Der Börsen-Tag"Der Dax tanzt zur Zukunftsmusik"
Mit frischen Konjunkturhilfen der chinesischen Regierung und der Aussicht auf ein erstes Abkommen im Handelsstreit zwischen Peking und Washington im Rücken beginnt das neue Börsenjahr freundlich. Der Dax baut bis zum Mittag sein Plus auf 0,9 Prozent auf 13.368 Punkte aus. Der MDax legt 0,8 Prozent auf 28.532 Stellen zu. Der TecDax klettert um 1,2 Prozent auf 3050 Zähler. Der EuroStoxx50 gewinnt ebenso 1,2 Prozent auf 3786 Punkte.
Die Hoffnung auf bessere konjunkturelle Rahmenbedingungen durch die Handels- und Geldpolitik lebe weiter, sagt Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. "Der Dax tanzt zu dieser Zukunftsmusik ins neue Jahr."
Die Hoffnung auf eine anziehende Weltwirtschaft hilft auch den Ölpreisen nach oben. Zudem spekulierten Investoren aufgrund der politischen Spannungen zwischen den USA und dem Irak zunehmend auf mögliche Versorgungsengpässe. Die Nordseesorte Brent verteuert sich leicht auf 66,21 Dollar je Barrel.
Mit der Hoffnung auf eine anziehende Konjunktur sinkt zugleich das Interesse der Investoren an sicheren Anlagehäfen wie Anleihen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg auf minus 0,166 Prozent. Das ist der höchste Stand seit sieben Monaten. Die Rendite der fünfzehnjährigen Titel kletterte erstmals seit einem halben Jahr knapp über null.
Europaweit zählen die Aktien von Banken zu den größten Gewinnern: Der Branchenindex stieg um 1,7 Prozent. An der Dax-Spitze kletterten die Titel der Deutschen Bank um bis zu 5,2 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 7,28 Euro. Bei den deutschen Nebenwerten stieg die Commerzbank um mehr als sieben Prozent.