Montag, 05. Februar 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:49 Uhr

Immer tiefer - Dax fällt sechsten Tag in Folge

Dax
Dax 13.070,72

Es geht auch zu Beginn der neuen Woche weiter abwärts für den Dax. Zu seinem Tagestief steht er mit 12.622 Zählern fast 1000 Punkte unter dem Allzeithoch, das er vor nicht mal zwei Wochen aufgestellt hat. Am Ende fällt das Minus etwas weniger dramatisch aus: Der Dax sinkt um 0,8 Prozent auf 12.687 Punkte.

Deutlicher sind die Verluste in der zweiten Reihe: Der MDax büßt 1,2 Prozent ein, der TecDax verliert sogar 1,8 Prozent. "Die Anleger werden vorsichtiger", so ein Aktienhändler. Nun müssten erst einmal die Level ausgelotet werden, auf denen die Investoren wieder ihr Geld an die Börse brächten. Dies könnte noch etwas dauern.

Nachdem fast alle Dax-Werte im Minus gestartet waren, gibt es am Ende doch noch ein paar Gewinner. Der größte ist Deutsche Börse, das Papier legt um 2,4 Prozent zu. Auch Infineon und Lufthansa verbessern sich um 1,2 bis 0,8 Prozent. Für Thyssenkrupp wird positiv bewertet, dass die Stahlarbeiter dem Fusionstarifvertrag zugestimmt haben. die Aktie steigt um 0,5 Prozent. Größte Verlierer sind die Papiere von Henkel, die rund 3 Prozent abgeben.

Noch ein Blick an die Wall Street: Dort dominiert weiterhin die Farbe Rot - auch wenn sich die großen Indizes von den deutlichen Verlusten nach Handelseröffnung wieder erholen. Der Dow-Jones-Index verliert zuletzt 0,6 Prozent auf 25.376 Punkte.

Damit dürfte es auch morgen wieder spannend an den Aktienmärkten werden. Schauen Sie dann doch wieder vorbei im "Börsen-Tag". Bis dahin wünsche ich Ihnen einen schönen Abend und eine angenehme Nacht.

Ihr Kai Stoppel

17:21 Uhr

Blackstone-Präsident warnt vor Einbruch des Aktienmarkts

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Tony James.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach Monaten der Euphorie mehren sich die pessimistischen Stimmen zum Fortgang der Kursentwicklung an den Aktienmärkten. Eine davon: Der Präsident der US-Investmentgesellschaft Blackstone, Tony James. Er bereitet Anleger auf ein Ende des ewig scheinenden Aufwärtstrends vor. Der Aktienmarkt sei "sehr, sehr gut bewertet" und könne in diesem Jahr "locker" um 10 bis zu 20 Prozent verlieren, sagte James dem Sender CNBC.

James glaubt, dass daran auch die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump ihren Anteil habe: Denn der Markt erwarte von den freiwerdenen Geldern steigende Gewinne der Unternehmen. Dabei sei völlig unklar, wie die Unternehmen das Geld verwenden werden - etwa, wie viel sie davon direkt an die Aktionäre weiterleiten, anstatt es zu investieren.

16:29 Uhr

iPhone X kostet in Indien jetzt 1700 Dollar

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(Foto: kwe)

Indien gilt als einer der teuersten Orte, um ein Smartphone zu kaufen. In fast unerschwingliche Höhen steigt zuletzt jedoch der Preis für Apples Edel-iPhone der Variante X. Wie die "Economic Times" berichtet, wird das Gerät (mit 256 GB) künftig für schlappe 109.000 Rupien zu haben sein - umgerechnet etwa 1700 Dollar. In den USA kostet das Gerät 1149 Dollar, hierzuland ist es teilweise bereits ab 1000 Euro (1242 Dollar) zu haben.

Hintergrund des rasanten Preisanstiegs in Indien sind die gestiegenen Einfuhrzölle auf Mobiltelefone, die von der Regierung unter Narendra Modi angekündigt worden waren.

16:15 Uhr

Machtwechsel - Neuer Fed-Chef legt Amtseid ab

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Experten erwarten, dass Powell die Strategie seiner Vorgängerin Yellen fortsetzen wird.

(Foto: dpa)

Die US-Notenbank Fed hat einen neuen Chef. Der Nachfolger von Janet Yellen an der Spitze der Fed, Jerome Powell, legte in Washington den Amtseid ab, wie die Zentralbank auf ihrer Internetseite mitteilte.

