Freitag, 07. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:39 Uhr

Nach Kurssturz: Dax baut Gewinnserie aus

Mit deutlichen Gewinnen verabschiedet sich der Dax ins Wochenende und schließt damit eine turbulente Handelswoche doch noch erfolgreich ab. Der deutsche Börsenleitindex schließt 1,3 Prozent fester bei 15.400 Zählern - und damit auf Niveau des Tageshochs. Positive Konjunkturdaten am Morgen, dazu passende Quartalszahlen und am Nachmittag eine positive Eröffnung der Wall Street sorgen für den deutlichen Aufschlag. Der Dax weist damit nach dem Kurssturz am Dienstag den dritten Handelstag in Folge Gewinne auf.

"Der Dax hat sich nach dem Sturz am Dienstag wieder deutlich berappelt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Schlechte US-Arbeitsmarktdaten konnte der Markt heute gut verkraften - er blieb auch am Nachmittag auf Gewinnfahrt", erläutert Dofel. "Gute Nachrichten aus der Exportindustrie und starke Zahlen von Dax-Konzernen wie Adidas beflügelten die Kauflaune vor dem Wochenende."

Dax
Dax 15.448,04

Bei den Einzelwerten stechen im Dax Adidas heraus. Die Anleger honorieren einen extrem starken Quartalsausweis mit einem Aufschlag von mehr als acht Prozent. Mit Delivery Hero und Infineon folgen zwei Werte, die jeweils knapp drei Prozent zulegen können. Auf der Verliererseite stehen dagegen Heidelbergcement mit einem Abschlag von mehr als vier Prozent an der Spitze - allerdings werden die Werte ex Dividende gehandelt. Volkswagen-Papiere büßen etwa 1,5 Prozent ein.

Adidas
Adidas 288,70
VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

17:22 Uhr

Adidas pusht Nike-Kurs

Bei den US-Einzelwerten stechen die Aktien des Sportartikelherstellers Nike mit einem Plus von knapp drei Prozent hervor, nachdem der deutsche Rivale Adidas die Anleger mit einer optimistischeren Umsatzprognose verzückt hatte.

Nike
Nike 107,72
Adidas
Adidas 288,70

 

16:44 Uhr

"Katze ist aus dem Sack": Peloton mit Kurssprung

Peloton rücken 7,4 Prozent vor, obwohl der Hersteller von Fitnessgeräten seinen Ausblick wegen einer Rückrufaktion nach unten revidiert hatte. Allerdings hatte der Skandal um tödliche Unfälle mit einem Laufband des Unternehmens die Aktie schon in den zurückliegenden Wochen belastet. "Die Katze ist damit aus dem Sack", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch.

Peloton
Peloton 91,95

16:03 Uhr

Jobdaten lindern Inflationsängste: Wall-Street-Kurse steigen

Eine krasse Fehlprognose beschäftigt am Freitag die Wall Street, die uneinheitlich in den Handel geht. Im Blick steht ein Arbeitsmarktbericht, der verglichen mit den Prognosen außergewöhnlich schwach ausfiel. Anstelle der erwarteten 1 Million neuer Stellen wurden im April lediglich 266.000 Jobs geschaffen. Vom größten "Miss" in der Geschichte ist die Rede, und die Frage nach der Qualität der Analystenprognosen steht im Raum. Doch die schwachen Daten nehmen auch die Sorge vor einer Zinswende aus dem Markt. Vor allem die Technologiewerte an der Nasdaq profitieren davon, während der Dow im Minus liegt.

Im frühen Handel steigt der Nasdaq-Composite 0,5 Prozent, der Dow-Jones verliert dagegen 0,2 Prozent auf 34.478 Punkte und der S&P-500 steigt um weniger als 0,1 Prozent.

S&P 500
S&P 500 4.141,25
Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 14.030,38

 

15:47 Uhr

Digitaler Euro: Lagarde sieht nicht nur EZB in Verantwortung

Die Entscheidung über die Einführung eines digitalen Euro kann nach Ansicht von EZB-Chefin Christine Lagarde nicht nur Sache der Notenbank sein. Die Zentralbank schulde es den Europäern, einen digitalen Euro auszuloten, für die künftige Entscheidung seien aber nicht nur die Währungshüter zuständig, sagt Lagarde. "Ich denke, das ist zu wichtig, um es nur einer Zentralbank zu überlassen", fügt sie hinzu. Gesetzgeber müssten ebenfalls einbezogen werden. Denn es gebe Fragen zum Datenschutz. "Auch wirft das die Frage der Struktur des Finanzsektors auf."

