Der Börsen-TagDeutscher Autozulieferer bis Ende 2025 gerettet
Der angeschlagene Autozulieferer Leoni kann aufatmen. Die Mehrheit der neun Gläubigerbanken verlängert ihre Kredite um knapp drei Jahre bis Dezember 2025. Es gebe eine Grundsatzeinigung mit dem Konsortium, teilte Leoni mit. Die kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie vereinbarten Kreditlinien wären Ende des Jahres ausgelaufen. Dafür verspricht Leoni den Banken die Erlöse aus dem im Mai vereinbarten Verkauf des Kabelgeschäfts mit der Autoindustrie an die thailändische Stark Corporation - bis zu 442 Millionen Euro. Weitere 132 Millionen Euro sollen mit einer Kapitalerhöhung und einer Pflichtwandelanleihe hereinkommen, die Leoni Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres begeben will. Der Erlös daraus geht an vier Banken, die ganz aus ihrem Leoni-Engagement aussteigen wollen.
Mit dem Geld kann Leoni seine insgesamt 1,3 Milliarden Euro schwere Schuldenlast um knapp 600 Millionen drücken. Die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine hatten die Probleme von Leoni zuletzt noch verschärft. Das Unternehmen produziert einen Teil seiner Kabelbäume für die Autoindustrie in der West-Ukraine und musste die Fertigung zum Teil verlagern.