Der Börsen-Tag
9. Juli 2026
imageHeute mit Diana Dittmer und Wolfram Neidhard
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10:26 Uhr

Klassische Branchen gefragt, Tech konsolidiert

Nach dem starken Anstieg der großen Techwerte rücken jetzt auch wieder andere Branchen in den Fokus der Anleger. Was das für Anleger bedeutet, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Benjamin Feingold von Feingold Research.

Klassische Branchen gefragt, Tech konsolidiert
10:02 Uhr

Was VW komplett verschlafen hat

Volkswagen stand einst für bezahlbare Autos für breite Bevölkerungsschichten. Heute fehlt aus Sicht von ntv-Reporterin Nadine Jantz vor allem eines: ein überzeugendes günstiges Elektroauto. Die eigentlichen Probleme müsse der Konzern selbst lösen - nicht die Politik.

Was VW komplett verschlafen hat
09:40 Uhr

Pralle Auftragsbücher bei Nordex

Die starke Nachfrage nach Windkraftanlagen hat Nordex die Orderbücher prall gefüllt. In den ersten sechs Monaten gingen Bestellungen für Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4,9 Gigawatt (GW) ein. Das entspricht einem Plus von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Allein im zweiten Quartal kletterte der Auftragseingang um 32,2 Prozent auf rund drei GW. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt Leistung lag bei 0,95 Millionen Euro gelegen und damit leicht über dem Vorjahreswert von 0,92 Millionen. Die Aufträge kamen den Angaben zufolge maßgeblich aus Deutschland, den USA und der Türkei.

Pralle Auftragsbücher bei Nordex
09:15 Uhr

Porsche weiter im Abwärtssog

Der Sportwagenbauer Porsche hat im ersten Halbjahr in allen Märkten Abstriche machen müssen - und daher erneut weniger Autos verkauft. Von Januar bis Juni setzen die Schwaben weltweit gut 122.300 Fahrzeuge ab. Das waren 16 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Auch im Vergleich zum Jahresbeginn hat sich die Situation damit leicht verschlechtert.

Als wesentliche Gründe werden die entfallenen Steuervergünstigungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge in den USA sowie die hohe Nachfrage nach dem vollelektrischen Macan im Vorjahreszeitraum genannt. Damals kam das Modell auf den Markt. Hinzu kommt das Produktionsende von Cayman und Boxster mit Verbrennungsmotor im Oktober 2025. Die Modellreihe lief unter anderem wegen Cybersicherheitsregeln aus. Direkte Nachfolger gibt es nicht. 

Porsche weiter im Abwärtssog
09:07 Uhr

Dax legt wieder los

Der deutsche Aktienmarkt startet wie erwartet fester. Der Dax gewinnt zum Auftakt 0,8 Prozent auf 25.099 Punkte. Die Ölpreise haben bereits am Vorabend begonnen, von ihren Tageshochs zurückzukommen. Am Morgen halten sie das etwas tiefere Niveau.

Die USA griffen in der Nacht zwar wieder Ziele im Iran an, US-Präsident Trump dämpfte am Vortag aber seine Aussagen zum Ende eines Waffenstillstands und sprach davon, keine vollständige Wiederaufnahme des Krieges zu planen. Händler sprachen davon, dass die Märkte die fragile Lage im Nahen Osten davor viel zu selbstgefällig behandelt hätten. Neue Risiken gebe es nicht, mit dem Kursrutsch am Vortag seien nur die schon immer bestehenden Risiken wieder realistisch bewertet worden.

Größter Gewinner sind Infineon mit plus 2,7 Prozent. Die rote Laterne halten Deutsche Telekom mit minus 1,5 Prozent.

Dax legt wieder los
08:45 Uhr

Exporte trotzen Nahost-Eskalation - viertes Plus in Folge

Die deutschen Exporteure überraschen. Im Mai legten die Warenexporte um 0,9 Prozent zu. Das ist der vierte Anstieg in Folge. Erwartet war ein Rückgang von 0,3 Prozent.

Getragen wird das Ganze von den USA. Dorthin gingen 14,1 Milliarden Euro Waren. Das ist ein Plus von 23,1 Prozent. Auch China kauft wieder mehr: Hier gibt es ein Plus von 7,1 Prozent.  Das Problem: Die Stimmung kippt. Das Ifo-Exportbarometer ist im Juni wieder gefallen. Grund ist die neue Eskalation im Nahen Osten. Trump hat das Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran für nichtig erklärt. Heißt: Die Zahlen sind stark. Der Ausblick laut Ifo aber nicht. Die Exporteure sind skeptisch wegen der geopolitischen Unsicherheit.

