Der Börsen-TagDieselmangel "größtes Problem" - IAEA erwägt, weitere Ölreserven freizugeben
Die Internationale Energieagentur (IEA) bringt angesichts von Engpässen eine weitere Freigabe von Ölreserven ins Spiel. "Wenn wir der Meinung sind, dass ein Bedarf an Rohöl oder Produkten besteht, können wir eingreifen", sagte IEA-Chef Fatih Birol in einem Podcast mit dem Chef des norwegischen Staatsfonds, Nicolai Tangen. Die IEA berät die Industriestaaten in Energiefragen. Ihre Mitglieder hatten wegen der Folgen des Iran-Krieges bereits am 11. März die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen. Auch Deutschland beteiligte sich daran.
IEA-Chef Birol zufolge sind durch den Krieg im Nahen Osten bislang rund 40 wichtige Energieanlagen beschädigt worden. Der Ölverlust werde im April doppelt so hoch ausfallen wie im März. Hinzu komme der Ausfall von Flüssiggas. "Das größte Problem ist heute der Mangel an Kerosin und Diesel", sagte Birol. "Wir sehen das in Asien. Aber ich denke, im April oder Mai wird dies auch Europa erreichen."