Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEskalation im Handelsstreit drückt Chinas Börsen auf Tief

15.06.2018, 11:07 Uhr

In Schanghai schließt die Börse mit einem dicken Minus - bereits das 13. Mal in den vergangenen 18 Handelstagen.

  • Der Schanghai-Composite verlor 0,7 Prozent auf ein 21-Monatstief von 3.023 Punkten. Der Index der Nebenwerte knickte in Shenzhen sogar um 1,6 Prozent ein. Hongkong büßte 0,4 Prozent ein, während an einigen Börsen der Region wegen des Endes des Ramadan nicht gehandelt wurde.

  • Neben dem Handelskonflikt verwiesen Marktteilnehmer auf die jüngsten enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus China als Belastungsfaktor.

  • Keine Überraschung für die meisten Teilnehmer war, dass die japanische Notenbank (BoJ) sich dem globalen Trend entgegenstellt und an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhält, weil die Inflation weiter weit vom 2-Prozent-Ziel entfernt ist.

  • Für ZTE ging es am dritten Tag nach der Wiederaufnahme des Handels weiter abwärts um gut 11 Prozent. Nomura hat die Umsatz- und Gewinnprognosen für den zwischenzeitlich von einem existenzbedrohenden US-Zulieferungsbann betroffenen Telekomausrüster um fast 10 bzw. rund 20 Prozent gesenkt. "Wir glauben, dass es lange dauern wird für ZTE, sich zu erholen, speziell im Konsumentengeschäft, wo der Marktanteil im Smartphonegeschäft die Konkurrenz zu spüren bekommen wird", so die Analysten.

  • Zu den Favoriten in Japan gehörten Aktien eher binnenkonjunkturreagibler Branchen wie Pharma und Konsumgüter. Darin spiegele sich Vorsicht der Anleger angesichts der US-Außenhandelspolitik wider, hieß es. Daiichi Sankyo und Lion gaben je um fast 4 Prozent nach. Bankenaktien hätten dagegen unter dem andauernden Niedrigzinsumfeld gelitten, hieß es. Mitsubishi UFJ gaben um 1,7 Prozent nach.