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) verwies in der Fragerunde auf öffentliche Konsultationen der Notenbank zu den Ansichten der Bürger in Europa. "Sie sind sehr interessiert. Sie wollen das", so Lagarde. Die Virus-Pandemie habe den Prozess noch beschleunigt. Rund 50 Prozent der Europäer sagten, sie möchten digital zahlen, sie würden gerne so ein Mittel nutzen, sagte die Notenbankchefin.

Bislang hat die EZB aber noch kein grünes Licht für ein Digital-Euro-Projekt gegeben. Mitte des Jahres soll hierüber beschlossen werden. Unlängst hatte EZB-Direktor Fabio Panetta gesagt, es könnte insgesamt noch rund fünf Jahre dauern bis die Notenbank in der Lage sei, einen digitalen Euro an den Start zu bringen.

14:53 Uhr

Sehr schwacher US-Arbeitsmarkt beseitigt Tapering-Sorgen

Für lange Gesichter im Handel sorgen die US-Arbeitsmarktdaten. Die Future-Märkte reagieren darauf mit stark volatilen Ausschlägen. Im April wurden im Nicht-Agrar-Bereich nur 266.000 neue Stellen geschaffen. Händler hatten sich im Vorfeld aber bereits mit Schätzungen über der 1-Million-Marke überboten. Die Arbeitslosenquote stieg sogar völlig überraschend an. "Diese Diskrepanz ist sehr, sehr erklärungsbedürftig", meint ein Händler. Positiv sei aber klar, dass damit "jede Form von Tapering-Diskussion für mindestens einen Monat vom Tisch ist".

Entsprechend schießen zinsempfindliche Werte wie Tech-Aktien mit dem Nasdaq-Futures nach oben. In Deutschland springt der Bund-Futures, der Bux-Futures sogar um über 140 Ticks. Der Dax hält sich weiter knapp ein Prozent im Plus.

Dax
Dax 15.448,04

14:40 Uhr

Billionen-Forderungen der Bundesbank im Euro-System gefallen

Die Billionen-Forderungen der Bundesbank im Zahlungssystem der Euro-Notenbanken haben zu Beginn des zweiten Quartals abgenommen. Sie verringerten sich im April um 57 Milliarden Euro auf 1,025 Billionen Euro, wie die Bundesbank mitteilt. Die Target-Verbindlichkeiten Italiens gingen im April ebenfalls zurück. Im Euro-Raum wird der gesamte grenzüberschreitende Zahlungsverkehr der Geldhäuser über das elektronische Verrechnungssystem mit dem Namen "Target 2" abgewickelt. Die Salden zeigen die Forderungen und Verbindlichkeiten an, die dabei bei den nationalen Notenbanken der Euro-Länder anfallen.

Deutschland ist in dem System der größte Gläubiger. Italien gehörte zuletzt zu den größten Schuldnern. Die Verbindlichkeiten der Banca d'Italia sanken im April um rund 35 Milliarden Euro auf rund 481 Milliarden Euro. Volkswirte beobachten die Daten genau, denn dahinter können Kapitalabflüsse aus einem Land stehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) begründete die zuletzt hohen Salden mit ihren umfangreichen Anleihekäufen, die im Zuge der Virus-Krise noch mit dem im vergangenen Jahr neu aufgelegten PEPP-Programm verstärkt wurden.

14:15 Uhr

Tui-Kreuzfahrt-Tochter begibt Millionen-Anleihe

Das Kreuzfahrtunternehmen Tui Cruises hat seine erste unbesicherte Anleihe mit einem Gesamtnennbetrag von 300 Millionen Euro begeben. Die Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren war mehrfach überzeichnet, wie das Unternehmen mitteilt. Sie hat eine Kündigungssperrfrist von zwei Jahren und einen Kupon von 6,500 Prozent pro Jahr. Der Bruttoerlös soll für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.

