InfografikDeutsche Inflation verharrt im November bei 2,3 Prozent
Die Inflation in Deutschland hält sich hartnäckig über der Zwei-Prozent-Marke. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im November um durchschnittlich 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung ermittelte. Im Oktober war die Inflationsrate auf 2,3 Prozent gefallen, nachdem sie im September mit 2,4 Prozent einen Jahreshöchststand markiert hatte. Ökonomen hatten diesmal einen Anstieg auf 2,4 Prozent erwartet. Von Oktober auf November sanken die Kosten für die Lebenshaltung um 0,2 Prozent.
Entlastet wurden die Verbraucher durch billigere Energie: Dafür mussten 0,1 Prozent weniger bezahlt werden als ein Jahr zuvor. Im Oktober war das Minus mit 0,9 Prozent kleiner ausgefallen. Dienstleistungen verteuerten sich erneut um durchschnittlich 3,5 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel zogen um 1,2 Prozent an, nach 1,3 Prozent im Vormonat. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, lag bei 2,7 Prozent.
Der Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger, sagte dazu: "Die Inflationsrate liegt weiterhin undramatisch über 2,0 Prozent. Immerhin stimmt die Perspektive, die einen baldigen Rückgang erwarten lässt. Inflationssorgen sind auch wegen der voraussichtlichen Entlastung durch die Energiepreise gering. Im ersten Halbjahr 2026 dürfte die Inflationsrate eng bei 2,0 Prozent liegen. Auch wegen des gestiegenen HVPI signalisiert die deutsche Vorgabe der EZB, die Leitzinsen nicht weiter zu senken."