Der Börsen-TagEuroraum-Inflation sinkt im Juni - Kerninflation aber konstant
Der Inflationsdruck im Euroraum hat im Juni wie erwartet leicht nachgelassen - allerdings nicht die Kernteuerung, was vor allem an den Dienstleistungspreisen lag. Wie Eurostat mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und lagen um 2,5 (Mai: 2,6) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg um 0,3 Prozent und eine Jahresteuerung von 2,5 Prozent prognostiziert. Die Verbraucherpreise ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak stiegen um ebenfalls 0,2 Prozent auf Monats- und 2,9 (2,9) Prozent auf Jahressicht. Volkswirte hatten Zuwachsraten von 0,3 und 2,8 Prozent erwartet.
"Die Inflationsrate rückt weiter an das Zwei-Prozent-Preisziel der EZB heran", sagte Bastian Hepperle von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank zu ntv.de: "Bei der hartnäckig erhöhten Kernrate zeichnet sich für Juli ein deutlicher Inflationsrückgang ab. Im August wird die Gesamtrate das Zwei-Prozent-Preisziel wohl klar unterschreiten, wenn auch nur vorübergehend. Das wird die EZB in der Zinssenkungsspur halten. Der nächste Zinsschritt wird im September folgen."