Montag, 10. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:44 Uhr

Dax hat den "Montags-Blues"

Mit einem Plus von 1,3 Prozent hat der Dax am Freitag den Handel beendet - aber darauf aufbauen, konnte er am Montag nicht. Zum Start in die neue Handelswoche bleibt am Ende ein nahezu unveränderter Schlussstand von 15.400 Zählern. Die Handelsspanne beläuft sich auf knapp 70 Punkte. Im Tageshoch bei 15.419 Stellen lag der deutsche Börsenleitindex wiederum nur etwas mehr als 80 Punkte von seinem Allzeithoch entfernt. Aber auch ein starker Dow, der erstmals in seiner Geschichte zwischenzeitlich die 35.000er Marke geknackt hat, kann den Dax im späten Handel keinen Impuls liefern.

ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf spricht von einem "Montags-Blues" und "fehlenden Impulsen". Marggrafs Kollegin Katja Dofel kommentiert: "Der Dax lässt sich mit einem neuen Anlauf auf sein Rekordhoch bei 15.501 Punkten noch Zeit. Trotz des schwachen US-Arbeitsmarktberichts vom Freitag rechnen offenbar viele Börsianer mit steigenden Zinsen", erläutert sie. "Davon profitieren Bank- und Finanztitel. Gewinnmitnahmen gibt es dagegen bei Technologiewerten."

Dax
Dax 15.448,04

Bei den Einzelwerten zeigen sich Fresenius und Adidas an der Dax-Spitze. Die Titel der beiden Konzerne gewinnen jeweils mehr als zwei Prozent. Auf der Verliererseite finden sich dagegen Siemens Energy und Infineon mit jeweils knapp drei Prozent Abschlag in der Spitzengruppe. Die größten Verluste verzeichnet Delivery Hero, die Papiere geben etwa 5,5 Prozent nach.

Delivery Hero
Delivery Hero 107,95
Fresenius
Fresenius 45,13

 

17:31 Uhr

Charttechnisch interessant: Beiersdorf am 50-Prozent-Retracement

Beiersdorf liegen mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 96,68 Euro weiter auf Erholungskurs. "Nun wird es aus technischer Sicht spannend", sagt Christian Henke von IG Markets. Denn bei 97,48 Euro liege die 50-Prozent-Retracement-Marke des Absturzes vom September 2019 bis zum März 2020. "Darüber käme das 61,8-Prozent-Retracement bei 102 Euro ins Spiel", so Henke. Dann wäre auch der Abwärtstrend bei etwa 98,50 Euro gebrochen.

Beiersdorf kämpft auch um die Aufnahme in den erweiterten Dax-40 im September. Zuletzt war eine Aufnahme unsicher, da mit Qiagen, Hannover Rück und Beiersdorf gleich 3 Titel aussichtsreich im Wettbewerb um die Plätze 39 und 40 positioniert waren.

Beiersdorf
Beiersdorf 102,90
Qiagen
Qiagen 39,88

 

17:10 Uhr

Rheinmetall modernisiert britische Kampfpanzer

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat beim britischen Verteidigungsministerium einen Großauftrag an Land gezogen. Das Unternehmen sollen für rund 770 Millionen Euro in den kommenden Jahren 148 Kampfpanzer des Typs Challenger 2 mit neuen 120-mm-Glattrohrkanonen ausrüsten. Gleichzeitig sollen sie einen komplett neuen Turmaufbau erhalten. Die Auslieferung soll noch in diesem Jahr beginnen und 2027 abgeschlossen sein. Rheinmetall-Aktien notieren nahezu unverändert.

Rheinmetall
Rheinmetall 84,62

16:44 Uhr

Investitionen belasten: RWE-Kurs unter Druck

RWE gehören zu den Verlierern im Dax. Der Kurs fällt 1,7 Prozent. RWE will bis 2040 vollständig klimaneutral werden und plant dafür weitere hohe Investitionen. "Die Klimaziele auf Biegen und Brechen erreichen zu wollen kostet zunächst einmal viel Geld", so ein Marktteilnehmer. "Über die gesamte Wertschöpfungskette - mit Erzeugung, Speicher- und Wasserstofftechnologien - wollen wir marktführend in unseren Kernmärkten sein, also in Deutschland, anderen Ländern der Europäischen Union, England und in den USA", sagt Konzernchef Markus Krebber in einem Interview mit der Zeitung Welt am Sonntag und weiter: "Die entscheidende Wegstrecke der Energiewende liegt ja noch vor uns, und das mit einem gewaltigen Investitionsbedarf."

