Montag, 26. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
17:40 Uhr

"Gemütlicher Aufgalopp": Dax erwartet Zahlenflut

Ein fulminanter Wochenstart sieht anders aus: Der Dax weist im Montagshandel eine Spanne von nicht einmal 100 Punkten auf, das Tagestief markiert der deutsche Börsenleitindex bei 15.237 Zählern, das Tageshoch bei 15.326 Stellen. Aber: Aus dem Handel verabschiedet sich der Dax 0,1 Prozent fester mit einem Schlusskurs von 15.296 Punkten. Die zwischenzeitlich leichte Belastung durch einen nicht ganz so stark wie erwartet gestiegenen Ifo-Index konnte eine positiv eröffnende Wall Street ausbügeln.

"Das war ein gemütlicher Aufgalopp in die Börsenwoche, den Ifo-Geschäftsklimaindex haben die Anleger lediglich zur Kenntnis genommen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die weiteren Handelstage dürften spannender werden: Zum einen steht eine Notenbank-Tagung der Federal Reserve an. Zum anderen steht eine wahre Zahlenflut auch hierzulande an", erläutert er. "Zudem legen US-Techgiganten wie Alphabet, Microsoft, Facebook und Apple ihre Ergebnisse vor."

Dax
Dax 15.406,32

Zum Wochenstart finden sich Volkswagen-Aktien an der Spitze der Dax-Verliererliste: Sie geben etwas mehr als ein Prozent ab. Händler verweisen auf die Chip-Knappheit, die den Wolfsburger Konzern ausbremsen könnte. Mehr als zwei Prozent gewinnen dagegen die Anteilsscheine von MTU und Deutscher Bank. Am Dienstag öffnet Europas Branchenprimus HSBC seine Bücher.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 210,65
MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 212,00

17:20 Uhr

Börsengang in Südkorea 2000-fach überzeichnet

Der Börsengang des südkoreanischen Batterie-Zulieferers SK IE Technology (SKIET) hat die höchste Nachfrage in der Geschichte der Börse in Seoul auf sich gezogen. Die 2,2 Billionen Won - etwa 1,63 Milliarden Euro - schwere Emission sei 2000-fach überzeichnet gewesen, teilt der Mutterkonzern SK Innovation mit, der auch deutsche Autobauer mit Batterien für Elektroautos beliefert. Normal sind Überzeichnungen im einstelligen Bereich. Die Aktien der Tochter SKIET wurden bei 105.000 Won, am obersten Rand der Preisspanne, zugeteilt. SKIET, ein Hersteller von Batterie-Separatoren, profitiert von der stark anziehenden Elektroauto-Nachfrage. SK Innovation behält nach dem Börsengang 61 Prozent der Anteile.

17:00 Uhr

Chip-Krise drückt VW-Kurs

VW geben 1,3 Prozent ab, sind damit schwächster Wert im Dax. BMW und Daimler können dagegen leichte Gewinne verbuchen. VW belasten Aussagen, wonach die Chipkrise noch stärker als bisher eingepreist bremse. So hatte Seat-Chef Wayne Griffiths zur Financial Times gesagt, die Knappheit könnte sich im zweiten Quartal sogar noch verschlimmern. Die Hoffnung auf eine Lösung verschiebt sich damit weiter in die Zukunft. Dies deckelte die Gewinnwachstumserwartungen nach oben, heißt es im Handel.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 210,65

 

Daimler
Daimler 73,97
BMW
BMW 84,32

 

16:28 Uhr

Jessica Alba bringt Babyprodukte-Firma an die Börse

Die Babyprodukte-Firma von Hollywood-Schauspielerin Jessica Alba peilt bei ihrem Börsengang eine Bewertung von mehr als 1,5 Milliarden Dollar an. Die 2011 als Hersteller von Babypflege ohne synthetische Zusätze gegründete Honest Co will 25,8 Millionen Aktien zum Preis von 14 bis 17 Dollar verkaufen. 110 Millionen Dollar davon sollen dem Unternehmen zufließen.