US-Präsident Donald Trump hatte den Währungshüter an die Fed-Spitze berufen und dafür den nötigen Segen des Senats erhalten. Per Videobotschaft machte Powell deutlich, dass die Notenbank auch unter seiner Führung Wachstum, einen soliden Arbeitsmarkt und Preisstabilität fördern wolle. Das Finanzsystem sei nun wesentlich stärker und widerstandsfähiger als vor der Finanzkrise: "So soll es bleiben."

16:02 Uhr

Conti will voll computergesteuerte Autos ermöglichen

Continental
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Der Zulieferer Continental arbeitet bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz für selbstfahrende Autos mit dem US-Chiphersteller Nvidia zusammen. Die beiden Firmen kündigten eine Partnerschaft zur Entwicklung von Computersystemen an, die von automatisierten Funktionen bis hin zu vollständig autonomem Fahren reichen, bei denen das Fahrzeug weder Lenkrad noch Pedale hat.

"Gemeinsam mit Nvidia werden wir eine vollständige, KI-basierte Lösung für selbstfahrende Fahrzeuge bereitstellen", kündigte Conti-Chef Elmar Degenhart an. Continental tüftelt seit längerem an Technologien für Roboterautos und kooperiert bereits mit dem chinesischen Suchmaschienenbetrieber Baidu.

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Autonomes Fahren demonstrierte Continental auf der IAA in Frankfurt mit einem VW Passat.

(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

 

15:44 Uhr

Erneuter Kursschock - Wall Street startet tief im Minus

Dow Jones
Dow Jones 27.908,94

An den Märkten hatte man nach dem höchsten Tagesverlust seit über einem Jahr am Freitag zum Wochenstart eigentlich mit etwas leichteren, aber stabilen Kursen an der Wall Street gerechnet.

Doch es kommt anders: Der Dow-Jones-Index fällt gleich zu Beginn rund 350 Punkte in die Tiefe auf 25.166 Punkte - ein Minus von 1,4 Prozent. Für den marktbreiten S&P 500 geht es rund ein Prozent runter auf 2733 Zähler. Im weiteren Handelsverlauf verringern sich die jeweiligen Verluste jedoch etwas.

Besonders übel erwischt es die US-Großbank Wells Fargo, deren Papier um 8,5 Prozent einbricht. Im Dow rutschen Boeing mit minus 2,7 Prozent ans Index-Ende.

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(Foto: AP)

 

15:07 Uhr

Superreiche verlieren 68,5 Milliarden durch Kursverfall

Warren Buffett ist bereits über Berkshire Hathaway an IBM beteiligt. Vielleicht aber auch bald an Yahoo?

Warren Buffett, Chef von Berkshire Hathaway, ist nun mehr als drei Milliarden Dollar ärmer.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ja, das muss wehtun: Der jüngste Kurssturz an den Börsen weltweit hat auch das Vermögen der 500 reichsten Menschen der Welt beeinträchtigt, wie "Bloomberg" berichtet. So büßten die Reichsten der Reichen am vergangenen Freitag 68,5 Milliarden Dollar ihres Vermögens ein.

Am härtesten traf es dabei Investorenlegende Warren Buffett, der 3,3 Milliarden Dollar seines Vermögens dahinschmelzen sah. Jetzt bleiben ihm nur noch 90,1 Milliarden Dollar übrig. Auch Amazon-Chef Jeff Bezos, der reichste Mensch der Welt, musste rund 3,2 Milliarden Dollar adieu sagen.

14:27 Uhr

Aus Bitcoin-Blase entweicht immer mehr Luft

Bitcoin in Dollar
Bitcoin in Dollar ,92

Man braucht schon viel Optimismus, um bei der Kursentwicklung der Kryptowährung Bitcoin nicht an das langsame Erschlaffen einer gewaltigen Spekulationsblase zu denken. Und im Laufe des Tages entweicht weiter Luft aus dieser Blase.

Laut der Webseite Coinmarktcap verliert der Bitcoin zuletzt fast 12 Prozent an Wert und sinkt deutlich unter 8000 Dollar auf nur noch 7730 Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit November vergangenen Jahres. Im Hoch hatte er Mitte Dezember auf einigen Plattformen noch rund 20.000 Dollar gekostet.

14:16 Uhr

Cyber-Policen - Allianz schmiedet Bündnis mit Apple

Allianz
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Was haben der deutsche Versicherungskonzern Allianz und der US-Techriese Apple gemeinsam? Sie wollen sich im wachsenden Geschäft mit Versicherungen gegen Computer-Kriminalität verbünden. Dritter im Bunde ist der US-Konzern Cisco. Teil der neuen Zusammenarbeit ist auch der weltgrößte Versicherungsmakler Aon.

