Der Börsen-TagDevisenexperten sagen Euro kräftigen Wertverlust voraus
Mit der aktuellen Zinsstruktur und angesichts diverser Unsicherheitsfaktoren wird der Abwertungsdruck auf den Euro nach Ansicht von Devisenexperten der Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) in den nächsten Monaten anhalten. Bis zur Jahresmitte 2019 sind ihrer Ansicht nach Kurse von 1,08 US-Dollar wahrscheinlich.
"Unsicherheit um den weltweiten Handel bedeutet für das Wachstum in der Eurozone Gegenwind", heißt es von der Bank. In politischer Hinsicht gebe es mehrere wichtige Ereignisse wie den Brexit Ende März und die Wahlen zum Europaparlament im Mai, so die Analysten weiter.
Die politischen Unruhen in Frankreich und die Budgetplanung in Italien zeigten derweil, dass die Zeiten strengen Sparens in Europa vorüber seien. Die steigenden Anleiherenditen seien vor diesem Hintergrund wahrscheinlich kein Indikator für anziehende Inflation.
Die Gemeinschaftswährung geriet heute wegen schwacher europäischer Konjunkturdaten unter Druck - sie rutschte unter die Marke von 1,13 Dollar. Am Mittag notierte der Euro bei 1,1281 US-Dollar.