SDax-Rekord - Kleinwerte bleiben im Rally-Modus
Die Rally in der zweiten und dritten Reihe gönnt sich keine Pause. Der SDax steigt auf neue Allzeithochs, der TecDax auf den höchsten Stand seit Anfang 2001. "Small- und Midcaps bleiben das große Hausse-Thema", sagt ein Marktteilnehmer. Ein Ende der Outperformance sei nicht in Sicht.
"Der TecDax sollte sich nun über 2.400 Punkten etablieren", so die Marktanalysten von Commerzbank Technical Analysis and Index Research. Beim SDax liege das nächste Etappenziel bei 12.000 Punkten. TecDax plus 0,5 Prozent auf 2.397 Punkten, SDax plus 0,7 Prozent auf 11.788 Punkten.
Bericht über Fusion treibt Telekom an Dax-Spitze
Deutsche Telekom bauen die Gewinne weiter aus. Mit einem Plus von 3 Prozent liegen sie an der Spitze der Dax-Gewinner und haben damit Lufthansa überholt. Grund ist ein CNBC-Bericht zu "Merger-Talks" zwischen T-Mobile US und Sprint. "Deutsche Telekom waren zuletzt auf einem Jahrestief", sagt ein Händler. Die überverkaufte Situation erkläre die starke Gegenbewegung.
Telekom
Konkurrenten übernehmen erste Air-Berlin-Routen
Erst vor wenigen Tagen hatte die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin das Aus für ihre Karibik-Verbindungen ab Düsseldorf verkündet - nun stoßen die Fluglinien Condor und Easyjet in die Lücke vor.
Condor werde ab dem 1. November von Düsseldorf aus Ziele in der Karibik ansteuern, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Auch die Lufthansa-Tochter Eurowings fliegt künftig von Düsseldorf in die Karibik.
Air Berlin hatte vor über einer Woche angekündigt, eine Reihe von Flugverbindungen einzustellen und angekündigt, das Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf werde zum 25. September beendet. Grund für die Kürzungen sei die wegen des Insolvenzverfahrens notwendig gewordene "Reduzierung der Langstreckenflotte", hieß es.
Anlässlich der massiven Flugstreichungen bei Ryanair wird bereits spekuliert, ob auch der irische Billigflieger darauf wartet, Air-Berlin-Routen übernehmen zu können. Allerdings dürfte Ryanair nur an Europa-Zielen interessiert sein.
E-Autos befeuern Spekulation mit Kupfer
Air-Berlin-Verkauf nutzt Luftfahrtaktien
Wir bleiben noch für eine weitere Meldung bei der Luftfahrt: Im Dax führt die Gewinnerliste Lufthansa mit einem Plus von 1,6 Prozent die Gewinnerliste an.
Analysten warnen allerdings, die Übernahme großer Teile von Air Berlin schon einzupreisen. Dies dürfte für den deutschen Branchenprimus kein Selbstläufer werden, denn nun soll auch die British-Airways-Mutter IAG Interesse an der Airline haben.
Neben den Briten haben unter anderem auch Niki Lauda und Condor, Easyjet und der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl Interesse bekundet. Eine Übernahme von Air Berlin dürfte der Lufthansa schwerer fallen, als viele anfangs dachten, meint ein Händler.
IAG gewinnen 1,7 Prozent, Ryanair 1,9 und Easyjet 2,3 Prozent.
China soll Airbus' A380 retten
Der Riesen-Airbus A380 gilt schon wenige Jahre nach seinem Erstflug als Auslaufmodell. Doch der Hersteller gibt nicht auf. Neue Hoffnung schöpft Airbus in China.
Chinesische Fluggesellschaften könnten in den nächsten fünf Jahren zwischen 60 und 100 Großraumflugzeuge vom Typ A380 benötigen, sagte China-Landeschef Eric Chen. Bisher hat der Boeing-Rivale lediglich fünf der doppelstöckigen Jets an China Southern Airlines verkauft.
Chen setzt auf einen Dominoeffekt. Wenn eine Airline eine größere Anzahl an A380-Maschinen bestelle, würden andere folgen.
China ist der weltweit am schnellsten wachsende Markt der Luftfahrtbranche. Boeing zufolge werden chinesische Airlines in den kommenden 20 Jahren voraussichtlich 1,1 Billionen Dollar für mehr als 7000 Flugzeuge ausgeben. Allerdings seien vor allem kleinere Verkehrsflugzeuge gefragt.
Norwegens Staatsfonds knackt Billionengrenze
Um 2.01 Uhr in der vergangenen Nacht war es so weit: Der Wert des norwegischen Staatsfonds knackte erstmals das Volumen von 1 Billion US-Dollar.
"Am Dienstag, den 19. September 2017 um 2.01 Uhr erreichte der Fondswert 1 Billion Dollar", lautete die Mitteilung.
Der weltweit größte Staatsfonds habe 2017 ein starkes Wachstum aufgrund der Stärke der wichtigsten Währungen gegenüber dem Dollar in Kombination mit starken Aktienmärkten verzeichnet, so die norwegische Zentralbank.