Unternehmen, die sich gegen Angriffe aus dem Netz schützen und die Allianz-Police abschließen wollen, werden zunächst von Aon auf ihre eigenen Schutzmechanismen hin durchleuchtet. Zudem müssen sie eine Software des Netzwerk-Spezialisten Cisco und bestimmte Apple-Produkte nutzen. Im Schadenfall bekommen die betroffenen Unternehmen dann Hilfe von Aon oder Cisco.

Cyber-Versicherungen sind ein Hoffnungsträger der Branche. Experten erwarten in den nächsten Jahren ein Prämienvolumen von 10 bis 20 Milliarden Euro.

Cyber-Kriminalität

Cyber-Kriminalität ist ein wachsendes Problem für Unternehmen.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

 

13:45 Uhr

Ölpreise setzen ihre Talfahrt fort

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,30

Nachdem der Preis für ein Fass der Erdölsorte Brent Ende der Vorwoche nochmal auf rund 70 Dollar geklettert ist, geht es nach dem darauf folgenden Einbruch weiter bergab. Zuletzt kostet Barrel 67,68 Dollar und damit 1,3 Prozent oder 90 Cent weniger als am Freitgabend im US-Handel. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 61 Cent auf 64,84 Dollar.

Marktbeobachter erklären die fallenden Ölpreise unter anderem mit neuen Meldungen zur Fördermenge in den USA, die am Ölmarkt derzeit stark im Fokus steht. Neben der Sorge vor einem zu hohen Angebot auf dem Markt werden die Ölpreise auch durch den jüngsten Kursanstieg des US-Dollar belastet.

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(Foto: dpa)

12:59 Uhr

Skandal um Phantomkonten - Aktie von US-Großbank stürzt ab

Wells Fargo
Wells Fargo 48,62

Das dürfte kein guter Tag für Anleger der US-Großbank Wells Fargo werden: Bereits vorbörslich stürzt der Kurs um fast 9 Prozent ab. Hintergrund: In einem beispiellosen Schritt hatte die US-Notenbank Fed dem Finanzkonzern Wells Fargo vorerst ein weiteres Wachstum verboten.

Die Bank darf ihre Bilanzsumme von 1,95 Billionen Dollar erst wieder steigern, wenn sie Unternehmensführung und Kontrollen ausreichend verbessere. Unter anderem hat die Bank dadurch Aufsehen erregt, dass Mitarbeiter Phantomkonten im Namen ihrer Kunden eröffnet hatten, um interne Ziele zu erfüllen.

12:34 Uhr

Rekordjahr - Anleger stecken Billionen in deutsche Fonds

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(Foto: imago/blickwinkel)

Boomende Börsen und kräftige Nachfrage nach Fonds im Zinstief haben der Fondsbranche in Deutschland das beste Jahr ihrer Geschichte beschert. Ende 2017 verwalteten die Fondsgesellschaften die Rekordsumme von 3 Billionen Euro, wie der Bundesverband BVI mitteilte. Das sind 200 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Beispiel reine Aktienfonds: Nachdem im Vorjahr aus reinen Aktienfonds netto 1,7 Milliarden Euro abgeflossen waren, steckten Anleger 2017 unter dem Strich 18,2 Milliarden Euro frische Gelder in solche Fonds. Besonders beliebt sind dabei börsengehandelte Indexfonds (ETF), die einen Index nachbilden und nicht aktiv gemanagt werden.

12:15 Uhr

Warum Banken Bitcoin-Käufe mit Kreditkarte verbieten

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Es wird einsam um den Bitcoin: Nun erlaubt die britische Bankengruppe Lloyds Banking Group ihren Kunden ab sofort keine Kreditkarten-Käufe von Bitcoins und anderen Kryptowährungen mehr. Zu dem Konzern gehören unter anderem die Geldhäuser Lloyds, Halifax und Bank of Scotland.

Doch was hat die Bankengruppe für ein Problem mit den Bitcoin-Käufen? Damit sollen Kunden davor bewahrt werden, infolge der starken Kursschwankungen Schulden anzuhäufen, sagte eine Sprecherin. Per EC-Karte könnten die digitalen Währungen aber weiterhin gekauft werden. Na denn.

