Der Börsen-TagDeutscher Digitalkamera-Hersteller baut 200 Stellen ab
Der Bildverarbeitungs-Spezialist Basler korrigiert nach einem Umsatzeinbruch seine kurz- und mittelfristigen Erwartungen drastisch nach unten und rechnet 2023 mit roten Zahlen. Der Vorstand des Herstellers von Digitalkameras aus Ahrensburg bei Hamburg erwarte eine Erholung der Nachfrage nicht vor Anfang des nächsten Jahres, erklärt Basler. Zudem werde sie sich länger hinziehen. Statt des geplanten Umsatzes von 235 bis 265 Millionen Euro sei 2023 nur noch mit 200 bis 215 Millionen zu rechnen. Auch im kommenden Jahr werde der Umsatz noch unter dem Wert von 2022 liegen. Damals waren es 272,2 Millionen Euro. Die für 2025 anvisierten 400 Millionen Euro seien "zu ambitioniert", räumte Basler ein.
Vor Steuern werde das Unternehmen in diesem Jahr mit 12 bis 20 Millionen Euro in die roten Zahlen rutschen, heißt es. 11 bis 13 Millionen davon entfielen auf die Kosten für ein Sanierungsprogramm, im Zuge dessen 200 der mehr als 1000 Stellen abgebaut werden sollen. Ein laufendes Sparprogramm werde fortgesetzt. Im vergangenen Jahr stand noch ein Vorsteuergewinn von 28,3 Millionen Euro zu Buche, im ersten Halbjahr 2022 schaffte Basler dank der ersten Sparmaßnahmen mit 0,2 (Vorjahr: 14,8) Millionen Euro gerade noch die Gewinnschwelle. Der Umsatz ging um elf Prozent auf 116,1 Millionen Euro zurück, der Auftragseingang brach sogar um 36 Prozent ein.