Der Börsen-TagDiese Werte schmieren in Asien ab
Die Furcht vor einem langwierigen Krieg im Nahen Osten und einer daraus resultierenden Stagflation schickt die asiatischen Börsen auf Talfahrt. In Tokio gibt der Nikkei-Index 4,6 Prozent auf 50.936,13 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 4,2 Prozent niedriger bei 3497,34 Zählern. Auch in China ziehen sich die Anleger zurück: Der Shanghai Composite verliert 0,6 Prozent auf 3890,71 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,0 Prozent auf 4458,77 Punkte.
Auslöser für den Ausverkauf ist die Eskalation im Nahen Osten, wo jemenitische Huthi-Rebellen erstmals Israel angriffen und der Konflikt mit dem Iran weiterhin die globalen Öl- und Gaslieferungen bedroht. Da Asien stark von Energieimporten aus der Region abhängig ist, wächst die Sorge vor einem massiven Inflationsschub bei gleichzeitig schwächelnder Wirtschaft. "Der Markt ist wahrscheinlich nicht mehr nur wegen der Inflation und einer wirtschaftlichen Abkühlung besorgt, sondern sogar wegen einer Rezession", sagt Shingo Ide, Chef-Aktienstratege beim NLI Research Institute. Es drohe ein negatives Wachstum und nicht nur eine einfache Abkühlung.
Unter den Einzelwerten traf es in Tokio den Technologieinvestor Softbank Group, dessen Papiere um 9,0 Prozent einbrechen. Der Chipanlagenbauer Advantest verliert 6,7 Prozent und zieht den Leitindex damit am stärksten nach unten.