Tui
Tui 4,71

13:57 Uhr

Kupferpreis steigt auf Rekordhoch

Der Kupferpreis klettert aufgrund einer erhöhten Nachfrage und Angebotssorgen an der London Metal Exchange (LME) auf ein neues Rekordhoch bei 10.269 Dollar je metrische Tonne. Aktuell notiert der Preis bei 10.264 Dollar. "Zusätzlich zu den Fondskäufen, die unserer Meinung nach hinter dem Anstieg an der LME stehen, gibt es wachsende Sorgen über die Angebotslage", so Ed Meir, Metall-Analyst bei ED&F Man. Die chilenische und peruanische Kupferproduktion bleibe hinter dem Niveau des vergangenen Jahres zurück und Frachtengpässe erschwerten weiterhin die Versorgung. Der Kupferpreis müsste 15.000 Dollar pro Tonne erreichen, um ausreichende Investitionen in das Angebot zu fördern, um die wachsende Nachfrage der Welt zu befriedigen, so Ivan Glasenberg, Vorstandschef  von Glencore, in einer Rede am Donnerstag.

13:46 Uhr

Furcht vor Angebotsengpässen: Eisenerz-Preis steigt auf Rekord

Aus Furcht vor Angebotsengpässen bei gleichzeitig hoher Nachfrage decken sich immer mehr Anleger mit Eisenerz ein. Der chinesische Terminkontrakt steigt um fast sieben Prozent auf ein Rekordhoch von 1231 Yuan (190,51 Dollar) je Tonne. Sein Pendant aus Singapur gewann 4,1 Prozent und kostete mit 205,90 Dollar ebenfalls so viel wie noch nie.

13:04 Uhr

VW setzt Chipkrise zu

Der Volkswagen-Konzern rechnet bei der Hauptmarke VW mit anhaltenden Belastungen durch den Halbleitermangel. Die nach Absatz größte Marke der Wolfsburger Autogruppe behält ihre vorsichtige Prognose einer operativen Rendite zwischen drei und vier Prozent deshalb bei. VW begründet dies mit fehlenden Computerchips und Elektronikbauteilen. Dies hatte schon in den vergangenen Wochen zu Produktionsausfällen geführt. "Die Auswirkungen werden wir vermehrt im zweiten Quartal sehen", sagte ein Sprecher. Der Konzern hingegen hatte seine Prognose leicht angehoben und stellt nun bis zu sieben Prozent Marge in Aussicht.

Die Marke mit dem VW-Logo, die für ein Drittel des Konzernabsatzes steht, benötigt besonders viele Chips. Angaben über die Höhe der erwarteten Belastungen macht VW nicht. Konzernchef Herbert Diess hatte an Vortag gesagt, das Management sei mit Halbleiterkonzernen wie Infineon und Intel in Kontakt, um für die kommenden Jahre mehr Kapazitäten zu bekommen. Dafür seien Investitionen erforderlich, man arbeite an einem Plan. Bis die Versorgungsprobleme behoben seien, werde aber noch einige Zeit vergehen.

In der Branche gehen viele davon aus, dass die Lieferung von Bauteilen erst im nächsten Jahr wieder reibungslos läuft. Volkswagen hat trotz des weltweiten Chipmangels inmitten der Pandemie eines der besten ersten Quartale seiner Geschichte eingefahren. Der Gewinn stieg vor allem, weil die Ertragsstützen Porsche und Audi und die Luxusmarken Bentley, Lamborghini und Bugatti ihre Auslieferungen teils deutlich steigerten.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

12:42 Uhr

Adidas peilt abgeschlossenen Reebok-Verkauf bis Jahresende an

Adidas sieht sich gut im Plan beim Verkaufsprozess für die US-Fitness-Tochter Reebok. "Wir planen den Abschluss bis Jahresende", sagte Finanzvorstand Harm Ohlmeyer. Man sei mitten im Prozess, rede mit "vielen Interessenten", das Interesse sei international. Reebok habe im Quartal ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnet und ein starkes Auftragsbuch.

Ohlmeyer wollte sich nicht dazu äußern, wie viele Interessenten es gibt und ob sie eher strategische oder Finanzinvestoren sind. Adidas hat Mitte Februar offiziell den Verkaufsprozess für Reebok eingeleitet. Der Konzern hatte Reebok Anfang 2006 für rund 3,1 Milliarden Euro erworben.

