Der Börsen-TagEuro-Inflationsrate springt auf Rekordwert
Kräftig gestiegene Energiepreise haben die Inflation im Euro-Raum auf ein Rekordniveau getrieben. Die Teuerungsrate kletterte im November auf 4,9 Prozent, der höchste Wert seit Beginn der Währungsunion, wie das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Schätzung mitteilte.
Die Inflation liegt damit mehr als doppelt so hoch wie das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie strebt mittelfristig eine Rate von 2,0 Prozent an. Auch im Oktober hatte die Inflation mit 4,1 Prozent deutlich über der Notenbank-Zielmarke gelegen.
Nach Einschätzung von Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil hat die Inflationsrate im November bereits den Gipfel erreicht. "Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass mit den heutigen Zahlen das Risiko gestiegen ist, dass die Teuerungsrate in der ersten Jahreshälfte 2022 deutlich höher ausfallen wird als von der EZB bislang erwartet", merkte er an.
In Deutschland war die Inflation im November wegen teurer Energie sogar erstmals seit 29 Jahren über die Marke von fünf Prozent geklettert.