Der Börsen-TagEuropas Banken steckten riesige Summe in Staatsschulden

Die europäischen Banken haben seit Beginn der Corona-Pandemie für 210 Milliarden Euro Staatsanleihen erworben. Das ergab eine Erhebung der Ratingagentur S&P. Sie beurteilt die Situation aber anders als zu Beginn der Staatsschuldenkrise vor 10 Jahren und ist deshalb weniger alarmiert.
"Der Anstieg der Investitionen in Staatsanleihen in Europa ist unserer Ansicht nach eine vorübergehende Reaktion auf die überschüssige Marktliquidität", schrieb S&P-Kreditanalyst Cihan Duran in einem Bericht.
"Wir denken, dass es dieses Mal anders ist als im Vorfeld der europäischen Staatsschuldenkrise ab etwa 2011."
Sollte sich diese Einschätzung allerdings nicht bewahrheiten und der Trend zum Kauf von Staatsanleihen in Europa anhalten, dann könnten unterschätzte Risiken bei einzelnen Staaten in ferner Zukunft erneut einen "Teufelskreis" in Gang setzen, vor allem bei jenen Instituten, die extreme Positionen bei Staatsanleihen aufgebaut hätten, hieß es in dem Bericht weiter.