16:24 Uhr

Borussia Dortmund schreibt erneut Millionen-Verlust

Die pandemiebedingten Einschränkungen haben Borussia Dortmund auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust beschert. Die Einnahmen des Fußballclubs sanken vor allem wegen niedrigerer Transfererlöse. Der Konzernverlust betrug in den drei Monaten per Ende März 18,8 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,1 Millionen im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten lag der Verlust bei 45,0 Millionen Euro nach einem Gewinn von 4,1 Millionen zuvor.

Die Gesamtleistung - Umsatz zuzüglich realisierter Brutto-Transferentgelte - sank im Quartal auf 85,8 Millionen Euro von 134,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz blieb mit 80 Millionen Euro nahezu stabil. Aus dem Spielbetrieb erzielte der BVB keine Einnahmen, konnte aber die Umsätze aus der TV-Vermarktung steigern.

BVB
BVB 6,30

16:02 Uhr

Dow Jones zieht erstmals über 35.000er Marke

Nach der Rekordjagd vom Wochenschluss nehmen die Anleger in den USA am Montag in vielen Aktien Gewinne mit. Das hindert den Dow-Jones-Index jedoch nicht daran, ein neues Rekordhoch zu erreichen: Er gewinnt 0,7 Prozent und liegt mit 35.010 Zählern erstmals in seiner Geschichte über der 35.000-Punkte-Marke. Der Nasdaq-Composite sinkt knapp ein Prozent.

Die Nachrichtenlage ist zum Wochenbeginn noch dünn. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht zur Veröffentlichung an, und die Bilanzsaison hat in den USA ihren Höhepunkt überschritten. Geschäftszahlen kommen allenfalls noch aus der zweiten und dritten Reihe. Tendenziell dürften die überraschend schwachen Arbeitsmarktdaten vom Freitag die Aktienkurse weiter stützen, denn der geringe Beschäftigungsaufbau befeuerte Erwartungen, dass US-Notenbank und Regierung ihre Wirtschaftsstimuli noch einige Zeit fortführen werden.

15:41 Uhr

Börsianer bewerten Euro-Konjunktur optimistisch wie seit Jahren nicht

Börsenexperten bewerten die Konjunktur in der Eurozone ungeachtet anhaltender Corona-Beschränkungen so optimistisch wie seit über drei Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer kletterte im Mai um 7,9 auf 21,0 Punkte, wie aus der Umfrage der Investment-Beratungsfirma Sentix unter 1204 Anlegern hervorgeht. Das ist der höchste Stand seit März 2018. Die Lage wurde so gut bewertet wie seit zwei Jahren nicht mehr, die Aussichten für die kommenden Monate sogar so gut wie noch nie.

"Die Konjunktur in Euroland hat den Corona-Einbruch wettgemacht", sagt Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Die seit einem Jahr sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik komme in der Realwirtschaft an. "Doch wo Licht ist, ist auch Schatten", sagte Hübner. "Es mehren sich die Zeichen, dass die Wirtschaft übermäßig stimuliert wird." Dies zeige sich in einzelnen Sektoren, die über Materialmangel berichteten. Noch stärker wirke sich jedoch die global starke Konjunktur auf die Rohstoffpreise und damit die Inflationsentwicklung aus.

In Deutschland kletterte der Konjunkturindex ebenfalls auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. "Die deutsche Konjunktur zeigt sich trotz anhaltender Lockdown-Politik außerordentlich robust", sagte Hübner. Aber auch hier mehrten sich die Anzeichen für eine Überhitzung.

15:01 Uhr

Biontech knackt die Milliarde

Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech hat im ersten Quatal dieses Jahres einen Quartalsgewinn von 1,1 Milliarden Euro erzielt. Im Vergleich zum vierten Quartal 2020 bedeutet dies nach Angaben des Unternehmens eine Verdreifachung des Nettogewinns. Im ersten Quartal 2020 musste Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro hinnehmen - Hauptgrund dafür waren hohe Forschungs- und Entwicklungskosten.

Noch rasanter stieg der Umsatz des Biotechnologie-Unternehmens. Die Umsatzerlöse erreichten in den ersten drei Monaten schätzungsweise 2,05 Milliarden Euro. Das waren mehr als 70 Mal so viel wie im entsprechenden Zeitraum 2020. Der Anstieg sei vor allem auf die rasche Steigerung der weltweiten Versorgung mit dem Corona-Impfstoff zurückzuführen, erklärte das Unternehmen. Bis zum 6. Mai wurden demnach weltweit mehr als 450 Millionen Impfstoffdosen in 91 Länder oder Regionen ausgeliefert. Biontech hat sich dazu mit dem US-Pharmariesen Pfizer zusammengeschlossen.

