Der Börsen-TagDer Dax ist in die 25.000 eingezogen
Es geht doch: Der Dax hat die psychologisch wichtige 25.000er-Marke geknackt. Nachdem er sich mehrere Handelstage in Folge daran auf Schlusskursbasis die Zähne ausgebissen hatte, überwand er die Schwelle im gestrigen Geschäft und ging 0,4 Prozent höher mit einem Stand von 25.027 Zählern aus dem Handel. Erleichterung herrschte vor allem darüber, dass US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian das Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges unterzeichnet haben.
Heute richtet sich der Blick auf die deutschen Erzeugerpreise. Diese dürften im Zuge des Ölpreisanstiegs durch den Iran-Krieg weiter kräftig angezogen haben. Die Hersteller gewerblicher Produkte - von Lebensmitteln bis hin zu Industriegütern - könnten im Mai 2,5 Prozent mehr verlangt haben als ein Jahr zuvor, wenn Ökonomen mit ihrer Prognose richtig liegen. Bereits im April hatten die Erzeuger an der Preisschraube gedreht und 1,7 Prozent mehr aufgerufen als ein Jahr zuvor. Das war der höchste Anstieg seit Mai 2023. In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten deshalb als frühes Signal für die allgemeine Inflation.
Zudem wollen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bauministerin Verena Hubertz in Frankfurt mit Investoren und Immobilienverbänden über die aktuelle Lage reden. Aus Sicht der Branche ist der Austausch dringend nötig, um Investitionen in den seit Jahren schwächelnden Wohnungsmarkt wieder anzukurbeln. Investoren sind unter anderem wegen gestiegener Kosten, staatlicher Auflagen und derzeit schwieriger Finanzierungsbedingungen zurückhaltend. In Deutschland müssen deutlich mehr Wohnungen gebaut werden, um vor allem in Großstädten den Bedarf zu decken.
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