Der Börsen-TagEnergiepreise treiben Inflation in Eurozone an
Die massiv gestiegenen Energiepreise haben die Inflation in der Eurozone auf den höchsten Stand seit 2008 getrieben. Die Preise in den 19 Ländern mit der Gemeinschaftswährung stiegen im September im Schnitt um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat aufgrund einer vorläufigen Schätzung in Luxemburg mitteilte. Die Energiepreise verteuerten sich demnach im Schnitt um 17,4 Prozent.
In Deutschland erreicht die Inflation im September voraussichtlich 4,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt bereits gestern mitgeteilt hatte - das ist die höchste Teuerung seit Ende 1993. Deutschland liegt damit spürbar über dem Schnitt der Euro-Länder.
Der Energiepreis-Anstieg wird in Europa demnächst zur Chefsache: Die Staats- und Regierungschefs der EU sollen bei ihrem Gipfel am 21. und 22. Oktober in Brüssel darüber beraten, wie ein Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel zuvor mitgeteilt hatte. Griechenland schlägt laut EU-Diplomaten einen gemeinsamen Fonds zur Entlastung vor.