Der Fonds, der sich vor allem aus den Gewinnen aus der norwegischen Ölförderung speist, wurde gegründet, um der Regierung Handlungsraum in der Fiskalpolitik zu schaffen, sollten die Ölpreise fallen oder die Wirtschaft schwächeln.
Aufgrund seiner Größe wird es für den Staatsfonds allerdings immer schwieriger, den eigenen Kriterien entsprechende, lohnende Anlagen zu finden.
Allianz verliert Deutschland-Chef
Beim Versicherungskonzern Allianz steht ein unerwarteter Rückzug aus der Chefetage an: z
Deutschland-Chef Manfred Knof will das Unternehmen verlassen, wie ein Sprecher am Dienstag in Ismaning sagte. Darüber habe Knof den Aufsichtsrat informiert und gesundheitliche Gründe angegeben.
Die Allianz Deutschland AG ist mit etwa 29.000 Mitarbeitern und 32 Milliarden Euro Umsatz die wichtigste Landesgesellschaft des Münchner Unternehmens. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Berichte über Reibereien Knofs mit Vorstandschef Oliver Bäte gegeben.
Bayer will Monsanto-Übernahme aufschieben
Bayer wird die Übernahme des US-Saatgutgiganten Monsanto erst Anfang 2018 abschließen. Der Pharma- und Agrarkonzern beantragte bei der EU-Kommission eine Verlängerung der Prüffrist um zehn Werktage bis zum 22. Januar, um "eine der Größe der Transaktion angemessene Prüfung" zu ermöglichen.
Bislang hatte der Konzern immer erklärt, man werde die Übernahme bis zum Jahresende abschließen. Bayer komme bei der Übernahme, die mit einem Gesamtvolumen von 66 Milliarden Dollar die größte Transaktion in der mehr als 150-jährigen Unternehmensgeschichte ist, voran, hieß es weiter.
Der Leverkusener DAX-Konzern und Monsanto müssen ihr Fusionsvorhaben von weltweit 30 Behörden genehmigen lassen.
Gabriel springt für Autobauer in die Bresche
Hat der Dieselskandal das traditionell eng verbundene Paar Politik und Autoindustrie auseinandergetrieben? Nicht im Fall von Sigmar Gabriel. Der Vizekanzler stärkt den deutschen Herstellen auf der IAA den Rücken.
"Wir müssen aufhören, über Probleme der Diesel von gestern zu reden", sagte Gabriel beispielsweise. Die Grundlagen des deutschen Wohlstandes dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden.
"Auch das Auto der Zukunft muss aus Deutschland kommen", forderte Gabriel. Er verwies auf das Umwelt-Potenzial von synthetisch hergestellten Kraftstoffen und Erdgas. Beim weiteren Ausbau der Elektromobilität seien "massive Investitionen" vor allem in die Verteilernetze notwendig.
Kaum Bewegung am Öl-Markt
Was ist los am Ölmarkt heute morgen? Nicht viel, hier aber der Vollständigkeit halber ein Überblick:
Der Preis für US-Öl hält sich wie bereits am Vortag knapp unter der Marke von 50 US-Dollar, während für Nordseeöl weiterhin mehr als 55 Dollar gezahlt wurden.
Am Ölmarkt richtet sich das Interesse auf neue Daten zu den Ölreserven in den USA. Am Abend wird der Interessenverband der amerikanischen Ölindustrie, das American Petroleum Institute (API), die Lagerbestände der vergangenen Woche veröffentlichen, bevor die US-Regierung am Mittwoch die offiziellen Daten dazu vorlegen wird.
Experten gehen davon aus, dass die Kennzahlen noch durch die Folgen des Hurrikans "Harvey" verzerrt sind. Der Sturm hatte Teile der Ölindustrie im Süden der USA außer Betrieb gesetzt. Inzwischen nähert sich mit "Maria" ein weiterer Hurrikan der Region.
So teuer wird Hurrikan "Irma" für die Versicherer
Hurrikan "Irma" wird teuer, so viel war von Beginn an klar. Nun gibt die Ratingagentur Fitch eine erste Schätzung heraus, was die Katastrophe die Versicherer kosten könnte.
Demnach hat "Irma" nach seinem Durchzug Anfang September versicherte Schäden von 25 bis 50 Milliarden US-Dollar hinterlassen. Erst- und Rückversicherer, die in Florida tätig sind, hätten demnach mit hohen Belastungen ihrer Gewinne zu rechnen.
Allerdings seien die Schäden nicht so hoch, dass bei den beobachteten Versicherungsunternehmen Ratingabstufungen notwendig würden, glauben die Bonitätswächter. Risiken für die Ratings gebe es, wenn weitere Katastrophen zusätzlichen Kapitalbedarf zur Deckung zusätzlicher Schäden erforderlich machen würden.
Ein Großteil der durch "Irma" verursachten Kosten seien von Rückversicherern zu tragen. Diese seien jedoch gut dafür gerüstet, auch weil die vergangenen elf Jahre keinen vergleichsweise teuren Hurrikan hervorgebracht haben.
