Der Börsen-TagDeutsche Bank im Blickpunkt der Anleger
Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Dienstag war er kaum verändert bei 12.835,28 Punkten aus dem Handel gegangen. Die Furcht vor einer zweiten Welle in der Corona-Pandemie hatte zuletzt die Kauflaune gebremst. Vor allem in den USA breitet sich der Erreger rapide aus, aber auch in mehreren europäischen Staaten stecken sich in der Urlaubszeit wieder mehr Menschen an.
"Die Regierungen wissen jetzt deutlich besser, wie sie mit dem Virus umgehen müssen, aber es sieht so aus, als ob die Wirtschaft nur bis zu einem gewissen Grad wieder geöffnet werden kann, bevor die Neuinfektionen wieder ein Thema werden", sagte David Madden, Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. "Es ist ein Schritt nach vorne und zwei zurück."
Deutsche BankIm Blickpunkt der Anleger dürfte die Deutsche Bank mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal stehen. Die Corona-Krise hat dort Spuren hinterlassen. Unter dem Strich - also nach Abzug von Zinszahlungen für Nachranganleihen - stand vor allem wegen einer höheren Risikovorsorge für faule Kredite ein Verlust von 77 Millionen Euro, wie das größte deutsche Geldhaus am Morgen mitteilte. Vor Steuern erzielte das Institut einen Gewinn von 158 Millionen Euro. Von der Bank befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem niedrigeren Gewinn gerechnet.Daneben stehen die Zahlen von BASF, der Deutschen Börse, Puma, Boeing, GE, General Motors und dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline auf der Tagesordnung.