16:08 Uhr

US-Anleger greifen vor Tech-Bilanzen zu

Anleger in den USA zeigen sich vor den in dieser Woche anstehenden Quartalszahlen großer Tech-Konzerne optimistisch. Der technologielastige Nasdaq-Index legt zunächst 0,3 Prozent auf 14.056 Punkte zu. Der Dow-Jones-Index und der breit gefasste S&P-500 steigen jeweils 0,2 Prozent auf 34.124 beziehungsweise 4190 Punkte. Mit Spannung warteten Investoren zudem auf die geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch. Börsianer rechneten damit, dass Fed-Chef Jerome Powell seinen Kurs einer ultra-lockeren Geldpolitik bekräftigen wird.

"Der Markt befindet sich in einer Warteschleife und wartet auf die Big-Tech-Ergebnisse", sagte Thomas Hayes, Manager beim Vermögensverwalter Great Hill. "Wir könnten ein zweigeteiltes Ergebnis bei den Tech-Erträgen sehen, mit Werbeanbietern wie Facebook und Google, die sehr gut abschneiden, während Apple auf einen sehr harten Vergleich zum Vorjahr stößt." Facebook-Aktien ziehen zum Wochenstart rund ein Prozent an, Apple-Titel notieren wenig verändert.

Alphabet
Alphabet 2.278,38

 

Die Aktien von Tesla klettern vor Veröffentlichung des Quartalsberichts nach Börsenschluss um bis zu 2,7 Prozent. Analysten rechneten mit Rekordauslieferungen im ersten Quartal und einem Umsatzanstieg des Elektroautobauers.

Tesla
Tesla 480,45

15:47 Uhr

Corona-Impfstoff-Export: WTO appelliert an USA und Großbritannien

Die Welthandelsorganisation WTO hat in der Corona-Krise an die USA und Großbritannien appelliert, Impfstoff auch für den Export freizugeben. WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala bedankt sich zugleich bei der EU dafür, dass die Europäische Union, China und Indien auf ihrem Territorium produzierte Impfstoffe in größerem Umfang exportiert hätten. "Ich rufe die Staaten auf, die sie bisher noch nicht teilen oder exportieren, dies so schnell wie möglich zu tun", fügte sie an. Es wäre aus ihrer Sicht "großartig", falls die USA und Großbritannien sich darauf einlassen würden.

Es sei nicht akzeptabel, dass der Löwenanteil der Dosen in den Industrieländern geimpft werde, während in den ärmsten Ländern nur ein Bruchteil der Seren ankomme. "Impfnationalismus und Ungleichheit funktionieren nicht", mahnt die Nigerianerin, die seit Februar nach langem Führungsvakuum an der Spitze der WTO steht.

15:02 Uhr

Belebung des Reiseverkehrs: Lufthansa-Aktien gefragt

In der Hoffnung auf eine Belebung des Reise- und Urlaubsgeschäfts steigen Anleger wieder bei Werten dieser Branche ein. Der europäische Sektor-Index steigt um 1,1 Prozent. Zu den größten Gewinnern zählen Tui, Lufthansa und die British Airways-Mutter IAG mit einem Kursplus von jeweils mehr als drei Prozent. "Italien lockert die Pandemie-Restriktionen am Montag, Frankreich will dies im kommenden Monat tun und die Impfquoten steigen", schreiben die Analysten von Morgan Stanley. Darüber hinaus deuteten robuste Stimmungsindikatoren auf eine kraftvolle Konjunkturerholung in den kommenden Monaten hin.

