Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEs geht weiter abwärts

07.04.2025, 06:30 Uhr

An den Börsen sind die Anleger an den letzten beiden Handelstagen aus Furcht vor einem weltweiten Handelskrieg in Scharen aus Aktien geflohen. Die Verkaufswelle verstärkte sich am Freitag nach der Ankündigung von chinesischen Vergeltungszöllen als Antwort auf US-Präsident Donald Trump - und heute setzt sich der Absturz an den Börsen mit kräftigen Verlusten in Asien fort.

In Frankfurt war der Dax um 5 Prozent auf 20.642 Zähler in die Tiefe gestürzt. Zeitweise ging es stärker bergab als im Februar 2022, als Russland in die Ukraine einmarschiert war. Der EuroStoxx50 gab 4,6 Prozent nach. Auch die Wall Street schloss mit hohen Verlusten. Der Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 büßten zwischen 5,7 und 6,0 Prozent ein.

Wird die neue Woche ähnlich turbulent? Es sieht so aus.

Wichtige Konjunkturdaten zeigen heute, wie sich die deutsche Wirtschaft Mitte des ersten Quartals geschlagen hat. Für die Produktion dürfte es nach einem guten Start ins Jahr im Februar einen Rückschlag geben: Experten erwarten ein Minus von einem Prozent zum Vormonat, nach plus 2,0 Prozent im Januar.

Zudem werden die Zahlen zum Export zeigen, ob sich der Sektor berappelt hat. Im Januar waren die Ausfuhren um 2,5 Prozent zurückgegangen. Dabei landeten auch weniger deutsche Waren in den USA - und dies, obwohl der Zollhammer von US-Präsident Donald Trump die Exporteure damals noch nicht traf.

Seit Samstag gilt ein Basiszoll von zehn Prozent auf alle Importe in die Vereinigten Staaten. Darüber hinausgehende Zölle, von denen auch die EU betroffen ist, sollen dann am Mittwoch wirksam werden. Die EU-Staaten dürften nach einer gemeinsamen Position suchen, um auf die Eskalation des Handelskrieges mit den USA zu reagieren. Heute beraten die Handelsminister der 27 EU-Staaten in Luxemburg. Deutschland wird durch Noch-Wirtschaftsminister Robert Habeck vertreten.

Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de