Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagErste Zahlungen aus Opioid-Vergleich 2023

19.09.2022, 07:14 Uhr

Der weltgrößte Generikakonzern Teva will seinen Opioid-Vergleich in den USA bis zum Jahresende über die Bühne bringen. Zahlungen dürften 2023 beginnen, sagt Konzernchef Kare Schultz. Man arbeite an einer juristischen Formulierung, die bis Ende September abgeschlossen sein sollte. Dann müsse dies von den US-Bundesstaaten und untergeordneten Verwaltungen genehmigt werden. "Wenn sie sich dafür entscheiden, tritt es in Kraft", sagte Schultz auf einer Pressekonferenz. "Das bedeutet, dass die ersten Zahlungen nächstes Jahr kommen und 13 Jahre lang dauern." Der israelischen Pharmafirma wird vorgeworfen, die Suchtgefahren von Opioid-haltigen Schmerzmitteln heruntergespielt und für deren breiten Einsatz geworben zu haben. Teva will mit einem landesweiten Vergleichsvorschlag von 4,35 Milliarden Dollar - größtenteils in bar und teilweise in Form von Medikamenten - Tausende Opioid-Klagen beilegen.