IAG
IAG 2,33
Lufthansa
Lufthansa 10,72

 

14:46 Uhr

Vattenfall und Arcelormittal schmieden Wasserstoff-Bündnis

Der Energiekonzern Vattenfall und der Stahlkonzern Arcelormittal wollen in einem Bündnis mit weiteren Unternehmen in Hamburg das Zukunftsgeschäft mit Wasserstoff vorantreiben. "Wir wollen hier bis 2030 CO2-neutralen Stahl erzeugen", sagt der Chef von Arcelormittal Hamburg, Uwe Braun. Der Hamburger Wasserstoffverbund habe das Potenzial, bis 2030 jährlich eine Million Tonnen CO2 einzusparen. Ganz Hamburg kommt derzeit auf 16 Millionen Tonnen Ausstoß. Eine zentrale Rolle spielt der Standort des vor dem Abriss stehenden Vattenfall-Kohlekraftwerks Hamburg-Moorburg.

Dem Bündnis gehören insgesamt zwölf Unternehmen an. Hierzu gehören auch Airbus, Gasnetz Hamburg, Hamburger Hafen und Logistik, Shell und Mitsubishi Heavy Industries. Der vor Ort produzierte "grüne Wasserstoff" soll nicht nur in der Stahlerzeugung eingesetzt werden, sondern insgesamt fossile Brennstoffe in der industriellen Produktion sowie im Transport und Logistiksektor ersetzen.

"Der Standort Hamburg-Moorburg hat diverse Vorteile", betont Oliver Weinmann, Managing Director von Vattenfall Europe Innovation. Hierzu gehöre der Netzanschluss. "Der Standort ist sowohl an das nationale 380.000 Volt Übertragungsnetz als auch an das 110.000 Volt-Netz der Stadt Hamburg angebunden, durch den Moorburg mit dem Hamburger Hafen verbunden ist." Die Wasserstoffproduktion lasse sich zudem weiter ausbauen. Das Potenzial sei groß. "Wir gehen davon aus, dass 2025 die Elektrolyse in Betrieb geht. Parallel wollen wir das Kraftwerk zurückbauen."

14:05 Uhr

Börsengang von Laborkette Synlab fällt kleiner aus als gedacht

Der Börsengang von Europas größter Laborkette Synlab fällt mit bis zu 772 Millionen Euro Emissionsvolumen deutlich kleiner aus als geplant. Die Synlab-Papiere dürften mit 18 Euro am unteren Ende der Preisspanne zugeteilt werden, die bis 23 Euro reichte, wie die begleitenden Banken den Investoren mitteilen. Deshalb hätten sich die Alteigentümer des Münchner Unternehmens um den Finanzinvestor Cinven dazu entschieden, weniger Aktien zu verkaufen, sagte ein Banker. Sie hatten eigentlich ein Milliarden-Emissionsvolumen angepeilt. Doch die Investoren hätten in Frage gestellt, ob Synlab sein hohes Ertragsniveau auch nach der Corona-Pandemie werde halten können. Die Ratingagentur Fitch schätzt, dass ein Fünftel der Umsätze von Synlab zuletzt in Verbindung mit Corona standen.

Insgesamt sollen nun maximal 42,9 Millionen Aktien verkauft werden; ursprünglich sollten es bis zu 71,5 Millionen sein. Dem Unternehmen selbst fließen - unabhängig vom Ausgabepreis - 400 Millionen Euro aus einer Kapitalerhöhung zu. Die Aktien können noch bis Dienstag gezeichnet werden. Das Börsendebüt ist für Freitag geplant.

13:43 Uhr

Wall Street bleibt in Rekord-Schlagweite

Insgesamt dürfte sich der US-Aktienmarkt weiter in Schlagweite der zum Wochenschluss wieder angelaufenen Allzeithochs halten. In den USA läuft die Corona-Impfkampagne weiter auf Hochtouren, doch scheint die Pandemie in anderen Teilen der Welt wieder unbarmherzig zuzuschlagen, was Anleger etwas vorsichtig agieren lässt - gerade angesichts der hohen Bewertungen.

