief:

 

15:13 Uhr

Wall-Street-Anleger trauen dem China-Deal nicht

In wenigen Stunden soll das mühsam ausgehandelte Phase-1-Handelsabkommen zwischen den USA und China unterzeichnet werden. Doch statt Euphorie herrscht Zurückhaltung an der Wall Street. Die Futures auf die wichtigen US-Aktienindizes deuten eine knapp behauptete Eröffnung an.

Schon am Dienstag hatte sich Nervosität breitgemacht: Beobachter geben zu bedenken, dass mit dem Phase-1-Abkommen die Streitigkeiten noch nicht beigelegt sind. Vor allem der Streit um den Boykott des chinesischen Telekomausrüsters Huawei, den die USA als Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit sehen, sei noch nicht beendet.

Zur Beunruhigung der Anleger trägt auch ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bei. Demnach wollen die USA trotz des Phase-1-Abkommens die bestehenden Zölle auf Importe aus China mindestens zehn Monate lang beibehalten. Damit könnte sich ein Phase-2-Abkommen verzögern.

14:45 Uhr

Blackrock sammelt so viel Geld ein wie noch nie

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat im Schlussquartal 2019 einen enormen Mittelzufluss verzeichnet und verwaltet nun erstmals mehr als 7 Billionen US-Dollar.

BlackRock
BlackRock 489,20

Die Nettoneugelder summierten sich auf 128,8 Milliarden US-Dollar. Sie waren damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum, als 49,8 Milliarden Dollar eingesammelt wurden. Das Geld floss vor allem in börsengehandelte Fonds.

Der Nettogewinn stieg im Quartal um 40 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten laut Factset mit einem Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar gerechnet. Je Aktie verdiente Blackrock mit 8,29 Dollar, die Wall Street hatte 7,75 Dollar je Anteil erwartet.

Wollen Sie mehr über die Blackbox Blackrock wissen? Hier ein Interview:

14:12 Uhr

Bank of America büßt erneut Gewinn ein

Die Bank of America legt ebenfalls frische Zahlen vor: Auch sie hat im vierten Quartal - trotz eines überraschend guten Handelsgeschäfts - einen Gewinnrückgang verbucht.

Bank of America
Bank of America 33,54

Im Gesamtjahr verdiente die Bank weniger als 2018. Unterm Strich stand für die Monate Oktober bis Dezember ein Gewinn von 7,0 Milliarden US-Dollar (6,3 Mrd Euro) und damit vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr sank der Überschuss um 2,5 Prozent auf 27,4 Milliarden Dollar.

Im Sommer hatte die Einstellung einer Kooperation mit dem Dienstleister First Data den Gewinn der Bank of America nach unten gezogen. Im vierten Quartal lag es am Privatkundengeschäft.

14:06 Uhr

Gewinneinbruch bei Goldman zieht Banken-Titel runter

Die US-Banken legen ihre Bücher offen: Anleger treten bei Goldman Sachs nach einem Gewinneinbruch den Rückzug an.

Goldman Sachs
Goldman Sachs 220,50

Die Aktien der US-Investmentbank fallen vorbörslich in New York um 1,6 Prozent.

In Frankfurt liegen Deutsche Bank 1,7 Prozent im Minus, Commerzbank fallen um 3,5 Prozent. Der Gewinn bei Goldman schrumpfte im Schlussquartal um 26 Prozent. Die Erträge im klassischen Investmentbanking gingen erneut zurück.

13:34 Uhr

Tesla will offenbar Mitarbeiter in Polen suchen

Für seine geplante Fabrik in Brandenburg hofft der US-Elektroautobauer Tesla offenbar auch auf interessierte Mitarbeiter aus Polen.

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Stellenausschreibung: Tesla sucht ...

Das geht aus ersten Stellenausschreibungen hervor, wonach für den geplanten Standort in Grünheide Mitarbeiter für die Personalabteilung gesucht werden, die neben Deutsch und Englisch auch Polnisch beherrschen.

Polen ist nur 60 Kilometer von der Fabrik entfernt.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 564,82

Eine Tarifbindung will der Autobauer auch noch nicht eingehen. Die "Welt" zitiert den brandenburgischen Wirtschaftsminister Jörg Steinbach. Dem SPD-Politiker zufolge hat sich das Unternehmen lediglich "offen für den Ansatz gezeigt".