Mexikaner machen bei Heineken Kasse
Die Aktien des Brauerei-Giganten Heineken stehen unter Abgabedruck: Der mexikanische Getränke-Konzern Femsa stößt 5,2 Prozent seiner 12,5-Prozent-Beteiligung an dem niederländischen Bierbrauer ab.
Insgesamt fließen Femsa durch den Verkauf 2,5 Milliarden Euro zu.
Heineken verlieren am Morgen an der Amsterdamer Börse rund 3,5 Prozent.
BASF plant Milliarden-Übernahme
Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF will mit einem milliardenschweren Zukauf sein Kunststoffgeschäft stärken. Geplant sei, das globale Polyamidgeschäft des belgischen Rivalen Solvay für 1,6 Milliarden Euro zu übernehmen, teilte der Dax-Konzern mit.
Der Kaufpreis berücksichtige keine Barmittel oder Fremdkapital. Es ist die erste größere Übernahme seit dem Kauf der Frankfurter Chemetall 2016 für rund 3,2 Mrd Dollar.
Bevor jedoch ein bindender Kaufvertrag unterschrieben werden könne, müsse Solvay noch mit den relevanten Sozialpartnern sprechen. Auch die Wettbewerbsbehörden müssten grünes Licht geben.
Solvay setzte mit seiner Polyamidsparte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Euro um und erzielte ein operatives Ergebnis (Ebitda) von rund 200 Millionen Euro.
Dax dürfte schmal im Plus starten
Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich ein mageres Plus zum Einstieg in den Dienstagshandel ab. Auf Teleboerse.de wird der deutsche Leitindex Dax zum Xetra-Start um 9.00 Uhr bei 12.567,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,1 Prozent entspricht.
Auf der Agenda des Tages stehen gewichtige Konjunktursignale aus Deutschland:
Gegen 11.00 Uhr (MESZ) wird der ZEW-Index für September erwartet, der die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktprofis widerspiegelt. Analysten im Schnitt mit einem leichten Rückgang von 86,7 auf 86,5 beim Teilindex zur Konjunkturlage. Bei den Konjunkturerwartungen wird ein Anstieg von 10,0 auf 12,7 erwartet.
Am frühen Nachmittag erreichen dann gegen 14.30 Uhr US-Daten den Markt: Veröffentlicht werden Import- und Exportpreise.
Die Inflationszahlen könnten mit Blick auf die anstehende Fed-Sitzung von besonderem Interesse sein, heißt es. Mit zuletzt wieder anziehenden Preisdaten sei die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember wieder gestiegen. Daneben dürfte die Fed einen Zeitplan für die Verkürzung ihrer Bilanz nennen.
Am Vorabend war der Dax 0,3 Prozent fester bei 12.559 Punkten aus dem Handel gegangen.
Wie der Börsen-Tag in Deutschland lief, können Sie hier nachlesen.
Euro steigt in den Dienstag
Frischer Auftrieb im Devisenhandel: Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt sich im fernöstlichen Marktgeschehen im Plus.
Ein Euro wird am Morgen mit 1,1975 Dollar bewertet. Das sind 0,21 Prozent mehr als Vorabend.
Der Dollar wurde im asiatisch geprägten Geschäft mit 111,50 Yen gehandelt und bewegte sich damit in der Nähe eines Acht-Wochen-Hochs.
Zu Wochenbeginn war der Kurs des Euro gefallen: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1948 Dollar (Freitag: 1,1963) fest. Der Dollar kostete damit 0,8370 (0,8359) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB am Montagnachmittag die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88253 (0,88043) britische Pfund, 133,09 (132,92) japanische Yen und 1,1464 (1,1480) Schweizer Franken fest.
Nikkei nähert sich der 21.000
Verspäteter Wochenstart in Tokio: Im japanischen Aktienhandel können Anleger nach dem feiertagsbedingten Wochenende in das Handelsgeschehen einsteigen.
Gestützt auf die positiven US-Vorgaben gewinnt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im frühen Geschäft 1,4 Prozent auf 20.194 Punkte.
Der breiter gefasste Topix-Index legt 1,3 Prozent zu auf 1659 Zähler.
Am Vortag ruhte in Japan am "Tag des Respekts vor dem Alter" der Börsenhandel.
Die relative Ruhe im Streit zwischen den USA und Nordkorea hatte die Wall Street zu Wochenbeginn angetrieben. Händler warteten zudem auf die am Dienstag beginnende Sitzung der US-Notenbank. Unter Investoren gilt als sicher, das Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch den Startschuss für den Abbau der billionenschweren Wertpapierbestände geben wird.
Der Standardwerteindex Dow Jones schloss am Montagabend in New York 0,3 Prozent im Plus bei 22.331 Punkten.
Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,15 Prozent auf 2503 Punkte.
Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,1 Prozent auf 6454 Zähler.
Alle drei Indizes markierten im Handelsverlauf neue Höchststände.
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