12:20 Uhr

US-Anleger warten gespannt auf Jobbericht

Kleine Gewinne verbuchen die Terminkontrakte auf die US-Indizes im vorbörslichen Geschäft. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf ein Datum: den Arbeitsmarktbericht für April, der um 14.30 Uhr erwartet wird. Bis zu diesem Zeitpunkt dürften die Futures keine klare Richtung einschlagen. Erwartet wird ein Stellenaufbau von rund 1 Million. Sehr starke Daten könnten den Aktienmarkt wegen der Zinssorgen ebenso belasten wie ausgesprochen schwache Zahlen.

Zuletzt hatten gute Unternehmenszahlen, starke Konjunkturdaten und die Zusicherung einer weiter lockeren Geldpolitik durch die Fed die Indizes nach oben geführt; am Vortag stieg der Dow-Jones-Index erstmals über 34.500 Punkte. Gesucht waren vor allem Profiteure einer Post-Corona-Erholung wie Energieproduzenten oder Banken. Die "Corona-Sieger" aus dem Technologiebereich dagegen mussten Federn lassen.

Am Aktienmarkt stehen weiter Quartalsausweise zahlreicher Unternehmen im Zentrum des Interesses. So verteuern sich Roku 7,2 Prozent, nachdem der Hersteller von Streaming-Hardware einen Gewinnsprung im ersten Quartal vermeldet und einen optimistischen Ausblick auf das zweite Quartal gegeben hatte. Gut kommen auch Zahlen und Ausblick des Kameraherstellers Gopro (+10%) an.

Die A-Aktien von News Corp legten im nachbörslichen Handel um 2,5 Prozent zu. Der Medienkonzern, zu dem auch diese Nachrichtenagentur gehört, hatte in seinem dritten Geschäftsquartal den Umsatz gesteigert und wieder einen Millionengewinn erzielt.

11:31 Uhr

Biontech und Curevac glänzen nach Kursrutsch mit Gegenreaktion

Nach dem jüngsten Kurssturz steigen Anleger wieder bei Biontech und Curevac ein. Die Aktien der beiden Biotechnologieunternehmen gewinnen deutlich: Biontech-Papiere ziehen 3,6 Prozent und Curevac etwa 7,2 Prozent an. Am Donnerstag hatte ihnen die Diskussion um eine vorübergehende Freigabe der Patente auf Coronavirus-Impfstoffe Kursverluste von bis zu 18 Prozent eingebrockt.

Biontech
Biontech 184,60
Curevac
Curevac 52,99

 

11:15 Uhr

Endgültige Zahlen "in line": Stratec-Anleger nicht zufrieden

Die ausführlichen Zahlen von Stratec dürften einer ersten Einschätzung aus dem Handel zufolge keinen Impuls mehr für die Aktie liefern. Der Nettogewinn legte im ersten Quartal auf 11,5 Millionen Euro zu von 2,4 Millionen im Vorjahr. Die Aktien geben etwa 1,6 Prozent nach.

Stratec
Stratec 113,60

11:04 Uhr

Analystenkommentar pusht Infineon-Kurs

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei Infineon. Die Aktien des Chip-Herstellers steigen rund 1,3 Prozent auf etwa 31,74 Euro. Die Experten der Bank Societe Generale (SocGen) stuften die Papiere auf "Buy" von "Hold" hoch und hoben das Kursziel auf 41,50 von 36,50 Euro an.

Infineon
Infineon 32,48

10:39 Uhr

BDI: Exportschub sorgt für Optimismus

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat nach den jüngsten Exportzahlen gute Zukunftsaussichten betont. "Der erneute Schub des Exportgeschäfts im März sorgt in der Industrie für einen optimistischen Blick in die Zukunft", sagt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. "Die Wirtschaft steuert schwungvoll auf einen Wachstumskurs zu."

Eine vollständige Erholung der deutschen Wirtschaft hänge auch von einem raschen Impferfolg ab, betont Lang: "Je schneller das Impfen an Fahrt gewinnt, umso greifbarer wird die Kontrolle des Pandemiegeschehens bis zum Herbst." Bevölkerung und Wirtschaft brauchten eine konkrete Zukunftsperspektive. Im Euroraum erwarte der BDI ab dem Frühjahr eine kräftige Erholung. Das US-Konjunkturprogramm schaffe in der Exportwirtschaft "eine zusätzliche Nachfrage nach europäischen Produkten".