Ab 2021 sollen 4000 Mitarbeiter in Grünheide bei Berlin jährlich 150.000 Elektroautos bauen. Die Zahl der "von Tesla angezogenen" Zuzügler insgesamt schätzt der Landkreis Oder-Spree auf 50.000 bis 100.000 Menschen.

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12:21 Uhr

Irans Währungsreserven schrumpfen rasant

Der unter US-Sanktionen ächzende Iran droht einer Studie zufolge wirtschaftlich noch tiefer in die Rezession zu rutschen. Es sei für das Haushaltsjahr 2020/21 ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts um 7,2 Prozent zu erwarten, prognostizierte das Institute of International Finance (IIF). Im vorangegangenen Fiskaljahr habe die Islamische Republik lediglich ein Minus von 4,6 Prozent hinnehmen müssen.

Die Strafmaßnahmen der USA treffen vor allem den Ölexport des Landes, womit wichtige Einnahmequellen für den Iran wegfallen.

Laut dem IIF schmelzen auch die Währungsreserven des Iran zusehends dahin. Bis März dürften sie demnach auf ein Niveau von umgerechnet 73 Milliarden Dollar sinken. Das wären fast 40 Milliarden Dollar weniger als vor rund zwei Jahren.

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11:48 Uhr

Währungsmanipulation beim Schweizer Franken?

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Der Schweizer Franken notierte zuletzt auf dem höchstem Stand seit Sommer 2017.

picture alliance / dpa

Der Schweizer Franken hat zuletzt massiv aufgewertet. Am Dienstag notierte er gegenüber dem Euro auf dem höchsten Stand seit Frühjahr 2017. Mit diesem Höhenflug ist vorerst Schluss.

Der Dollarkurs rutschte von rund 0,9710 Franken auf das aktuelle Niveau von 0,9673, der Euro von 1,0810 auf 1,0767 Franken.

Laut Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank reagiert der Devisenmarkt damit auf die Meldung, dass die USA die Schweiz erneut auf die Beobachtungsliste jener Länder gesetzt haben, die der Währungsmanipulation verdächtigt werden.

Nicht zu Unrecht, findet Leuchtmann, denn wer wisse schon, welches Land der "US-präsidiale Furor als nächstes treffen wird - jetzt, da China erstmal aus der Schusslinie zu sein scheint".

Das schweizerische Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF hat Berichten zufolge der Manipulation im Schweizer Franken widersprochen.

11:24 Uhr

Nach Australien muss VW nun auch in Polen Strafe zahlen

Volkswagen muss in Polen wegen des Dieselskandals rund 120 Millionen Zloty (28,4 Millionen Euro) Strafe zahlen. Der Konzern habe seine Kunden über die wahren Abgaswerte seiner Fahrzeuge getäuscht, begründete Polens Verbraucherschutzbehörde UOKiK die Geldbuße. Entgegen der Aussagen von Volkswagen seien die Autos nicht umweltfreundlich gewesen.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 177,00

Es ist die bisher größte von der polnischen Regulierungsbehörde verhängte Geldbuße in dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW. Die Aufarbeitung des millionenfachen Betrugs hat den Wolfsburger Konzern insgesamt bereits mehr als 30 Milliarden Euro gekostet. Die letzte Zahlung wurde in Australien fällig. Ein Gericht in Australien verurteilte Volkswagen im Abgas-Skandal zu Strafen von 125 Millionen australischen Dollar (rund 77,5 Millionen Euro).

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11:00 Uhr

Amazon kauft Streetscooter der Deutschen Post

Der E-Nutzfahrzeughersteller Streetscooter hat dem Onlinehändler Amazon 40 Transporter des Typs Work Box geliefert. Außerdem installierte er im Verteilzentrum in München Daglfing 60 Ladestationen.

