Der Börsen-Tag"Der Optimismus ist wahrscheinlich etwas verfrüht"
Die Anleger an den asiatischen Börsen sind in Erwartung an die angekündigten Gegenzölle in den USA zwar verunsichert, aber der Fall des Yen hat die Stimmung wieder etwas aufgehellt. Die japanische Börse tendiert fester. In Tokio legt der Nikkei-Index 1,3 Prozent auf 39.485,30 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notiert 1,2 Prozent höher bei 2.764,90 Zählern. "Letzten Monat wurden die japanischen Aktien von der Sorge über die Stärke des Yen nach unten gezogen. Diese Sorgen haben sich jedoch vorerst gelegt, da der Yen gegenüber dem Dollar gefallen ist", sagt Fumio Matsumoto, Chefstratege bei Okasan Securities. Eine schwächere japanische Währung wirkt sich tendenziell positiv auf die Aktien der Exporteure aus, da sie die Bewertung der im Ausland erzielten Gewinne in Yen erhöht, wenn die Unternehmen sie nach Japan zurückführen.
Chinesische Blue Chips tendieren unverändert, während der Hang Seng Index in Hongkong seinen Aufwärtstrend fortsetzt und mit einem Plus von ein Prozent ein neues Viermonatshoch erreicht. Der Shanghai Composite verliert 0,1 Prozent auf 3.342,22 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,1 Prozent auf 3.914,67 Punkte.
Die Sorgen um einen globalen Handelsstreit halten auch in Asien weiter an, und auch das Gespräch zwischen Putin und Trump zum Thema Friedensabkommen im Ukraine-Krieg haben die Anleger im Blick. "Der Optimismus ist wahrscheinlich etwas verfrüht", sagt Kyle Rodda, ein leitender Analyst bei Capital.com. "Frühe Entwürfe eines Friedensabkommens durch die Vereinigten Staaten beinhalteten Verpflichtungen seitens der Ukrainer, nicht auf eine NATO-Mitgliedschaft zu drängen und Territorium aufzugeben. Ein solches Zugeständnis ist eine große Forderung, insbesondere angesichts des mangelnden Vertrauens, dass die Russen sich nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt für den Frieden einsetzen werden", so Rodda weiter.