10:02 Uhr

Gewinnsprung schiebt Credit Agricole an

Ein 64-prozentiger Gewinnsprung hievt die Aktien von Credit Agricole auf ein 15-Monats-Hoch. Sie steigen in Paris um 1,3 Prozent auf 13,26 Euro. Wie bei den Konkurrenten hätten die Zahlen über den Markterwartungen gelegen, kommentierte Analystin Flora Bocahut von der Investmentbank Jefferies. Das Institut habe bei einem brummenden Geschäft die Kosten unter Kontrolle gehalten.

Credit Agricole
Credit Agricole 12,44

09:43 Uhr

Rasant: E-Porsche stark nachgefragt

Die Nachfrage nach dem ersten vollelektrischen Modell der Sportwagenschmiede Porsche, dem Taycan, bleibt hoch. "Wir werden dieses Jahr deutlich mehr Taycan verkaufen als 2020", sagt Porsche-Chef Oliver Blume. Im ersten Quartal sei schon fast die Hälfte der Auslieferungszahlen des Gesamtjahres erreicht worden, also fast 10.000 Einheiten. Etwa die 50 Prozent der Käufer seien Neukunden. Im ersten Quartal erzielte die VW-Tochter mit 572 Millionen Euro mehr als doppelt so viel operativen Gewinn wie im coronabedingt schwachen Vorjahreszeitraum. Die Rendite betrug 16,2 Prozent, sodass Porsche sicher ist, im Gesamtjahr erneut die Zielmarke von 15 Prozent zu erreichen. Damit gehöre Porsche weiterhin zu den profitabelsten Automobilherstellern der Welt.

 

Porsche SE
Porsche SE 92,14
VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

 

09:25 Uhr

Adidas sprinten an die Dax-Spitze

Mit einem Plus von rund acht Prozent liegen die Aktien von Adidas im Dax-Ranking nach Vorlage der Q1-Zahlen klar vorn. "Deutlich bessere Zahlen, Ausblick nach oben genommen, es läuft", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Damit werden die bisherigen Kursverluste in diesem Jahr von etwa 13 Prozent deutlich reduziert."

Für die Analysten von Jefferies zeichnen sich zwei wichtige positive Entwicklungen ab. Erstens falle die US-Performance deutlich besser aus als befürchtet. Und zweitens deute die leichte Anhebung der Wachstumsprognose für 2021 darauf hin, dass die Sorgen um die Beeinträchtigung der chinesischen Aussichten durch die "Better Cotton Initiative" übertrieben erscheinen.

Adidas
Adidas 288,70

09:10 Uhr

Dax schwingt sich über die 15.300

Nach den zwei turbulenten Handelstagen Dienstag und Mittwoch ist es am Donnerstag auf dem Börsenparkett hierzulande deutlich ruhiger zugegangen – zum Wochenschluss nimmt der Dax aber noch einmal Fahrt auf. Er springt zum Start 0,9 Prozent auf 13.330 Punkte an, nachdem er am Donnerstag mit 15.197 Zählern aus dem Handel gegangen war. Positive Vorgaben von der Wall Street stützen - und starke Ergebnisse gleich mehrerer Dax-Konzerne.

"Der Dax pendelt um die 15.300", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Siemens, Adidas und BMW liefern überzeugende Zahlen: Siemens und Adidas legen zu, bei BMW gibt es Gewinnmitnahmen", erläutert Meyer. "Am Nachmittag stehen US-Arbeitsmarktzahlen auf dem Programm, die dann dem Markt vielleicht eine entscheidende Richtung geben könnten."

Siemens
Siemens 133,70

 

BMW
BMW 90,95
Adidas
Adidas 288,70

 

08:50 Uhr

Japans Nikkei geht gebremst ins Wochenende

Nikkei
Nikkei 27.949,82

Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten haben die asiatischen Anleger einen Gang zurückgeschaltet. In Japan laste zudem die Furcht vor Verzögerungen bei der wirtschaftlichen Erholung wegen der hohen Corona-Fallzahlen auf der Stimmung, sagte Norihiro Fujito, Chef-Anlagestratege bei der Investmentbank Mitsubishi UFJ Morgan Stanley. Der Nikkei-Index hielt sich heute dennoch knapp im Plus bei 29.355 Punkten.