Die Fahrzeuge sollen für die Lieferung an Kunden in München auf der letzten Meile eingesetzt werden, teilte die Tochter der Deutsche Post DHL Group mit. Amazon teilte hierzu mit: Das Unternehmen habe "sich verpflichtet, die Zusagen des Pariser Klimaschutzabkommens bereits zehn Jahre vor dem anvisierten Erfüllungsdatum zu erreichen - nämlich 2040 statt 2050. Dabei setzen wir auf Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern, die neue Technologien entwickeln und eine CO2-neutrale Wirtschaft fördern".

10:43 Uhr

Nordex: Windkraft boomt - aber nicht in Deutschland

Die weltweite Nachfrage nach Windturbinen des Hamburger Konzerns ist 2019 um knapp ein Drittel gewachsen. Insgesamt sammelte Nordex Bestellungen über 1600 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 6207 Megawatt ein.

Nordex
Nordex 12,45

Mehr als die Hälfte davon entfielen auf den europäischen Markt. Vor allem die hohe Nachfrage aus der Türkei, Spanien, den Niederlanden wie auch der Markteintritt in der Ukraine glichen den weiterhin schwachen deutschen Markt aus.

Auch der US-Markt mit einem Anteil von 28 Prozent habe sich positiv entwickelt. Nordex hatte in den ersten neun Monaten 2019 trotz des Auftragsbooms vor allem wegen margenschwacher Projekte in Nordamerika operativ einen Gewinnrückgang und netto einen höheren Verlust verbucht.

 

 

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10:28 Uhr

Gipfel im Kanzleramt: Autoindustrie fordert Hilfe zur Jobsicherung

Apropos Krise in der Autobranche:

Die Folgen des Umbruchs sind heute Thema beim Autogipfel im Kanzleramt. Im Fokus steht die Zukunft der Beschäftigten in der krisengeplagten Schlüsselbranche.

Das haben unsere TV-Kollegen für Sie im Angebot:

Hier ein Überblick, wie es den deutschen Schlüsselbranchen geht.

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09:48 Uhr

Deutschlands Wirtschaft wächst so langsam wie lange nicht

Die deutsche Wirtschaft ist 2019 wegen Handelskonflikten, kriselnder Autobranche und Brexit-Chaos so langsam gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte nur noch um 0,6 Prozent zu, gab das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung bekannt.

DAX
DAX 13.576,68

Ein kleineres Plus gab es zuletzt 2013 mit 0,4 Prozent. 2018 hatte es noch zu 1,5 Prozent gereicht, 2017 sogar zu 2,5 Prozent. 

Der Dax notiert 0,1 Prozent leichter bei 13.441 Punkten, der Euro-Stoxx-50 büßt ebenfalls 0,1 Prozent ein auf 3.770 Punkte.

 

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10:02 Uhr

Aus für Opel-Motoren in Wien: Der Anfang vom Ende?

Hier starten wir gleich mit der nächsten Dauerbaustelle: Der Schrumpfprozess bei Opel geht weiter!

Jetzt bleibt dem Werk in Wien bald nur mehr die Getriebefertigung. Die letzten GM-Aufträge laufen aus, das kostet schätzungsweise bis zu 270 weitere Arbeitsplätze. Die Zahl der Mitarbeiter dürfte auf unter 600 sinken, zitiert die österreichischen Tageszeitung "Die Presse" das Unternehmen.

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 19,23

Für die seit 2017 unter dem Dach des französischen PSA-Konzerns fahrenden Opelaner bewahrheiten sich damit die schlimmsten Befürchtungen. Der 2018 vom neuen Eigentümer eingeleitete Arbeitsplatzabbau geht weiter.

Jetzt wackeln beim Rüsselsheimer Autokonzern insgesamt an die 4100 Arbeitsplätze zusätzlich zu den bereits vor zwei Jahren angekündigten rund 7000 Stellen.  Im Wiener Opel-Werk werden seit 38 Jahren Motoren und Getriebe gebaut.

09:37 Uhr

"Einkaufsliste" der USA für China schmeckt der EU gar nicht

Nicht nur die Anleger sehen den Deal zwischen den USA und China kritisch. Die Europäische Handelskammer in China lehnt die "Einkaufsliste" der USA ab, nach der China jetzt Waren in den USA kaufen soll. Das sagte Kammerpräsident Jörg Wuttke vor Journalisten in Peking. "Was wir natürlich nicht mögen, ist die Tatsache, dass es gelenkter Handel ist." 