11:34 Uhr

Kommt der Crash? "Angstbarometer" steigt rapide

VDAX-NEW
VDAX-NEW 15,91

Angst essen Kurse auf (frei nach Fassbinder): Die Unsicherheit am deutschen Aktienmarkt nimmt zu und ist so hoch wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Abzulesen ist die am Volatilitätsindex VDax, der die Nervosität der Anleger misst: Er liegt zu Wochenbeginn mit 21 Punkten zeitweise auf dem höchsten Stand seit April 2017.

Seinen Rekord erreichte der VDax kurz nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Damals stieg er auf 85 Stellen. Während der Schuldenkrise einige Jahre später erreichte er einen Maximalwert von etwa 43 Punkten.

11:12 Uhr

Bitcoin verhält sich anders als Gold

Bitcoin in Dollar
Bitcoin in Dollar ,92

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde an den Märkten diskutiert, ob die Kryptowährung Bitcoin das neue, "digitale Gold" sein könnte. Aber die jüngste Entwicklung zeigt, dass der Bitcoin eine wesentliche Eigenschaft des Goldes nicht aufweist: Er ist kein "sicherer Hafen" in schlechten Börsenzeiten.

Denn ungeachtet abrutschender Börsenkurse rund um den Globus, zeigen sich Bitcoin und andere Cyberwährungen wenig resistent gegen die Baisse - im Gegenteil. Mit dem Bitcoin geht es weiter bergab, laut der Webseite Coinmarketcap verliert er zu Wochenbeginn mehr als 10 Prozent an Wert und fällt unter die Marke von 8000 Dollar. Ihm folgen andere wichtige Kryptowährungen wie Ether und Ripple nach unten, die ebenfalls jeweils mehr als 10 Prozent verlieren.

Da ist es gut, wenn man bei Bewährtem bleibt, mögen sich viele Anleger denken: Der Goldpreis legt nämlich wieder zu und steigt um 0,3 Prozent auf 1336 Dollar.

 

10:38 Uhr

Apple-Zulieferer fliegen aus Depots

Dialog Semiconductor
Dialog Semiconductor 44,83

Der Impuls kommt ganz offensichtlich von der Londoner Börse: Dort erleben die Aktien des britischen Apple-Zulieferers IQE einen düsteren Tag und verlieren knapp 15 Prozent auf ein Sechseinhalb-Monats-Tief von 89 Pence. In ihrem Sog geben die Titel anderer Apple-Lieferanten wie AMS, Dialog Semiconductor im TecDax und Laird bis zu 4,3 Prozent nach.

Auslöser für den IQE-Kurssturz wiederum ist ein kritischer Analystenkommentar. Den Experten des Analysehauses und Vermögensverwalters ShadowFall zufolge ist IQE an der Börse überbewertet. ShadowFall räumt in einer Zusatzinformation ein, auf den Kursverfall der IQE-Papiere zu wetten. IQE wies die Anschuldigungen als haltlos zurück.

10:24 Uhr

Eurozone in bester Phase seit zwölf Jahren

"Läuft bei Eurozone", würde man im Jugendsprech sagen: Im Januar nimmt die Wirtschaft in den Euroländern weiter an Fahrt auf. Die Wachstumsrate nähert sich dem höchsten Stand seit zwölf Jahren an.

Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, stieg auf 58,8 Zähler von 58,1 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut berichtete. "Sollte der Index dieses Niveau im Februar und März halten, würde die Eurozone im ersten Quartal 2018 um annähernd 1 Prozent auf Quartalsbasis wachsen", sagt IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson.

10:06 Uhr

Chinesisches Interesse an Daimler beflügelt Aktie

Daimler
Daimler 48,58

Mit Wohlwollen wird am Markt das chinesische Interesse an Daimler aufgenommen: Die Aktie legt in einem schwachem Umfeld leicht zu. Wie das Handelsblatt schreibt, könnte sich der chinesische Autokonzern Geely mit 3 bis 5 Prozent an Daimler beteiligen. Dieter Zetsche habe sich bereits mit Geely-Gründer Li Shu Fu getroffen.

"Das klingt nun schon relativ konkret", sagt ein Marktteilnehmer. "Die Kosten für Forschung und Entwicklung nehmen stark zu", ergänzt er.

 

09:21 Uhr

Dax sieht rot - Anleger auf der Flucht

Dax
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Durch die Bank tiefrot zeigen sich die Kurse im Dax. In wenigen Minuten sinkt der wichtigste deutsche Aktienindex um rund 150 Punkte oder 1,2 Prozent auf 12.634 Punkte. Seine vor einer Woche begonnene Talfahrt "krönt" der Leitindex gleichzeitig mit einem neuen Jahrestief. Das vor nicht mal zwei Wochen markiert Allzeithoch ist mittlerweile fast 1000 Punkte entfernt.