So hat die japanische Regierung den Pandemie-Notstand für die Großräume Tokio und Osaka ausgerufen und in Indien gerät die Pandemie immer deutlicher außer Kontrolle. "Das ist ein klarer Stimmungsdämpfer und steigert die Verunsicherung signifikant. Es ist ein Weckruf an Investoren, dass wir es im Laufe des Jahres mit dem großen Risiko eines Wiederaufflackerns von Covid-19 zu tun haben werden", sagt Marktstratege Hugh Gimber von JP Morgan Asset Management mit Blick auf Japan und Indien. Die Erwartung der globalen Konjunkturerholung werde daher etwas auf den Prüfstand gestellt, heißt es von anderer Seite. Auskunft könnte der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für März geben, der noch vor der Startglocke veröffentlicht wird.

13:00 Uhr

Rückstellungen überschatten Philips-Gewinnsprung: Aktien unter Druck

Eine 250 Millionen Euro schwere Rückstellung bei Philips wegen Qualitätsproblemen bei einigen Produkten verschreckt Anleger. Die Aktien der Medizintechnikfirma fallen in Amsterdam um drei Prozent, obwohl das Unternehmen einen überraschend starken Gewinnsprung verbuchte und die Gesamtjahresziele anhob. Die Rückstellungen sorgten für Frustration, da es in der Vergangenheit bei Philips mehrfach ähnliche Probleme gegeben habe, kommentieren die Analysten der Credit Suisse.

Der vergleichbare Umsatz des niederländischen Herstellers von Gesundheitstechnologie stieg 9 Prozent auf 3,83 Milliarden Euro und der bereinigte operative Gewinn (Ebita) um 74 Prozent auf 362 Millionen Euro, teilt Philips mit. Das lag über den Erwartungen der Analysten, die mit einem Ergebnis von 326 Millionen Euro gerechnet hatten. Der Nettogewinn blieb im ersten Quartal mit 40 Millionen Euro stabil, da Philips 250 Millionen Euro für Risiken im Zusammenhang mit einigen seiner Atemwegsbehandlungsgeräte zurückgestellte. Der Konzern erwartet nun ein "niedriges bis mittleres einstelliges Wachstum des vergleichbaren Umsatzes" im Jahr 2021, während der Konzern zuvor nur ein geringfügiges Zuwachs erwartet hatte.

Philips
Philips 46,34

12:44 Uhr

Einstieg der Italiener treibt Aktien von Rüstungskonzern Hensoldt auf Rekord

Der Einstieg des italienischen Rüstungskonzerns Leonardo hat die Aktie des deutschen Rüstungselektronik-Herstellers Hensoldt auf ein Rekordhoch von 17,40 Euro katapultiert. Anschließend pendelt sich das Kursplus bei etwas mehr als fünf Prozent um 16,40 Euro ein. Seit am vergangenen Mittwoch das "Manager Magazin" über die weiteren Verkaufsabsichten des Finanzinvestors KKR berichtet hatte, ging es für die Hensoldt-Papiere inzwischen um bis zu 23,5 Prozent aufwärts.

Für einen 25,1-Prozent-Anteil zahlten die Italiener KKR mit 23 Euro je Aktie einen um 35 Prozent höheren Preis, als der Bund für seine Sperrminorität hingelegt hatte, erklärte Commerzbank-Analyst Sebastian Growe. Der Leonardo-Einstieg unterstreiche erst einmal Hensoldts grundsätzliche Attraktivität. Vom Quartalsbericht Anfang Mai erhoffe er sich mehr Klarheit - auch ob die Italiener möglicherweise noch mehr vorhaben.

Seit dem Börsengang im September 2020 haben sich die Hensoldt-Aktien für die Anleger glänzend entwickelt. Zu zwölf Euro ausgegeben, steht für den SDax-Neuling inzwischen ein Buchgewinn von bis zu 45 Prozent zu Buche. Der Nebenwerteindex kletterte seither um 35 Prozent.

