Der Börsen-TagEvergrande und Chinas Stromsorgen bremsen Asien-Börsen
Der wankende Immobilienriese Evergrande und Stromengpässe in China haben die Stimmung an den asiatischen Börsen getrübt. In Tokio trat der Nikkei mit 30.245 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste Topix verlor 0,1 Prozent. Die Börse in Shanghai notierte 0,6 Prozent schwächer.
Die Aussicht auf ein Ende der strikten Pandemie-Beschränkungen in Japan half hingegen dem Reisesektor nach oben. Die japanische Regierung konstatierte Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus und stellte die Aufhebung des Ausnahmezustandes in Tokio und anderen Provinzen in Aussicht. Investoren packten sich vor allem Aktien von Fluggesellschaften und Zugbetreibern in die Depots. Auch Warenhaus-Betreiber wie Takashimaya und Isetan Mitsukoshi waren wieder gefragt. Dagegen fielen die Aktienkurse von Unternehmen mit stark abhängigem China-Geschäft wegen der Sorgen vor einem Zusammenbruch des Immobilienentwicklers Evergrande.
In China trieben zudem vermehrte Strom-Lieferausfälle vor Beginn der Wintersaison die Anleger um. Die durch die Regierung in Peking festgelegten CO2-Emissionsziele und die steigenden Kohlepreise sowie Kohleknappheit verursachten Engpässe und behindern die Produktion einiger Energiekonzerne. Der Branchenindex verlor 1,6 Prozent. Auch energieabhängige Sektoren wie Rohstoffe, Nicht-Eisen-Metalle und Chemikalien gerieten unter Druck. Gefragt waren hingegen Konsumwerte im Rahmen der nationalen Feiertagswoche Anfang Oktober, die von Chinesen traditionell zum Shoppen genutzt wird.