Der Börsen-TagEuro trägt schwer am Markit-Schock

An den Devisenmärkten beginnt die neue Woche mit leichtem Auftrieb beim Euro. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung zieht nach den steilen Kursverlusten im Freitagshandel wieder leicht an.
Am frühen Morgen notiert der Euro knapp 0,1 Prozent fester bei 1,1344 Dollar. Vor dem Wochenende war der Euro-Kurs gegen Mittag von einem Niveau bei 1,1410 Dollar deutlich zurückgefallen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs am Freitagnachmittag mit 1,1352 (Donnerstag: 1,1403) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8809 (0,8770) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88480 (0,88598) britische Pfund, 128,07 (128,80) japanische Yen und 1,1316 (1,1351) Schweizer Franken fest.
Voll im Vordergrund stehen im Devisenhandel weiterhin neben der sich öffnenden Euro/Dollar-Zinsschere die weiteren Entwicklungen beim EU-Austritt Großbritanniens (Brexit) und die konjunkturellen Entwicklungen in Europa. Den entscheidenden Impuls für den Kursverlauf beim Euro vor dem Wochenende lieferten Markit-Daten zur Stimmung in den Unternehmen in der Eurozone.
Das Forschungsunternehmen Markit meldete, dass der Indexwert für die Stimmung der Einkaufsmanager im November auf den tiefsten Stand seit knapp vier Jahren gefallen war. Besonders enttäuschend fielen die Markit-Daten aus Deutschland aus. Es deute sich an, dass die Wachstumsschwäche im dritten Quartal kein Ausrutscher gewesen sei, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson.