Der Börsen-TagEinkaufsmanagerdaten als DAX-Impulsgeber?
Die Chance auf einen ruhigen Handelstag am deutschen Aktienmarkt sehen Händler heute. Denn mit den geschlossenen US-Börsen und dem Feiertag Thanksgiving dürften viele US-Trader in ein langes Wochenende gegangen sein. Erhöhte Absicherungsquoten deuten darauf hin, dass es bis Montag nur noch wenig Bereitschaft zu neuen Engagements und der Reaktion auf neue Nachrichten gibt. Die Terminkontrakte auf den DAX zeigen am frühen Morgen denn auch nur wenig Veränderung.
Allerdings stehen auch die neuesten Einkaufsmanager-Indizes (PMI) rund um den Globus zur Veröffentlichung an. Größere Abweichungen von den Erwartungen könnten die erhoffte Ruhe kräftig durcheinanderwirbeln. Denn für internationale Investoren zählen sie zu den wichtigsten Frühindikatoren für die Konjunktur und damit auch die Gewinnerwartungen der Aktien.
Fast alle PMI aus Europa dürften sich im tiefroten Bereich unter der 50er-Schwelle zeigen. Vor allem Deutschland dürfte seine Rolle als Schlusslicht zementieren. Der Industrie-PMI wird hier mit einer nur geringen Belebung auf 41,2 erwartet. Besser sieht es in der Eurozone aus, wo ein Anstieg des Industrie-PMI auf 43,4 und des PMI für den Service-Bereich sogar auf 48,0 erwartet wird.
Dazu kommen einige Zentralbank-Termine. Besonders geblickt wird auf die Notenbank in Schweden und welchen Grad sie an Taubenhaftigkeit an den Tag legt. Dazu entscheidet am Mittag auch die Zentralbank der Türkei. Von der EZB wird das Protokoll der jüngsten Sitzung Ende Oktober vorgelegt. Auch hier hoffen Anleger, weniger falkenhafte Töne herauslesen zu können - auch wenn diese Hoffnungen wie zuletzt beim Fed-Protokoll immer wieder enttäuscht wurden.