Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEvergrande lässt Hang-Seng absacken

20.09.2021, 07:17 Uhr

Die sich immer weiter verschärfende Lage um den chinesischen Immobilien-Konzern China Evergrande sorgt zu Wochenbeginn an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien für teils deutliche Abgaben. Allerdings findet an den Börsen in China (Kernland), Japan und Südkorea aufgrund von Feiertagen kein Handel statt.

In Hongkong knickt die Aktie von China Evergrande um weitere 16,9 Prozent ein und reißt auch den Hang-Seng-Index (HSI) mit nach unten. Dieser verliert 3,9 Prozent und markiert den tiefsten Stand seit elf Monaten. Das angeschlagene Immobilien-Unternehmen versuche Geld aufzutreiben, um die zahlreichen Kreditgeber, Zulieferer und Investoren zu bezahlen, heißt es. Die Aufsichtsbehörden warnten derweil erneut davor, dass die Verbindlichkeiten des Konzerns in Höhe von 305 Milliarden Dollar zu größeren Risiken für das Finanzsystem des Landes führen könnten, wenn der Konzern nicht stabilisiert werde. Marktbeobachter sind aber der Ansicht, dass eine direkte Rettungsaktion der Regierung für China Evergrande unwahrscheinlich ist.

Die Entwicklungen um Evergrande setzen den Immobilien-Sektor in Hongkong deutlich unter Druck. Die Aktien von Henderson Land brechen um 12,4 Prozent ein, Sun Hung Kai Properties und New World Development verlieren 9,1 bzw. 11,4 Prozent. Die Titel von CK Asset Holdings geben um 7,9 Prozent nach. Die Regierung in Peking habe lokale Immobilien-Konzerne aufgefordert, die Interessen der Zentralregierung zu unterstützen und bei der Lösung des Wohnungsmangels zu helfen, berichtet Reuters.

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