Biontech
Biontech 184,60

14:44 Uhr

Ministerium ist gegen Exportbeschränkungen für Bauholz

Die vom Handwerksverband wegen Engpässen ins Spiel gebrachten Ausfuhrbeschränkungen bei Bauholz finden in der Bundesregierung keine Unterstützung. "Exportbeschränkungen sind in aller Regel nicht das geeignete Mittel, um Knappheiten zu beheben", erklärte das Wirtschaftsministerium. "Vielmehr kommt es in der Regel zu Marktanpassungen, wie einer Ausweitung des Angebots, Substitutionen und Ähnlichem."

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hatte bei merkur.de erklärt, sollte sich die Lage der Betriebe weiter verschärfen, "sollten angesichts der wirklich sehr angespannten Situation zumindest interimsmäßig Exportbeschränkungen angedacht werden". Nach einer Umfrage des Zentralverbands des Dachdeckerhandwerks unter den Innungsbetrieben sind etwa die Preise für Latt- oder Schalholz zwischen 50 und 60 Prozent gestiegen. Bei Dachlatten hätten sich die Preise binnen weniger Monate gar verdreifacht. "Erste Betriebe haben bereits Kurzarbeit angemeldet, weil das Material nicht zu beschaffen war", sagte Wollseifer.

14:19 Uhr

Pfund zieht nach Schottland-Wahl weiter an

Nach der Parlamentswahl in Schottland steigt das Pfund Sterling auf bis zu 1,411 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Anleger seien erleichtert darüber, dass ein weiteres schottisches Unabhängigkeitsreferendum in naher Zukunft unwahrscheinlich sei, sagten Börsianer. Die britische Devise profitiere zudem von einem schwächeren Dollar und verbesserten Wirtschaftsaussichten.

 

14:03 Uhr

Siemens modernisiert U-Bahn in Lissabon

Die Siemens-Verkehrstechnik-Sparte Mobility und die schweizerische Stadler Rail sollen in den nächsten sechs Jahren die U-Bahn von Lissabon modernisieren. Der Auftrag aus Portugal habe ein Volumen von 114,5 Millionen Euro, teilen die beiden Unternehmen mit. Siemens Mobility liefert Signaltechnik, Stadler Rail baut 14 neue U-Bahn-Züge.

Siemens
Siemens 133,70

13:25 Uhr

VW-Tochter Traton verzeichnet Orderboom

Die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton hat zu Jahresauftakt so viele Bestellungen erhalten wie nie zuvor. Insgesamt orderten Kunden 81.700 Lastwagen und Busse, das ist ein Zuwachs um mehr als die Hälfte, wie das Unternehmen mitteilt. "So rasch wie die Pandemie vor einem Jahr das Nutzfahrzeuggeschäft getroffen hat, so rasch geht es nun mit den Bestellungen unserer Kunden wieder aufwärts", so Traton-Chef Matthias Gründler. Allerdings lief vor allem das Geschäft mit Lastwagen und Kleinlastern gut. Bei den Bussen waren dagegen weiterhin die Folgen der Pandemie zu spüren: Hier sank der Auftragseingang um 46 Prozent auf 3000 Fahrzeuge.

Traton hatte bereits im April vorläufige Zahlen vorgelegt und die Prognose angehoben. Schon jetzt lägen alle wesentlichen Kennzahlen über den Werten des ersten Quartals 2019 und damit über dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Der Umsatz stieg um 15 Prozent, der Betriebsgewinn verdreifachte sich auf 516 Millionen Euro, wie Traton nun bestätigte. Traton-Titel gewinnen knapp 1,5 Prozent.

Traton
Traton 26,32
VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

 

13:00 Uhr

Verschnauft die Wall Street zum Wochenstart?

Nach der Rekordjagd vom Freitag dürften die US-Börsen zu Beginn der neuen Woche erst einmal durchatmen. Die Futures auf die großen Aktienindizes treten vorbörslich mehr oder weniger auf der Stelle. Die Nachrichtenlage ist am Montag noch dünn. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht zur Veröffentlichung an, und die Bilanzsaison hat in den USA ihren Höhepunkt überschritten. Zahlen kommen allenfalls noch aus der zweiten und dritten Reihe. Tendenziell dürften die überraschend schwachen Arbeitsmarktdaten vom Freitag die Aktienkurse weiter stützen, denn der geringe Beschäftigungsaufbau befeuerte Erwartungen, dass US-Notenbank und Regierung ihre Wirtschaftsstimuli noch einige Zeit fortführen werden.

