Der Börsen-TagEZB-Direktor: Europas Wirtschaft trotz Iran-Krise überraschend robust
EZB-Direktor Piero Cipollone geht nicht davon aus, dass Europas Wirtschaft wegen der Krise um die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus in eine Flaute gepaart mit hoher Inflation gerät. "Wir werden die Veränderungen des makroökonomischen Umfelds natürlich beobachten müssen, doch derzeit gibt es keine Anzeichen, die auf ein Stagflationsszenario hindeuten", sagte der Italiener dem Portal ilsussidiario.net. Wegen der Blockaden durch den Iran und die USA passieren kaum noch Frachtschiffe die Straße von Hormus - eine Meerenge, die den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman im Osten verbindet.
Es gebe Anzeichen dafür, dass die Krise bald beigelegt werden könnte, und selbst der Ölpreis scheine dies widerzuspiegeln, sagte Cipollone. Die jüngsten verfügbaren Daten deuteten zwar darauf hin, dass die europäische Wirtschaft an Schwung verliere. Trotz der konjunkturellen Abkühlung erweise sie sich jedoch als überraschend widerstandsfähig.