Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDollar bricht ein, Euro im Aufwind

03.04.2025, 08:00 Uhr

Die drastischen Zollerhöhungen von US-Präsident Donald Trump lassen den Dollar einbrechen. Der Dollar-Index verlor in der Spitze 0,8 Prozent auf 102,9840 Punkte und markierte damit den tiefsten Stand seit Mitte Oktober 2024.

"Die Anleger wollen kein Risiko eingehen und preisen ein schwächeres globales Wirtschaftswachstum ein," sagte Kyle Rodda von Capital.com. Investoren fürchten, dass es zu einem umfassenden Handelskrieg kommt, der die Konjunktur weltweit in Mitleidenschaft zieht. "Die verhängten Zölle übertreffen die Erwartungen bzw. Befürchtungen", resümiert Thomas Altmann von QC Partners. "Damit rückt der US-Präsident die Weltwirtschaft näher an den Abgrund heran."

Der Euro konnte nach den Zollankündigungen Boden gut machen. Die Gemeinschaftswährung stieg um bis zu 0,7 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 1,0935 Dollar. Rodrigo Catril, Währungsstratege bei der National Australia Bank, sagte, die Widerstandsfähigkeit des Euro sei wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich Europa angesichts der US-Zölle auf die Unterstützung seiner Wirtschaft konzentriere, statt nur auf Vergeltungsmaßnahmen zu setzen. Ebenfalls im Aufwind war die japanische Landeswährung, die in Krisenzeiten traditionell als sicherer Hafen angesteuert wird. Der Dollar verlor zeitweise 1,4 Prozent auf 147,12 Yen.

Quelle: ntv.de