Einige Marktteilnehmer befürchten jedoch, dass aufgrund der schon hohen Bewertungen am Aktienmarkt nicht mehr viel Luft nach oben ist. Vor allem Technologiewerte seien schon sehr teuer, meint Sebastian Galy, Senior Macro Strategist bei Nordea Asset Management. Hier dürften Anleger zögern, noch mehr Geld zu investieren. Vermögensverwalter setzten stattdessen auf Aktien von Unternehmen, die am stärksten profitieren würden, wenn die Wirtschaft wieder öffne. Dazu gehörten die Sektoren Banken, Reise und Freizeit.

Das Thema Inflation sei mit dem schwachen Arbeitsmarktbericht keineswegs erledigt, mahnt Derek Halpenny, Leiter des Bereichs Research for Global Markets in Europa bei MUFG. Er verweist auf steigende Stundenlöhne in den USA, ebenfalls steigende Rohstoffpreise und Lieferkettenprobleme. Die Aktienmärkte ignorierten dieses Risiko noch ebenso wie die Möglichkeit wieder schwächerer Ertragserwartungen der Unternehmen.

12:36 Uhr

Porsche legt SUV noch mal als Verbrenner auf

Der Sportwagenbauer Porsche will sein SUV-Modell Macan in diesem Jahr noch einmal als Verbrennermodell in neuer Generation auf den Markt bringen. Porsche müsse beim Umstieg auf Elektromobilität flexibel bleiben, erklärt Entwicklungsvorstand Michael Steiner. "In Europa steigt die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen kontinuierlich. Das Entwicklungstempo in den Weltregionen in Bezug auf die Elektromobilität ist jedoch unterschiedlich." Der erste Elektro-Macan auf der gemeinsam mit der VW-Konzernschwester Audi entwickelten Plattform PPE sei für 2023 geplant. Prototypen des Modells seien jetzt soweit, dass sie auf der Straße erprobt werden könnten.

12:18 Uhr

Rohstoffaktien führen Gewinnerlisten an

Der Sektor "Basic Resources" liegt klar an der Spitze der Gewinner in Europa. "Die Rohstoffpreise ziehen weiter an", kommentiert ein Händler. Der Preis für Eisenerz markiert neue Rekordstände, und auch Kupfer setzt die Hausse fort. "Mit dem US-Arbeitsmarktbericht ist die Tapering-Diskussion abgeflaut", so der Marktteilnehmer weiter. Damit komme nun auch von der Währungsseite tendenziell Unterstützung. Rio Tinto steigen 3,4, Glencore 1,9 Prozent. Der Stoxx-Branchenindex zieht um 2,6 Prozent an.

Rio Tinto
Rio Tinto 68,60
Glencore
Glencore 3,46

 

11:56 Uhr

Biontech-Deal beflügelt Fosun Pharma

Die geplante Zusammenarbeit mit Biontech beschert den Aktien von Fosun Pharma den zweitgrößten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Papiere steigen in Hongkong um fast 23 Prozent. Die beiden Pharmafirmen wollen ein Joint Venture zur Produktion und Vermarktung des BioNTech-Coronaimpfstoffs gründen. Die Aktien der Mainzer Firma steigen im Frankfurter Frühhandel um zehn Prozent.

11:00 Uhr

EZB-Anleihenkäufe werden Thema auf Juni-Zinssitzung

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird auf ihrer Zinssitzung im Juni über das Tempo ihrer Notfall-Anleihenkäufe beraten. Im März sei die EZB zur Auffassung gelangt, es sei notwendig, die Käufe innerhalb des Krisen-Programms PEPP deutlich zu erhöhen, sagt EZB-Chefvolkswirt Philip Lane der französischen Zeitung "Le Monde". Das höhere Niveau werde in den nächsten Wochen beibehalten. "Wir werden das erneut auf unserer Juni-Sitzung überprüfen, wenn wir die Finanzierungsbedingungen zusammen mit dem Inflationsausblick bewerten", so Lane. Die EZB könne die Käufe erhöhen oder vermindern, je nachdem was notwendig sei, um die Finanzierungsbedingungen günstig zu halten.

Die nächste Zinssitzung ist am 10. Juni. Dann sollen den Euro-Wächtern auch neue Inflations- und Konjunkturprognosen der hauseigenen Volkswirte vorliegen. Das Kaufprogramm PEPP ist auf 1,85 Billionen Euro angelegt und soll noch bis mindestens Ende März 2022 laufen. Rund eine Billion des Kaufrahmens wurde schon genutzt. Im April erwarben die Währungshüter im Rahmen von PEPP Staatsanleihen, Firmenbonds und andere Wertpapiere im Nettovolumen von rund 80 Milliarden Euro.