Die Börse Shanghai bröckelte dagegen trotz starker chinesischer Konjunkturdaten um 0,5 Prozent auf 3424 Zähler ab. Der Markt sei nach den jüngsten Kursgewinnen reif für eine Korrektur, sagte Analyst Yan Kaiwen vom Brokerhaus China Fortune.

08:34 Uhr

Gute Zahlen: Adidas-Aktie bereits juckig

Durch die Bank gute Zahlen verzeichnet Adidas zum Jahresauftakt. Nachdem es im ersten Quartal zwischenzeitlich so ausgesehen habe, dass sich die Käufer aus China zurückhielten, dürften hier einige Investoren auf dem falschen Fuß erwischt werden.

Während der Umsatz die Markterwartung um rund 5 Prozent übertroffen habe, liege das Ergebnis vor Steuern rund 20 Prozent darüber. Der Ausblick lese sich zudem vielversprechend, so werde das Wachstum im zweiten Quartal mit einer deutlichen Beschleunigung erwartet und die Umsatzprognose wurde leicht angehoben. Alles in allem lasse der Ausblick noch Luft nach oben, so der Marktteilnehmer.

Erste Indikationen sehen die Aktie 4 Prozent im Plus.

08:26 Uhr

Deutscher Exportmotor brummt

Die deutschen Unternehmen haben trotz andauernder Corona-Krise bei wichtigen Handelspartnern ihre Exporte im März bereits den elften Monat in Folge gesteigert. Ihre Ausfuhren wuchsen laut Statistischem Bundesamt um 1,2  Prozent zum Vormonat. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von 1,0 Prozent im Februar. Die Importe wuchsen ebenfalls unerwartet deutlich, und zwar um 6,5 Prozent.

Von Januar bis März zogen die Exporte um 2,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum an auf 332,6 Milliarden Euro. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat seine Exportprognose wegen der von den USA und China angeführten Erholung der Weltwirtschaft gerade erst erhöht. Deutsche Firmen dürften demnach 2021 acht Prozent mehr ausführen. Bislang lag die Erwartung nur bei sechs Prozent. Wegen der Corona-Krise waren die Ausfuhren 2020 um mehr als neun Prozent eingebrochen.

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(Foto: picture alliance / dpa)

08:20 Uhr

Ölpreise gehen wieder hoch

Die Ölpreise sind im frühen Handel moderat gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,50 US-Dollar. Das waren 41 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 39 Cent auf 65,10 Dollar. Damit bleiben die Ölpreise im Aufwärtstrend, der jedoch immer wieder unterbrochen wird.

Viele Rohstoffe profitieren derzeit von der Aussicht auf Corona-Lockerungen infolge fortschreitender Impfungen. Allerdings ist die Pandemie-Lage in einigen großen Ölverbrauchsländern wie Indien oder Brasilien weiterhin sehr angespannt. Das lastet auf der dortigen Ölnachfrage und den Weltmarktpreisen.

08:01 Uhr

Den Chinesen sei Dank: BMW fährt auf der Überholspur

BMW
BMW 90,95

Bei BMW röhrt es gewaltig: Die starke Nachfrage in China und steigende Verkaufspreise lassen die Kassen des Münchner Autobauers klingeln. Im ersten Quartal stieg der Umsatz des Dax-Konzerns um 15,2 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente BMW mit 2,8 Milliarden Euro fast fünfmal so viel wie 2020.

Im Autogeschäft stiegen die Erlöse um gut ein Viertel auf 22,7 Milliarden Euro, vor allem dank des Absatzrekords. Für das laufende Jahr rechnet BMW damit, dass die Auslieferungen von Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce solide über dem Vorjahresniveau liegen.

An seiner Prognose für das Gesamtjahr hält BMW fest, das Unternehmen rechnet mit einem deutlichen Plus beim Gewinn vor Steuern. Allerdings könnte die Pandemie die Geschäfte weiter beeinträchtigen, auch wenn die Auswirkungen angesichts des Impffortschritts geringer ausfielen, erklärte BMW. Zudem seien weitere Belastungen durch steigende Rohstoffpreise zu erwarten.

07:53 Uhr

Chip-Knappheit bereitet Siemens große Sorge

Auch Siemens warnt vor den Folgen der knappen Ressourcen bei Chips und anderen elektronischen Bauteilen sowie steigenden Preisen für Rohstoffe. "Derzeit sehen wir unter anderem eine angespannte Situation bei Stahl, Kunststoffen und Frachtkapazitäten", sagte Konzernchef Roland Busch. "Daher können sich in den kommenden Monaten in einzelnen Fällen Einschränkungen in der Produktion und verlängerte Lieferzeiten ergeben."

