Der Börsen-TagDie Hoffnung stirbt zuletzt an der Wall Street
Anleger an der Wall Street wetten weiter auf zusätzliche Konjunkturhilfen der US-Regierung. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 legten zur Eröffnung am Donnerstag jeweils etwa 0,3 Prozent zu. "Alle Realisten stellen sich aber darauf ein, dass es vor der Wahl keine Einigung geben wird", sagte Robert Pavlik, Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter SlateStone. Am 3. November stellen sich US-Präsident Donald Trump sowie Teile des Kongresses zur Wiederwahl.
Besser als erwartet ausgefallene US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe spielen an den Börsen allerdings keine Rolle. Insgesamt 787.000 Anträge wurden gestellt und damit deutlich weniger als die erwarteten 875.000. Allerdings hatte sich der Markt zum einen bereits im Vorfeld der Zahlen deutlich erholt.
Unterstützung erhielten die US-Börsen außerdem von ermutigenden Firmenbilanzen. So stiegen die Aktien von Coca-Cola um zwei Prozent. Dank seines Sparkurses habe der weltgrößte Getränke-Hersteller einen Quartalsgewinn über Analystenprognosen vorgelegt, kommentiert Kevin Grundy von der Investmentbank Jefferies. Der Absatz habe die geringen Erwartungen ebenfalls übertroffen.