Aus Sicht von Lane wird die Erholung der Wirtschaft von der Corona-Pandemie lange dauern. Die Arbeitslosenquote werde nicht vor 2023 auf das Niveau von 2019 und damit vor Ausbruch des Virus zurückkehren, sagte er. Die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone (BIP) werde nicht vor Frühling 2022 das Niveau von 2019 erreichen. Anhaltende geldpolitische und fiskalische Unterstützung ist Lane zufolge erforderlich.

10:38 Uhr

Biontech bleibt " Cashcow, aber volatil": Kurssprung

Biontech machen weiteren Boden gut. Der Kurs steigt in Frankfurt um zeitweise bis zu elf Prozent auf 166,50 Euro. In der vergangenen Woche war er innerhalb von drei Handelstagen um bis zu ein Drittel abgesackt, was die Volatilität der Aktie unterstreicht.

In der EU hat sich zuletzt eine eher ablehnende Haltung zum Abweichen des Patentschutzes herauskristallisiert. Zudem bestellt die EU bis zu weitere 1,8 Milliarden Impfdosen und in Asien werden zwei weitere Produktionsstätten errichtet. Auch China hat Interesse, wie ein Händler sagt. "Solange das Virus nicht verschwindet, bleibt Biontech eine Cashcow", so der Teilnehmer weiter. Am Mittag kommen Zahlen von Biontech. Widerstand wird beim Allzeithoch bei 185,50 Euro gesehen.

10:15 Uhr

TAG stehen nach Zahlen unter Druck

Mit Enttäuschung reagieren Anleger auf die Geschäftszahlen von TAG Immobilien. Die Aktien des Wohnungsvermieters fallen knapp ein Prozent. Die Mieten seien nur moderat gestiegen und der Leerstand gewachsen, monierte Analyst Thomas Rothäusler von der Investmentbank Jefferies. Offenbar beeinflusse die Coronavirus-Pandemie das Unternehmen stärker als andere.

TAG Immobilien
TAG Immobilien 27,27

09:57 Uhr

Bauboom kurbelt Nachfrage nach deutschem Holz an

Der Bauboom hat die Nachfrage nach Holz als Baustoff auch in der Corona-Krise angekurbelt. Deutschland exportierte 2020 insgesamt rund 12,7 Millionen Kubikmeter Rohholz im Wert von 845 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Vergleich zu 2019 ist dies eine mengenmäßige Steigerung um 42,6 Prozent. "Für den Exportboom sorgte die hohe Nachfrage nach Fichten- und Tannenholz", heißt es. Der Aufwärtstrend setzte sich in diesem Jahr bislang nicht fort: Im Januar und Februar sank der mengenmäßige Export zum Vorjahreszeitraum um 12,4 Prozent auf 1,5 Millionen Kubikmeter.

"Wichtigster Absatzmarkt war im Jahr 2020 die Volksrepublik China", ermitteln die Statistiker. Die Hälfte des Exportes (50,6 Prozent oder 6,4 Millionen Kubikmeter) ging demnach nach Fernost. Der Anteil nahm seit 2015 deutlich zu – damals lag er noch bei 10,1 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Österreich (19,2 Prozent) und Belgien (9,2 Prozent).

Im langfristigen Vergleich hat sich die Menge von ausgeführtem Rohholz seit 2015 mehr als verdreifacht. Die Importmenge sank zugleich um ein Drittel auf 5,9 Millionen Kubikmeter.

09:40 Uhr

Biontech will auch in Singapur produzieren

Biontech
Biontech 184,60

Biontech stellt sich internationaler auf. In Singapur werde der Unternehmenssitz für das Geschäft in Südostasien gebaut und zudem eine mRNA-Produktionsstätte errichtet, kündigte der Mainzer Covid-19-Impfstoffentwickler an. Dadurch würden neue Herstellungskapazitäten für die wachsende Pipeline an mRNA-basierten Impfstoffkandidaten gegen Infektionskrankheiten und Krebs geschaffen. Das Werk werde planmäßig mehrere hundert Millionen Dosen im Jahr produzieren können. Ziel sei es, den Betrieb 2023 zu starten.

Allein im laufenden Jahr will Biontech zusammen mit seinem Partner Pfizer 2,5 Milliarden Dosen ihres Covid-19-Impfstoffs herstellen, 2022 sind 3 Milliarden Dosen geplant.

