Der Börsen-TagDong gibt sich einen neuen Namen

Der dänische Windparkbetreiber Dong Energy will sich von seinem bisherigen Namen trennen. Das Unternehmen soll statt Dong - kurz für Danish Oil and Natural Gas - künftig Ørsted heißen.
Offiziell dient die Maßnahme dazu, dem Wandel des Geschäftsmodells mit einem neuen Namen Rechnung zu tragen. Der früher auf fossile Brennstoffe ausgerichtete Versorger setzt mittlerweile ausschließlich auf erneuerbare Energien.
Hinter vorgehaltener Hand spekulieren Branchenkenner über andere Hintergründe. Im US-Sprachgebrauch schwingen bei dem Begriff "Dong" vulgäre Anklänge mit. Dies könnte bei einer weiteren Expansion nach Asien und Amerika womöglich hinderlich sein, mutmaßen Beobachter.
Dong ist seit Sommer vergangenen Jahres an der Börse notiert.
Der neue Name ist eine Verneigung vor dem dänischen Wissenschaftler Hans Christian Ørsted, der 1820 den Elektromagnetismus entdeckt hat.
"Nach der grundlegenden strategischen Transformation von schwarzer zu grüner Energie und dem jüngsten Verkauf der Öl- und Gasproduktion passt der Name Dong Energy nicht mehr zum Unternehmen", teilte Dong mit.
Vergangene Woche hat das Unternehmen, das mehrheitlich dem dänischen Staat gehört, den Verkauf seiner letzten Öl- und Gasfelder für gut eine Milliarde Dollar abgeschlossen.
Die außerordentliche Hauptversammlung am 30. Oktober soll die Namensänderung absegnen.