Exporte trotzen Nahost-Eskalation - viertes Plus in Folge
08:29 Uhr

Deutz baut Rüstungsgeschäft aus

Der Kölner Motorenhersteller Deutz will sein Rüstungsgeschäft mit einer milliardenschweren Übernahme vorantreiben. Der Konzern will für rund 1,6 Milliarden Euro die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft FFG übernehmen. Gemeinsam entstehe ein neuer führender Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen in Europa, heißt es.

Die Transaktion werde das profitable Wachstum beschleunigen. Das strategische Umsatz- und Margenziel 2030 von vier Milliarden Euro und zehn Prozent Ebit-Marge soll früher erreicht werden. Die bisherigen Eigentümerfamilien von FFG würden neue langfristig orientierte Ankeraktionäre von Deutz.

Deutz baut Rüstungsgeschäft aus
08:18 Uhr

Meta baut erstes KI-Rechenzentrum in Kanada

Und schauen wir noch einmal zurück auf Meldungen aus den USA: Der Facebook-Mutterkonzern Meta baut sein erstes Rechenzentrum in Kanada. Die Anlage in der Provinz Alberta soll eine Leistung von einem Gigawatt haben und 9,17 Milliarden Dollar kosten. Es ist das weltweit 33. Rechenzentrum von Meta und soll so viel Strom verbrauchen wie rund 800.000 Haushalte.

Um den Energiebedarf zu decken, schließt Meta einen langfristigen Vertrag mit dem Pipeline-Betreiber Pembina über ein neues Gaskraftwerk ab, das Ende 2030 in Betrieb gehen soll. Mit der Investition treibt Meta den Ausbau seiner KI-Infrastruktur weiter voran. Alberta punktet dabei mit günstigem Erdgas und kühlen Temperaturen für die Kühlung der Server.

Meta baut erstes KI-Rechenzentrum in Kanada
07:51 Uhr

Zehn Prozent Plus in zwei Tagen: Steigt der Ölpreis weiter?

Der Ölpreis hat seine Gewinne vom Vortag nur noch leicht ausgebaut. Seit Dienstag verteuerten sich Brent und WTI um jeweils rund zehn Prozent. Händler begründen den Anstieg mit der wieder aufgeflammten Lage im Nahen Osten und neuen US-Angriffen auf den Iran. Gleichzeitig dämpfte US-Präsident Donald Trump aber die Aussagen zu einem möglichen Kriegsende.

Analysten erwarten, dass die Brent-Futures in den kommenden Tagen am stärksten zulegen könnten, falls der Tankerverkehr durch die Meerenge wieder zurückgeht. Die Märkte hätten die Risiken zuvor zu selbstgefällig behandelt und diese nun realistischer eingepreist.

Zehn Prozent Plus in zwei Tagen: Steigt der Ölpreis weiter?
07:40 Uhr

Dax dürfte wieder Tritt fassen

Der Dax wird heute voraussischtlich fester in den Handel starten. Die Terminkontrakte liegen am Morgen knapp 200 Punkte im Plus. Am Mittwoch war der deutsche Leitindex noch um 2,2 Prozent auf 24.897,45 Punkte abgerutscht.

Grund für die schlechte Stimmung war die Angst vor einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Das US-Militär hatte am Mittwoch neue Angriffe auf den Iran geflogen. Auch die Protokolle der Fed-Sitzung und der Blick auf die deutschen Exporte mit einem erwarteten Rückgang um 0,3 Prozent stehen im Fokus. Zudem berät der VW-Aufsichtsrat am Nachmittag über den Umbau des Konzerns.

Dax dürfte wieder Tritt fassen
07:28 Uhr

Steigende Erzeugerpreise in China wecken Hoffnungen

Sehr positiv werden am Morgen die neuen Inflationsdaten aus China aufgenommen, vor allem der Anstieg der Erzeugerpreise (PPI) um 4,1 Prozent zum Vorjahr. "Das unterstreicht die fortlaufende Belebung der chinesischen Wirtschaft", kommentiert ein Händler: "Die Korrelation vom PPI zu den Industriegewinnen ist sehr hoch, das weckt die Hoffnung auf eine strukturelle Belebung in China". Schließlich sei dies erst der vierte Monat in Folge, in dem es wieder einen PPI-Anstieg gebe. Davor sei China seit Herbst 2022 in einer Deflation gewesen. Steigende Preise auf Unternehmensseite seien aber eine Grundlage dafür, dass wieder langfristig investiert werde.