Die USA sagten China jetzt, welche Produkte es in welcher Menge kaufen soll, was andere ausschließe, so Wuttke weiter. Er bezog sich dabei auf US-Angaben, wonach China zugesagt haben soll, über zwei Jahre für 200 Milliarden US-Dollar mehr Industriegüter, Agrarprodukte, Energie und Dienstleistungen zu importieren. Es gehe nicht mehr um den besten Preis oder den besten Anbieter, sagte Wuttke.  Details lägen noch nicht vor, aber es müsse geprüft werden, ob das Handelsabkommen mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO)  übereinstimme.

Das Teilabkommen wird um heute um 17:30 Uhr unserer Zeit unterzeichnet.

09:24 Uhr

Mnuchin-Rhetorik macht Dax-Anleger hellhörig

Vor der Unterzeichnung des ersten Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China wagen sich die Dax-Anleger nicht mehr aus der Deckung.

Der deutsche Leitindex fällt zur Eröffnung um 0,1 Prozent auf 13.448 Punkte. Warum das Teilabkommen sich als Rohrkrepierer an der Börse erweist?

Auf die Stimmung drückt die Ankündigung von US-Finanzminister Steven Mnuchin, die milliardenschweren Sonderzölle auf chinesische Importe bis zum Abschluss eines zweiten Abkommens beizubehalten.

"Eine solche Rhetorik klingt vertraut und spiegelt die Taktik wider, China zu weiteren Zugeständnissen zu zwingen", erklären die Experten der Commerzbank. Mit Spannung warteten die Anleger darauf, mehr Einzelheiten des Abkommen zu erfahren.

Nach einem nur leichten Zuwachs im wichtigen Weihnachtsgeschäft legen Metro um 0,1 Prozent zu. Die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport geben nach Vorlage der Passagierzahlen zum Jahresende um 1,8 Prozent nach.

Guten Morgen! Top-Thema an den Märkten ist heute die Unterzeichnung des Teil-Deals im Handelsstreit zwischen den USA und China. Markteilnehmer trauen dem Braten nicht so recht ... Mein Name ist Diana Dittmer, ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag. Ich verspreche, dass dies nicht das einzig interessante Thema sein wird!

08:59 Uhr

Beim Ölpreis steht Iran einmal nicht im Vordergrund

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 60,56

Die Ölpreise haben am Morgen leicht nachgegeben. Größere Impulse gab es zunächst nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 64,34 US-Dollar. Das waren 15 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 13 Cent auf 58,10 Dollar. Nach wie vor werden die Ölpreise gedämpft durch das etwas weniger angespannte Verhältnis der USA zum Iran. Die Risikoaufschläge am Rohölmarkt sind in der Folge etwas gesunken.

In den USA wollen die amerikanische Regierung und China ein erstes Abkommen zur Beilegung ihres Handelsstreits unterzeichnen. Der Handelsstreit hat den Ölmarkt lange Zeit erheblich belastet, weil er als großes Konjunkturrisiko gilt. Entsprechend wurden die Aussichten für die Erdölnachfrage getrübt.

08:39 Uhr

Russland-Geschäft bremst Metro aus

Metro AG
Metro AG 12,84

Der Großhandelskonzern Metro hat im wichtigen Weihnachtsgeschäft den flächenbereinigten Umsatz nur leicht gesteigert. Das kriselnde Russland-Geschäft bremste den Konzern dabei erneut, immerhin aber verlangsamte sich der Umsatz-Rückgang dort gegenüber dem Vorjahr. An seiner Prognose für das Geschäftsjahr hält der Düsseldorfer Konzern fest.

Der flächenbereinigte Konzernumsatz sei im ersten Quartal 2019/20 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, teilte Metro in Düsseldorf mit. In den Zahlen nicht enthalten sind das China-Geschäft sowie die Supermarktkette Real - für beide ist ein Verkauf vereinbart. Der Gesamtumsatz stieg - unterstützt durch positive Währungseffekte - um 2,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. In Russland schrumpfte der flächenbereinigte Umsatz um 5,3 Prozent, vor Jahresfrist hatte der Konzern dort noch ein Minus von 6,3 Prozent verzeichnet.