09:11 Uhr

Dax hält sich über der Marke

Mit deutlichen Gewinnen hat sich der Dax ins Wochenende verabschiedet - mit Aufschlägen startet der deutsche Börsenleitindex in den Montagshandel: Er legt sechs Punkte zu und notiert damit kaum verändert. Ein Angriff auf die 15.500er Marke und das knapp darüber liegende Allzeithoch fällt damit vorerst aus - trotz positiver Vorgaben und erneut guter Quartalsergebnisse - allerdings aus der zweiten Reihe. "Der Dax startet wenig verändert in den Handel", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf und verweist darauf, dass der Leitindex im bisherigen Jahresverlauf bereits rund zwölf Prozent zulegen konnte.

08:44 Uhr

Chipmangel trifft jetzt auch Unterhaltungselektronik

Nachdem die Automobilindustrie seit Wochen unter Lieferengpässen von Halbleitern ächzt, trifft der Chipmangel nun auch die Konsumgüterindustrie. Router, Smartphones und Co. könnten damit nicht nur durch verzögerte Lieferketten auf sich warten lassen, sondern auch noch teurer werden.

08:42 Uhr

Japans Nikkei legt zu - Südkoreas Kospi ganz stark

Kospi
Kospi 3.267,93

Ermuntert von Kursrekorden an der Wall Street haben sich Anleger zu Wochenbeginn mit asiatischen Aktienwerten eingedeckt. Der japanische Nikkei stieg um 0,5 Prozent auf 29.511 Punkte. Der südkoreanische Kospi gewann zeitweise sogar knapp 2 Prozent und erreichte ein Vier-Monats-Hoch von 3256 Zählern. Die Börse Shanghai notierte dagegen kaum verändert bei 3417 Stellen.

Zu den Favoriten am japanischen Aktienmarkt zählte Nippon Steel mit einem Kursplus von 5 Prozent. Der Stahlkonzern übertraf mit seinen Gewinnzielen für das Geschäftsjahr die Markterwartungen. Die Konkurrent Daido legte 5,6 Prozent zu.

08:33 Uhr

Kupfer heiß begehrt - Preis steigt auf Rekordhoch

Die Rekordjagd von Kupfer geht weiter. Das Industriemetall verteuerte sich dank Spekulationen auf eine anziehende Nachfrage bei einem gleichzeitig knappen Angebot um 2,3 Prozent auf 10.660,50 US-Dollar je Tonne. Zinn erreichte mit 30.420 Dollar ein Zehn-Jahres-Hoch. Das als Korrosionsschutz eingesetzt Zink sowie das im Flugzeug- und Automobilbau eingesetzt Aluminium sind mit 3059,50 beziehungsweise 2586 Dollar jeweils so teuer wie zuletzt vor etwa drei Jahren.

08:23 Uhr

Ladesäulenausbau hält mit E-Auto-Boom nicht Schritt

Für Fahrer von Elektroautos wächst nach einer Branchenerhebung die Konkurrenz um Ladesäulen. Mussten sich vor einem halben Jahr rechnerisch bundesweit noch 13 Autos einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt teilen, sind es nun 17, wie der Verband der Automobilindustrie mitteilte. Hintergrund ist, dass gefördert durch hohe Kaufprämien seit Monaten deutlich mehr Elektroautos auf die Straßen kommen.

"Während pro Monat knapp 60.000 E-Pkw in Deutschland neu zugelassen werden, wächst die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte nur um knapp 1000 pro Monat", sagte Verbandspräsidentin Hildegard Müller. Das reiche nicht. Notwendig sei das Doppelte. Nicht berücksichtigt sind in der Erhebung private Lademöglichkeiten, da sie nicht zentral erfasst sind. Auch der Anteil der Schnellladestationen ist nicht angegeben. Ein zentrales Register für private Ladepunkte werde dringend gebraucht, sagte Müller.

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(Foto: picture alliance/dpa)

08:12 Uhr

Ölpreise steigen - US-Pipeline liegt still

Die Ölpreise sind im frühen Handel gestiegen. Für etwas Auftrieb sorgte die Stilllegung einer großen Ölpipeline in den USA nach einem Hackerangriff. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,64 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent auf 65,23 Dollar.

Nach einem Cyberangriff ist der Betrieb einer der größten Benzin-Pipelines in den USA vorübergehend eingestellt worden. Es sei Erpressungs-Software im Spiel gewesen, teilte der Betreiber Colonial Pipeline mit. Bei solchen Attacken werden Daten auf Computern verschlüsselt, die Angreifer verlangen meist Lösegeld für die Freigabe. Das Unternehmen arbeitet daran, zum Normalbetrieb zurückzukehren.  Die Pipeline verbindet hauptsächlich an der Küste am Golf von Mexiko liegende Raffinerien mit dem Süden und Osten der USA.