Steigende Erzeugerpreise in China wecken Hoffnungen
07:07 Uhr

Neue Linie unter Fed-Chef Kevin Warsh - Fokus klar auf Inflation

Werfen wir einen Blick zurück in die USA: Die Fed-Protokolle der Juni-Sitzung, die am Vorabend veröffentlicht wurden, zeigen klar einen härteren Kurs unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh.

Hier das Wichtigste zusammengefasst:·      

* Kurswechsel: Warsh schwört Fed auf Inflationsbekämpfung ein. Der Hinweis auf Zinssenkungen wurde aus dem Begleittext gestrichen.

* Inflation bleibt hoch: Die PCE-Teuerung stieg im Mai wegen Energiepreisschub durch Iran-Krieg auf 4,1 Prozent nach 3,8 Prozent im April. Ziel sind 2,0 Prozent.

* Zinsen: Die Wirtschaftshäuser haben den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Eine Straffung im Jahresverlauf ist aber weiter möglich. Warsh beteiligte sich nicht am Zinsausblick.

Fazit: Die Fed unter Warsh priorisiert Preisstabilität klar vor schneller Lockerung. Die Zinssenkungsfantasie rückt damit weiter nach hinten. Den Markt ließ die Veröffentlichung kalt.

Und so schloss die Wall Street:

Neue Linie unter Fed-Chef Kevin Warsh - Fokus klar auf Inflation
06:51 Uhr

Tech-Werte stützen Asien-Börsen

Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Wochen getrieben und die Anleger verunsichert. Eine Erholung bei Technologiewerten stützte jedoch die asiatischen Aktienmärkte. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,8 Prozent. Der japanische Nikkei-Index legte um 2,3 Prozent zu.

In Südkorea sprang der Kospi um 3,8 Prozent nach oben, angetrieben von Kursgewinnen bei den Chip-Herstellern Samsung und SK Hynix. Der Anstieg der Ölpreise schürte Inflationssorgen und nährte die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in diesem Jahr doch noch anheben könnte. "Der Markt scheint im Moment noch davon auszugehen, dass der Konflikt letztlich deeskaliert", sagte Chris Weston, Analysechef bei Pepperstone. "Dennoch verstehen die Händler, dass man aufgeschlossen bleiben muss."

Tech-Werte stützen Asien-Börsen
06:30 Uhr

Das wird heute für den Dax wichtig

Das Ende der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat den Dax gestern deutlich unter die Marke von 25.000 Punkten gedrückt. US-Präsident Donald Trump hatte den Waffenstillstand mit dem Iran als beendet bezeichnet. Dem waren erneute gegenseitige Angriffe vorausgegangen, offenbar ausgelöst durch iranische Angriffe auf Handelsschiffe. Daraufhin hatten die USA auch Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe wieder eingesetzt. Letztlich stand beim Dax ein Minus von 2,23 Prozent auf 24.897 Zähler zu Buche. 

Bei Europas größtem Autobauer geht es heute ums Ganze. Der Aufsichtsrat von Volkswagen tritt am Nachmittag zusammen, um über den Umbau des Unternehmens zu beraten. Dabei stehen vier Werke in Deutschland und Zehntausende Arbeitsplätze auf dem Spiel. Volkswagen-Chef Oliver Blume will so sein Unternehmen wetterfest machen und die Rendite auf acht bis zehn Prozent treiben. Allerdings haben die Arbeitnehmer bereits Widerstand gegen die Pläne angekündigt.

Die deutschen Exporteure dürften im Mai mit Gegenwind gekämpft haben. Experten erwarten, dass die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent zurückgegangen sind. Im April hatte es noch einen Zuwachs von 0,9 Prozent gegeben. Sollte das Pendel im Mai in die andere Richtung ausschlagen, wäre dies ein weiterer Dämpfer für die ohnehin angeschlagene Wirtschaft. Diese hatte zuletzt allerdings positiv überrascht. Denn die Produktion wurde im Mai weit stärker als erwartet hochgefahren: Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,9 Prozent mehr her.

Das wird heute für den Dax wichtig