Hensoldt
Hensoldt 13,44

11:57 Uhr

Kühne & Nagel-Gewinn schnellt na nach oben

Stark sind die Zahlen von Kühne & Nagel ausgefallen. Das Logistik- und Gütertransportunternehmen erntet nun die Früchte der Erholung nach der Corona-Krise, die dank noch nicht voll ausgebauter Kapazitäten die Frachtraten nach oben schießen lässt. Das EBITDA schoss im ersten Quartal auf 611 Millionen Schweizer Franken nach nur 378 Millionen im Vorjahr und lag damit fast 41 Prozent über der Erwartung der Analysten, stellt Bernstein in einer Schnelleinschätzung fest. Der Gewinn je Aktie sprang von 1,15 Franken im Vorjahresquartal auf 2,64 Franken. "Und das, obwohl die Erholung des globalen Handels erst jetzt richtig Gas gibt", sagt ein Händler. Er rechnet daher mit weiteren Kursgewinnen in der Branche von Kühne & Nagel bis Möller Maersk.

Kühne+Nagel
Kühne+Nagel 257,90
Moeller-Maersk
Moeller-Maersk 2.102,00

 

11:11 Uhr

Bitcoin schlägt Erholungskurs ein

Bitcoin-Anleger nutzen die jüngste Talfahrt zum Wiedereinstieg. Die Cyber-Devise verteuert sich um rund fünf Prozent auf 52.923 Dollar, nachdem sie in den vergangenen beiden Wochen um knapp 30 Prozent eingebrochen war. "Der Schreck über mögliche Steuererhöhungen in den USA scheint fürs Erste überwunden", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends sei jedoch eine Eroberung der 60.000er-Marke nötig.

Bitcoin
Bitcoin 45.344,75

10:32 Uhr

China startet Konsumoffensive - am 1. Mai

China will mit einer Kampagne rund um die fünftägigen Ferien zum Tag der Arbeit am 1. Mai den privaten Konsum ankurbeln. Diese reicht von einer Konsumgüterausstellung in der südlichen Provinz Hainan bis hin zu einer einmonatigen Ausgabenkampagne in Shanghai einschließlich einer Auto-Show, wie der Sprecher des Handelsministeriums, Gao Feng, ankündigt. Andere Großstädte wie Peking, Chongqing und Suzhou würden ebenfalls die Werbetrommel rühren. E-Commerce-Plattformen wollen einen halben Monat lang Lebensmittel, Reisen sowie Kultur- und Sportprodukte von "Marken guter Qualität" fördern. Die Ausweitung des Inlandskonsums ist eine Priorität in Chinas wirtschaftlicher Strategie des "doppelten Kreislaufs", die von Präsident Xi Jinping ausgerufen wurde. Damit will der Exportweltmeister auch seine Abhängigkeit von ausländischen Märkten verringern.

Zu den geplanten Veranstaltungen in anderen Städten gehören eine Lebensmittelmesse in der Stadt Yangzhou in der östlichen Provinz Jiangsu und eine Messe in Guangzhou, auf der bekannte Marken präsentiert werden sollen. Die Stadt Haikou auf der subtropischen Insel Hainan - von Peking als wichtiges chinesisches Konsum- und Tourismuszentrum positioniert - wird vom 7. bis 10. Mai die erste Konsumgütermesse abhalten. Neben einheimischen Produkten sollen dort Marken aus 69 Ländern und Regionen präsentiert werden. Es werden über 10.000 Händler und mehr als 200.000 Besucher erwartet. Globale Marken wie Swatch, Shiseido, Dell und Tesla haben ihre Teilnahme Staatsmedien zufolge bereits zugesagt.

Chinas Einzelhandelsumsatz war im März um 34,2 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen - deutlich stärker als erwartet. Sie lagen auch 12,9 Prozent höher als im März 2019 - also vor der Pandemie.