Metro-Chef Olaf Koch bekräftigte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr: Er rechnet weiter mit einem operativen Gewinn (Ebitda ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen und vor Transformationskosten) in etwa auf dem Vorjahres-Niveau von einer Milliarde Euro.

08:16 Uhr

Dax-Anleger hoffen auf "echte Fortschritte" im Handelsstreit

Dax
Dax 13.576,68

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex bei 13.456,49 Punkten stagniert. Hauptthema am Markt dürfte die Unterzeichnung des ersten Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China sein. Die Anleger dürften zum einen auf die Details der Vereinbarung achten, die bislang noch nicht bekannt sind. Zudem dürften die nun folgenden Verhandlungen über die nächsten Schritte in den Blick rücken.

"Der Löwenanteil der strittigen und deshalb noch immer nicht gelösten Punkte dürfte noch vor den Verhandlungspartnern liegen", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. Die Investoren "wollen die echten Fortschritte endlich sehen, und keine Theateraufführung".

Daneben dürften die nächsten Geschäftszahlen für Gesprächsstoff sorgen. In den USA legen die Großbanken Goldman Sachs und Bank of America ihre Zahlen vor. Bereits am Dienstag hatten JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo Einblick in ihre Bücher gewährt.

08:01 Uhr

Eurokurs hält sich wacker

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Kurs des Euro hat sich im frühen Handel zunächst kaum verändert. Am Morgen kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1135 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1115 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte stehen vor allem in der Eurozone einige Konjunkturdaten auf dem Programm. In Deutschland wird das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung für das gesamtwirtschaftliche Wachstum im vergangenen Jahr abgeben. Es wird mit einem deutlich schwächeren Wachstum gerechnet als 2018. Im vergangenen Jahr wurde insbesondere die Industrie durch zahlreiche Entwicklungen belastet, darunter die vielen Handelsstreitigkeiten. In den USA wollen die amerikanische Regierung und China ein erstes Abkommen zur Beilegung ihres Handelsstreits unterzeichnen. Details des Abkommens sind nicht bekannt, nur die groben Züge. Unter anderem soll sich China zu zusätzlichen Wareneinfuhren verpflichten, die USA verzichten im Gegenzug auf weitere Strafzölle.

07:37 Uhr

Malaysia Airlines setzt Auslieferung von Boeing-Jets aus

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Das Flugverbot der 737-Max-Maschinen setzt Boeing zu.

(Foto: REUTERS)

Boeing
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Die Hiobsbotschaften im Zuge des 737-Max-Debakels nehmen kein Ende: Nun gab Malaysia Airlines bekannt, die in diesem Jahr fälligen Boeing-Maschinen auf Eis zu legen. "Angesichts des Produktionsstillstands und der verspäteten Rückkehr des 737-Max in den Flugbetrieb hat Malaysia Airlines die Auslieferung ihrer Bestellungen, die 2020 fällig sind, ausgesetzt", hieß es in einer E-Mail der Fluggesellschaft.

Das Boeing-Modell 737 Max ist seit März aus dem Verkehr gezogen, nachdem bei zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien innerhalb von fünf Monaten 346 Menschen ums Leben kamen.

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06:44 Uhr

US-Finanzminister trübt Stimmung an Asiens Märkten

Vor der Unterzeichung einer Handelsvereinbarung zwischen den USA und China können die asiatischen Börsen ihren Optimismus vom Vortag nicht halten. Die Stimmung wurde durch US-Finanzminister Steven Mnuchins Ankündigung getrübt, wonach die US-Zölle auf chinesische Importwaren vorerst bestehen bleiben würden. "Wir sollten erst nach den Präsidentschaftswahlen im November mit weiteren Zollerleichterungen rechnen, also ist das heutige Abkommen wahrscheinlich das Beste, was wir 2020 kriegen werden", sagte Tapas Strickland, Direktor für Volkswirtschaftslehre bei der National Australia Bank in Sydney.

Nikkei
Nikkei 23.827,18

Die Börse in Tokio zeigte sich zunächst schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 23.926 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 1731 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 109,88 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,8955 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9673 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1128 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0768 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3025 Dollar.

06:30 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht