Der Börsen-TagEuro fällt deutlich
Die Furcht vor einem schwächelnden Wachstum in der Euro-Zone drückt den Euro auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Die Gemeinschaftswährung verliert bis zu 0,5 Prozent auf 1,1416 Dollar.
Der Hintergrund: Einkaufsmanager schätzen die Lage der Wirtschaft der Eurozone für den Oktober so schwach ein wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 1,4 Punkte auf 52,7 Zähler. In Deutschland fiel das Wachstum so gering aus wie seit fast dreieinhalb Jahren nicht mehr.
Für den Index werden Manager, die für ihre Unternehmen im Einkauf tätig sind, zur aktuellen Geschäftslage ihrer Betriebe befragt. Dabei werden wichtige Kenngrößen wie Auftragslage, Produktion, Exportaufträge, Beschäftigung und Einkaufspreise erhoben. Über der Schwelle von 50 Zählern wird Wachstum signalisiert.
Als Hauptgrund für die Abkühlung werden geringere Exporte genannt. Handelskonflikte, drohende Zölle, die Brexit-Unsicherheit und die geopolitische Lage dämpften die Geschäftsaussichten.
"Es gibt derzeit gute Gründe, um vorsichtig zu sein", sagt Währungsstratege Simon Derrick von BNY Mellon. Auch der Streit um den italienischen Haushaltsstreit und die Notenbank-Kritik von US-Präsident Donald Trump habe Spuren hinterlassen.