07:43 Uhr

Sennheiser wird eidgenössisch

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(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova steigt in das Geschäft mit Kopfhörern ein. Der Weltmarktführer übernimmt für 200 Millionen Euro die Sennheiser Consumer Division, wie die Eidgenossen mitteilten. Das Geschäft erwirtschafte mit rund 600 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 250 Millionen Euro. Sonova finanziere die Transaktion aus bestehenden Mitteln.

Für die Marke Sennheiser werde ein unbefristeter Lizenzvertrag zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Die Transaktion müsse von den Regulierungsbehörden genehmigt werden und solle in der zweiten Hälfte 2021 abgeschlossen werden.

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07:32 Uhr

Dax ist bereits gut drauf

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Anderthalb Stunden vor Handelsbeginn notierte der Leitindex 0,6 Prozent höher bei 15.293 Punkten. Gestern hatte er 0,2 Prozent im Plus bei 15.197 Zählern geschlossen.

Highlight des Tages sind für die Börsianer die US-Beschäftigtenzahlen am Nachmittag (MESZ). Experten erwarten für April den Aufbau von 978.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Investoren werden sie unter dem Aspekt möglicher Auswirkungen auf die Inflation und damit die US-Geldpolitik unter die Lupe nehmen. Die anstehenden Zahlen zur deutschen Industrieproduktion oder die Firmenbilanzen spiele daher nur eine untergeordnete Rolle.

07:13 Uhr

Siemens macht kräftigen Satz - bereits zweite Prognoseerhöhung

Und weiter geht's in der Berichtssaison. So öffnet heute unter anderem Siemens seine Bücher. Der Münchner Technologieriese kommt mit Schwung aus der Corona-Krise. Nach einem deutlichen Gewinnsprung von 700 Millionen auf 2,4 Milliarden Euro im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März erhöht der Dax-Konzern bereits zum zweiten Mal seine Prognose. Insbesondere das Geschäft mit der Automobilindustrie und dem Maschinenbau sowie die Softwareaktivitäten liefen demnach gut. Zum Gewinnsprung trug allerdings auch der Verkauf des Getriebeherstellers Flender bei.

Deutlich zugelegt hat im ersten Quartal auch der Umsatz, der um 6 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro stieg. Der Auftragseingang nahm um 8 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro zu.

Siemens
Siemens 133,72

06:56 Uhr

Fed befürchtet Übermut an Finanzmärkten - und warnt bereits

Risikofreudigkeit ist bekanntlich ein wichtiger Faktor im Börsenhandel. Allerdings warnt die US-Notenbank (Fed) in dieser Hinsicht vor steigendem Übermut an den Finanzmärkten. Nach Einschätzung der Währungshüter ist die aktuelle Lage zwar in vielfacher Hinsicht besser als noch vor einem Jahr zu Beginn der Corona-Krise befürchtet. In ihrem halbjährlichen Bericht zur Finanzstabilität weisen sie allerdings darauf hin, dass die Aussicht auf eine deutliche Wirtschaftserholung die Anleger auch risikofreudiger macht. "Die Investoren sind überschwänglich und erwarten einen starken Aufschwung", erklärte Fed-Gouverneurin Lael Brainard. "Daher ist es wichtig, die Risiken für das System genau zu beobachten und sicherzustellen, dass das Finanzsystem widerstandsfähig ist."

Besonders im Auge behalten will die Fed etwa den Markt der Gewerbeimmobilien. Die Pandemie könne dazu führen, dass hier die Nachfrage unter Druck gerate. Außerdem zeigen sich die Notenbanker wachsam, was die Möglichkeit abrupter Rückschläge an den Börsen angeht. Die Kommunikation über sogenannte Soziale Medien könne starke Kursausschläge in sehr kurzer Zeit befördern, hieß es in dem Bericht.