10:16 Uhr

Ifo-Index steigt: "Infektionswelle und Engpässe dämpfen Erholung"

Die Stimmung der Firmen in Deutschland hellt sich trotz der dritten Corona-Welle im April leicht auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte minimal auf 96,8 Punkte von 96,6 Zählern im März und damit auf den höchsten Wert seit Juni 2019, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner Umfrage unter 9000 Managern mitteilt. Das ist der dritte Anstieg in Folge - was unter Fachleuten als konjunkturelle Trendwende gilt. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings sogar mit 97,8 Punkten gerechnet. "Die dritte Infektionswelle und Engpässe bei Vorprodukten dämpfen die Erholung der deutschen Wirtschaft", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten zwar ihre Lage günstiger als zuletzt, blickten aber skeptischer auf die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate.

Ökonomen trauen der deutschen Wirtschaft nach einem corona-bedingten Rückgang zum Jahresauftakt 2021 für das laufende zweite Quartal spürbares Wachstum zu. Für das Gesamtjahr rechnen die führenden Forschungsinstitute mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 3,7 Prozent.  

09:09 Uhr

Dax will zurück in die Spur

Nach der ersten Verlustwoche seit Ende Februar startet der Dax in den Montagshandel wieder mit einem Aufschlag. Der fällt mit 0,1 Prozent auf 15.290 Punkte aber gering aus. Das könnte sich am Vormittag ändern, wenn der Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht wird. "Sollte der deutlich besser ausfallen als erwartet, könnte das dem Markt Schub verleihen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Allerdings ist der Markt in diesem Jahr, trotz der letzten Verlustwoche, schon sehr gut gelaufen und da stellt sich die Frage, wie viel Hoffnung auf eine baldige Erholung der Wirtschaft bereits eingepreist ist", erläutert sie.

08:50 Uhr

Explodierende Corona-Lage in Indien - Ölpreis fällt

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REUTERS

Die kräftig steigenden Coronavirus-Infektionszahlen in Indien machen Rohöl-Anleger nervös. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligt sich um 0,6 Prozent auf 65,69 Dollar je Barrel. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt auf auf 61,86 Dollar.

Indien ist einer der größten Ölverbrauchsländer der Welt. Anleger befürchteten, dass neue Pandemie-Restriktionen die Nachfrage in dem wichtigen Abnehmerland dämpfen, sagt Kazuhiko Saito, Chef-Analyst des Brokerhauses Fujitomi.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 68,78

08:24 Uhr

BVB-Aktien schießen nach oben

Die gestiegenen Chancen auf einen Einzug in die Champions League beflügeln Borussia Dortmund (BVB). Die Aktien des Fußball-Bundesligisten steigen vorbörslich um fünf Prozent. Der BVB hat nach seinem 2:0-Sieg beim VfL Wolfsburg nur noch einen Punkt Rückstand auf den Tabellen-Vierten Eintracht Frankfurt.

BVB
BVB 6,45

07:59 Uhr

Kupfer wird immer teurer

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REUTERS

Ein drohender Angebotsengpass treibt den Preis für Kupfer auf den höchsten Stand seit fast zehn Jahren. Das Industriemetall verteuert sich um gut ein Prozent auf 9670 Dollar je Tonne. Im wichtigen Exportland Chile fordern einige Gewerkschaften im Streit um die Finanzierung der Pandemie-Folgen einen Generalstreik.

07:46 Uhr

Dax peilt Kursgewinne an

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Pläne für Steuererhöhungen in den USA und maue Bilanzen hatten die Stimmung am Freitag getrübt, der Leitindex hatte 0,3 Prozent auf 15.279 Punkte nachgegeben.

Zum Wochenstart warten Börsianer gespannt auf den Corona-Gipfel von Bund und Ländern. Dort dürften unter anderem Ausnahmen von den Pandemie-Restriktionen für Geimpfte diskutiert werden. Außerdem soll über eine Aufhebung der Impf-Priorisierung beraten werden.