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08:07 Uhr

TAG Immobilien wächst

Der Wohnungsvermieter TAG Immobilien hat das operative Ergebnis (FFO I) im Deutschland-Geschäft im ersten Quartal um 9 Prozent auf 45,6 Millionen Euro gesteigert. Die Kaltmieten seien im Vorjahresvergleich um 4,4 Prozent gestiegen. Der Leerstand habe sich auf 5,9 (5,3) Prozent erhöht, wie TAG mitteilte.

Dazu kamen Immobilienverkäufe in Polen im Volumen von 19,2 (11,4) Millionen Euro. Das Nettoergebnis wuchs auf 34,5 (Vorjahr: 32,1) Millionen Euro.

08:01 Uhr

Aurubis bekräftigt nach Gewinnsprung den Ausblick

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(Foto: picture alliance / Bodo Marks/dp)

Der Kupferkonzern Aurubis hat in seinem zweiten Geschäftsquartal 2020/21 von höheren Raffinierlöhnen für Recyclingmaterialien, einer hohen Produktnachfrage sowie von seiner Kostendisziplin profitiert. Einzig die höheren Energiekosten haben nach Angaben von Aurubis das Ergebniswachstum etwas gebremst. Am Ausblick halten die Hamburger fest.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 23 Prozent auf 4,05 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis vor Steuern wuchs um 72 Prozent auf 103 Millionen Euro. Unter dem Strich wies Aurubis 79 Millionen Euro aus, das war ein Plus von 72 Prozent zum Vorjahresquartal. Für das Geschäftsjahr 2020/21 rechnet Aurubis unverändert von einem operativen Vorsteuerergebnis zwischen 270 und 330 Millionen Euro.

07:44 Uhr

Euro ist so hart wie seit Ende Februar nicht

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Der Euro hat zu Wochenbeginn weiter an Härte gewonnen. Mit 1,2177 US-Dollar erreichte die Gemeinschaftswährung in der Nacht den höchsten Stand seit Ende Februar. Am Morgen kostete sie 1,2155 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2059 Dollar festgesetzt.

Der Euro hat zuletzt von enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus den USA profitiert. Zum Wochenstart stehen nur wenige Konjunkturdaten mit möglicher Marktbewegung auf dem Programm. Analysten dürften jedoch auf die Sentix-Konjunkturumfrage schauen.

07:31 Uhr

Dax orientiert sich nach oben

Am deutschen Aktienmarkt steht auch zum Beginn der neuen Woche die obere Seite im Blick. Der Dax dürfte sich zunächst ein paar Punkte höher über der 15.400-Punkte-Marke wiederfinden. Anderthalb Stunden vor Handelsbeginn notierte der Leitindex 0,2 Prozent höher bei 15.429 Punkten. Impulse könnte der Sentix-Konjunkturindex setzen, er gilt als guter Indikator auch für den Ifo-Index.

Dax
Dax 15.448,04

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07:21 Uhr

Biontech und Fosun gründen Joint Venture für Corona-Vakzin

Biontech
Biontech 184,60

Die deutsche Biontech und die chinesische Fosun Pharma gründen ein paritätisches Joint-Venture für die Herstellung und Vermarktung eines mRNA-basierten Coronavirus-Impfstoffs in China. Gemäß der Absichtserklärung haben sich die Partner zu einer Kapitaleinlage im Wert von bis zu 100 Millionen US-Dollar in bar und/oder in Sachanlagen entschlossen, erklärten die Chinesen.

Biontech werde dann immaterielle Vermögenswerte, unter anderem die Lizenz für die Herstellungstechnologie und das Know-how im Wert von bis zu 100 Millionen Dollar einbringen. Angesetzt sei das Gemeinschaftsunternehmen für 15 Jahre, Gründungsort ist Shanghai.  Fosun Pharmaceutical stelle eine Produktionsanlage zur Verfügung, die eine Produktionskapazität von bis zu bis zu 1 Milliarde Dosen des Coronavirus-Impfstoffs pro Jahr haben soll. Für die Technologie-Lizenzierung und Unterstützung werde Biontech verantwortlich sein.

