Der Börsen-TagEnde der Krisenhilfe: Immer mehr US-Währungshüter zeigen sich offen
Immer mehr US-Währungshüter bringen ein höheres Tempo beim Abbau der Krisenhilfen auf dem Weg zu einer Zinserhöhung ins Spiel. Nun zeigt sich auch die Fed-Chefin des Bezirks San Francisco, Mary Daly, offen für diese Idee. Sie sehe Argumente dafür. Es sei aber noch zu früh, sich darauf festzulegen, sagte sie dem Online-Portal "Yahoo Finance". Doch wenn sich die Dinge weiter wie bisher entwickelten, sei sie "voll dafür". Sollte der Jobmarkt weiter rund laufen und die Inflation hoch bleiben, spräche dies dafür, dass die US-Notenbank das Abbau-Tempo bei den Wertpapierkäufen beschleunige.
Die Teuerungsrate in den USA ist zuletzt im Zuge von explodierenden Energiekosten und pandemiebedingten Lieferengpässen mit 6,2 Prozent so hoch gewesen wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Zugleich erholt sich der Jobmarkt spürbar von der Corona-Krise: In den Vereinigten Staaten haben in der vergangenen Woche so wenig Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt wie seit 52 Jahren nicht mehr. Insgesamt stellten 199.000 Menschen einen Erstantrag auf staatliche Stütze.
Die Federal Reserve hat angesichts der Wirtschaftserholung gerade erst mit der Verringerung ihrer Krisenhilfen begonnen - dem sogenannten Tapering. Anfang November entschied sie, das Tempo ihrer Wertpapier-Zukäufe zu drosseln. Das Volumen von 120 Milliarden Dollar wurde ab Mitte November um monatlich 15 Milliarden Dollar gesenkt.