Merck und Schaeffler werden heute mit Dividendenabschlag gehandelt.

Dax
Dax 15.405,01

07:12 Uhr

Italiener steigen bei deutschem Rüstungskonzern ein

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picture alliance/dpa

Hensoldt bekommt einen neuen Ankeraktionär. Wie die italienische Leonardo mitteilte, übernimmt der Raumfahrt- und Rüstungskonzern für 606 Millionen Euro 25,1 Prozent am deutschen Rüstungs- und Radartechnik-Konzern. Leonardo erwirbt dabei die Anteile vom US-Finanzinvestor KKR. Die frühere Airbus-Tochter Hensoldt liefert Bauteile für den Eurofighter sowie Drohnen.

Hensoldt
Hensoldt 13,44

Die ehemalige Airbus-Radarsparte wurde im September 2020 an die Börse gebracht. Im Dezember 2020 beschloss das Bundeskabinett den Erwerb einer Sperrminorität, um den Zugriff "unfreundlicher Mächte" auf Schlüsseltechnologien wie Sensorik und Verschlüsselungstechnik für den militärischen Einsatz zu verhindern.

Hensoldt-CEO Thomas Müller begrüßte den Einstieg der Italiener. Man habe mit Leonardo "einen zweiten langfristigen Ankeraktionär in unserem Unternehmen und einen starken potenziellen strategischen Partner, mit dem wir bereits erfolgreich an einer Reihe von Programmen zusammenarbeiten". Hensoldt wolle eine "entscheidende Rolle bei der Konsolidierung des europäischen Verteidigungsmarktes" spielen.

Leonardo-Chef Alessandro Profumo verspricht sich von der Investition eine stärkere Kooperation. Insgesamt wolle man eine aktive Rolle bei Partnerschaften innerhalb der europäischen Luftfahrt- und Rüstungsindustrie übernehmen.

Leonardo zahlt laut Mitteilung 23 Euro je Aktie für den Anteil, eine deutliche Prämie auf den Hensoldt-Schlusskurs von 15,58 Euro am Freitag. Damit wird der SDax-Konzern in der Transaktion insgesamt mit 2,4 Milliarden Euro bewertet.

Nach dem Verkauf an Leonardo werde die von KKR beratene Square Lux Holding II S.a r.l., eine Portfoliogesellschaft von Investmentfonds, noch rund 18 Prozent an Hensoldt halten. Bereits im März hatte KKR den Verkauf eines ebenfalls 25,1-prozentigen Anteil an die KfW im Auftrag der Bundesregierung vereinbart.

Leonardo, das zu 30,2 Prozent dem italienischen Staat gehört, zieht mit dem Erwerb mit der Bundesregierung gleich.

06:20 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Die Rally an den Börsen ist ins Stocken geraten: Der Dax war am Freitag noch einmal unter die 15.200er Marke gerutscht und bewegt sich nun knapp 220 Zähler unter seinem Allzeithoch. Das Umfeld bleibt aber nach wie vor positiv gestimmt, wofür nicht zuletzt die starken Quartalsberichte vor allem im Autosektor gesorgt haben. Die Berichtssaison geht auch in der neuen Handelswoche weiter und dürfte für Kursimpulse sorgen. Allerdings dürfte der Montagshandel eher zurückhaltend verlaufen.

Konjunkturseitig steht zwar nicht viel auf der Agenda. Mit dem um 10.00 Uhr anstehenden Ifo-Geschäftsklimaindex könnte es aber durchaus zu Kursbewegungen am Markt kommen. Am Nachmittag folgen aus den USA noch Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter. Aber auch was die Unternehmensseite angeht, ist zum Wochenstart eher Ruhe angesagt. Erst nach 22.00 Uhr legt dann allerdings mit Tesla ein wirkliches Wall-Street-Schwergewicht seine Ergebnisse offen.

Was den Handel zum Wochenschluss beeinflusst hat, lesen Sie hier.

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