"Gleich drei Belastungsfaktoren setzen dem Dax im Augenblick gehörig zu: Die steigenden Renditen am US-Rentenmarkt, die jüngste Euro-Stärke sowie die Korrektur an der Wall Street", sagt Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. Die seit Tagen anhaltende Verkaufswelle an den New Yorker Börsen verschärfte sich am Freitag, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht zeigte, dass die Löhne so stark gestiegen sind wie seit fast neun Jahren nicht mehr. Börsianer rechnen nun mit mindestens drei Zinserhöhungen in den USA in diesem Jahr.

Unter den größten Verlierern zählt neben der Commerzbank erneut die Deutsche Bank. Die Titel verlieren 1,6 Prozent, nachdem sie am Freitag in Folge enttäuschender Geschäftszahlen bereits um 6,2 Prozent nach unten gerauscht waren. Zahlreiche Analysten senkten ihre Kursziele für die Aktien.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

07:38 Uhr

Dax dürften weitere Verluste bevorstehen

Dax
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Mit Anschlussverkäufen rechnen Händler zur Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten. "Die Korrektur frisst sich durch die Weltmärkte", sagt ein Händler mit Blick auf die deutlichen Abschläge in Tokio und anderen asiatischen Märkten. Die Dax-Indikatoren stehen am Morgen rund 0,7 Prozent im Minus bei etwa 12.618 Punkten.

  • Vom Umfeld kommt noch keine Beruhigung, die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen steigt in Asien auf 2,87 Prozent von 2,84 Prozent am späten Freitag.
  • Aus technischer Sicht drohe nach dem Bruch der 200-Tage-Linie eine deutliche Ausweitung der Korrektur. Erst eine Rückeroberung des gleitenden Durchschnitts bei 12.758 Punkten würde die Lage wieder entspannen.
  • Impulse könnten von Einkaufsmanagerindizes ausgehen sowie vom ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe in den USA. In Deutschland wird der Sentix-Konjunkturindex bekannt gegeben, der als guter Vorläufer des ifo-Index gilt. Daneben wartet der Markt auf den Fortgang der Berichtssaison.
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07:15 Uhr

Verkaufswelle erreicht Asien: Nikkei stürzt ab

Nikkei
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Die Sorgen vor negativen Auswirkungen eines steigenden Zinsniveaus auf die Aktienmärkte löst am Montag an den Börsen in Ostasien Ausverkaufsstimmung aus. Die Märkte schließen sich damit den bereits sehr negativen Vorgaben aus den USA und Europa vom Freitag an.

Zusätzlich für Vorsicht bei den Anlegern sorgt, dass viele Indizes auf oder knapp unter Rekord- oder Mehrjahreshochs notieren nach den kräftigen Anstiegen in den vergangenen Wochen. "Jeder wird jetzt vorsichtig", sagt Hisao Matsuura, Chefstratege bei Nomura Japan.

In Tokio stürzt der Nikkei-225 regelrecht ab um 3 Prozent auf 22.777 Punkte. Damit ist er auf Kurs zum größten Tagesminus seit dem 9. November 2016, als sich herauskristallisierte, dass Donald Trump überraschend die Präsidentenwahl in den USA gewinnen würde.

In Hongkong und Sydney geben die Indizes um 1,4 bzw 1,6 Prozent nach, in Seoul um 1,3 Prozent. Eine Ausnahme macht wie so oft der Markt in Shanghai, wo es um 0,7 Prozent nach oben geht. Hier dürfte stützend wirken, dass der von Caixin ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Januar höher als im Vormonat ausgefallen ist.

06:56 Uhr

Chinas Dienstleister werden trotz Boom skeptischer

Chinas Dienstleister sind mit Schwung in das Jahr 2018 gestartet. Die Firmen schafften das stärkste Wachstum seit fast sechs Jahren, wie aus dem am Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex hervorgeht.

Das Barometer stieg auf 54,7 Zähler im Januar von 53,9 Punkten im Vormonat und liegt damit deutlich über der Schwelle von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert.

Die Firmen profitierten von einem anziehenden Auftragseingang und stellten mehr neue Mitarbeiter ein. Zugleich blicken sie aber skeptischer in die Zukunft, das entsprechende Barometer fiel auf den niedrigsten Stand seit vier Monaten.