07:09 Uhr

Minister Altmaier zum kriselnden deutschen Schiffbau

Der deutsche Schiffbau steckt in der Krise. 2020 macht die Branche wegen der Corona-Krise mehr als 20 Milliarden Euro Verlust. Wie es wieder bergauf gehen soll, ist heute Thema bei der Maritimen Konferenz mit Unternehmen und Spitzenpolitikern. ntv spricht vorab mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

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06:45 Uhr

Kursgewinne in Japan - Hackerattacke lässt Ölpreise steigen

Nikkei
Nikkei 27.921,53

In Erwartung weiterhin niedriger Zinssätze aufgrund des nachlassenden Inflationsdrucks zeigen sich die asiatischen Börsen im frühen Handel optimistisch. Die Aktienkurse zogen an. Die Öl- und Gaspreise machten nach dem Hackerangriff auf den US-Pipeline-Betreiber Colonial Pipeline, der fast die Hälfte der US-Ostküste mit Kraftstoff versorgt, einen Sprung nach oben. Öl- und Benzin-Futures bauten ihre Gewinne aus.

So zeigte sich die Börse in Tokio zunächst stärker. Der Nikkei lag im Verlauf 0,9 Prozent höher bei 29.611 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 1 Prozent und lag bei 1953 Zählern. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen trat auf der Stelle.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,2 Prozent auf 108,85 Yen und stagnierte bei 6,4313 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9015 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2152 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0957 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,4018 Dollar.

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06:29 Uhr

Kryptowährung Ethereum durchbricht Rekordmarke

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(Foto: imago images/ShkYo30)

Ethereum hat zu Wochenbeginn die Rekordmarke von 4000 US-Dollar durchbrochen. Die zweitwichtigste Cyber-Devise hat damit ihren Kurs seit Jahresbeginn mehr als vervierfacht und damit den Krypto-Primus Bitcoin weit hinter sich gelassen. Ähnlich wie beim Bitcoin gibt es keine zentrale Stelle, die die Transaktionen steuert, überwacht und speichert. Dies übernimmt das Netzwerk aus allen Nutzern. Dort werden alle Daten dezentral überprüft und verschlüsselt gespeichert.

Das digitale Zahlungsmittel auf dieser Plattform heißt Ether. Pro Jahr kommen maximal 18 Millionen neue Ether auf den Markt.

06:19 Uhr

Dax-Future im frühen Handel gut behauptet

Mit kleineren Aufschlägen zeigen sich die Dax-Futures am frühen Morgen. Der Juni-Kontrakt stieg kurz nach 6 Uhr um 16,0 Punkte auf 15.426,0. In den Handel gegangen war er mit 15.439,0. Das Tageshoch liegt bislang bei 15.472,0 und das Tagestief bei 15.423,0 Punkten. Umgesetzt wurden  880 Kontrakte.

Damit baute der Future die Gewinne vom Freitagnachmittag noch etwas aus. Nach dem Ausbruch aus der sogenannten Flaggenformation liegt das nächste Ziel beim Allzeithoch bei 15.529 Punkten, eine Unterstützung bei 15.280 Punkten.

06:05 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Nach der Rekordjagd der vergangenen Monate wird die Luft für die Börsen Experten zufolge dünner. "Es geht volatiler und damit ruppiger an der Börse zu, und das könnte sich auch in den nächsten, saisonal schwächeren Wochen fortsetzen", warnt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Auch Marko Behring, Chef der Vermögensverwaltung bei der Fürst Fugger Privatbank, sieht dunkle Wolken am Börsenhimmel aufziehen. Unheil drohe unter anderem von den steigenden Anleihe-Renditen. Sie könnten Investoren dazu verleiten, ihr Geld aus dem riskanteren Aktienmarkt abzuziehen und in Bonds zu stecken.

Finanzmarkt-Experte Carsten Gerlinger vom Vermögensverwalter Moventum ist gegenteiliger Meinung: "In den Märkten steckt zu viel Pessimismus, wir werden eher weitere positive Überraschungen erleben." Die starken Firmenbilanzen der aktuellen Bilanzsaison seien kein Strohfeuer. "Wir sehen hier weltweit ein nachhaltigeres Wachstum, einen neuen Konjunkturzyklus, der durch die Pandemie-Krise gestartet wurde." In der alten Woche gewann der Dax etwa eineinhalb Prozent und kam in Schlagdistanz zu seinem Rekordhoch von 15.501,84 Punkten.

Als Impulsgeber für weiter steigende Kurse zum Wochenbeginn könnten sich eine Vielzahl von Quartalsergebnissen erweisen - allerdings aus der zweiten Börsenreihe: So stehen etwa Geschäftsausweise von Traton, Aurubis, Carl Zeiss Meditec, Hypoport, Wacker Neuson oder EnBW auf der Agenda. Besonders im Fokus dürften aber die Zahlen des Corona-Impstoff-Entwicklers Biontech stehen.

Was in der Vorwoche den deutschen Aktienmarkt bewegt hat, lesen Sie hier.

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