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(Foto: AP)

06:50 Uhr

Fernost-Anleger lauern auf US-Arbeitsmarktdaten

Nikkei
Nikkei 27.949,82

Die Börse in Tokio hat sich am letzten Handelstag der Woche zunächst stärker gezeigt, dann flachte die Gewinnkurve aber ab. Die Anleger in Fernost warteten mit Spannung auf US-Arbeitsmarktzahlen im Laufe des Tages, bei denen die Prognosen zwischen 700.000 und zwei Millionen neu geschaffenen Stellen schwankten. "Das könnte riesig werden", erklärte Research-Chef Chris Weston von Pepperstone in Melbourne in einem Schreiben an seine Kunden.

Der Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 29.365 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,5 Prozent.

m asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,1 Prozent auf 109,13 Yen und stagnierte bei 6,4602 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9074 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2064 Dollar und notierte auch kaum verändert bei 1,0950 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3902 Dollar.

06:34 Uhr

Nur Fliegen ist schöner - vor allem mit "grünem" Kerosin

Lufthansa
Lufthansa 10,33

Das ist doch einmal eine Ansage: Die Luftfahrtbranche will bis 2030 mindestens 200.000 Tonnen nachhaltig erzeugtes Kerosin verwenden. Darauf haben sich mehrere Ministerien sowie Verbände der Luftfahrt, der Industrie sowie der Mineralölwirtschaft verständigt. Ein entsprechendes Programm legten sie in Berlin vor. Die vereinbarte Menge entspricht demnach rund zwei Prozent des Verbrauchs aller von Deutschland aus startenden Flugzeuge im Jahr 2019 sowohl ins Inland als auch ins Ausland.

In dem gemeinsamen Fahrplan bis 2030 konzentrieren sich die Beteiligten auf neue Antriebstechnologien in Form des sogenannten Power-to-Liquid-Verfahrens (PtL). Vereinfacht beschrieben werden dabei aus elektrisch gewonnenem Wasserstoff und dem Zusatz von CO2 flüssige Kraftstoffe erzeugt. Die Technologie gilt als teuer. Reine Batterielösungen sind für den weltweiten Luftverkehr aber technisch kaum denkbar.

06:26 Uhr

Chinas Exportzahlen schießen regelrecht nach oben

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(Foto: picture alliance / Gaolei Hu / Costfoto)

Da lagen die Analysten aber richtig daneben. Chinas Außenhandel ist im April weiter stark um 37 Prozent gewachsen. Unerwartet kräftig legten die Exporte in US-Dollar berechnet um 32,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie der Zoll in Peking berichtete. Die Experten hatten eine leichte Abschwächung im Exportwachstum erwartet. Stark stiegen auch die Importe um 43,1 Prozent.

Die starken Wachstumszahlen erklären sich zum Teil auch durch die niedrige Vergleichsbasis im Vorjahr, als die chinesische Wirtschaft wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie stark eingebrochen war. Hinter dem starken Anstieg der Importe sahen Experten auch höhere Rohstoffpreise, die Erholung der heimischen Nachfrage und eine stärkere chinesische Währung.

06:09 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Nach den deutlichen Kursausschlägen der vergangenen beiden Tage hat es der Dax am Donnerstag etwas ruhiger angehen lassen. Die Handelsspanne betrug knapp 190 Punkte, zum Handelsende stand ein Plus von 0,2 Prozent bei einem Stand von 15.197 Zählern. Unter die Räder kamen die Hersteller von Corona-Impfstoffen, da die Diskussion über eine Freigabe der Patentrechte deutlich an Fahrt gewonnen hat und sich nach US-Präsident Joe Biden auch EU-Chefin Ursula von der Leyen dafür ausgesprochen hat. Zum Wochenschluss wird sich nun zeigen müssen, ob die Aktien von Biontech, Curevac, Moderna, Novavax und Pfizer bereits einen Boden gefunden haben.

Wie ebenfalls schon am Donnerstag wartet erneut eine wahre Zahlenflut auf die Anleger: So lassen sich etwa die Dax-Konzerne Siemens, BMW und Adidas in die Bücher blicken. Daneben warten auch Osram, Hensoldt, Jungheinrich und Krones mit Ergebnisausweisen auf. Drägerwerk, CTS Eventim und Dürr laden ihre Aktionäre zu Online-Hauptversammlungen. Von Konjunkturseite stehen etwa Daten zur deutschen und auch französischen Industrieproduktion auf der Agenda. Aus den USA folgen am Nachmittag noch frische Arbeitsmarktdaten.

 

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