Der Börsen-Tag"Die Zinserwartungen brechen zusammen"
Der DAX dürfte die Gewinne vom Donnerstagnachmittag sowie die weiteren Aufschläge aus dem Späthandel erst einmal mehr oder weniger verteidigen. Gerechnet wird mit einer DAX-Eröffnung knapp oberhalb der 15.000er-Marke und damit auf dem Niveau, das der Leitindex zum Handelsschluss an der Wall Street erreicht hatte. "Die Zinserwartungen brechen zusammen, das stützt den Markt", so ein Marktteilnehmer.
Nachdem die EZB am Donnerstag die Möglichkeit einer Zinspause angedeutet hat, wird an der Wall Street für die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche nun nur noch mit einer Erhöhung um 25 Basispunkte gerechnet. Und im Verlauf des zweiten Halbjahrs könnte die Fed die Leitzinsen schon wieder deutlich senken. Neben der Bankenkrise habe auch der freie Fall der Ölpreise die Inflationserwartungen in den USA kräftig gedrückt. "Selbst mit einer einzigen Zinserhöhung läge der Leitzins wieder über der Inflationserwartung, wäre also in diesem Sinne positiv", so der Marktteilnehmer. In der Eurozone könne davon allerdings noch lange nicht die Rede sein.
Bis zum Mittag dürfte der Handel aber ganz im Schatten des sogenannten Hexensabbats (Großer Verfall) verlaufen. Am Mittag verfallen die März-Futures und -Optionen, am Abend die Einzelaktien auf den DAX. Für die Index-Optionen und -Futures gilt ein Abrechnungspreis von 15.000 Punkten als möglich, so dass der DAX erst einmal um diese Marke notieren könnte.