Der Börsen-Tag Ex-Wirecard-Chef Braun legt Haftbeschwerde ein
Der seit zwei Monaten hinter Gittern sitzende frühere Wirecard-Chef Markus Braun will auf freien Fuß gesetzt werden. Der seit zwei Monaten festgesetzte Manager habe über seine Anwälte einen entsprechenden Antrag gestellt, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Justizkreise.
Haftbeschwerden können Untersuchungshäftlinge jederzeit einlegen. Braun hatte sich und das Unternehmen bei seinem Rücktritt Ende Juni als Opfer eines gigantischen Betrugs dargestellt. Die Ermittler gehen von "gewerbsmäßigem Bandenbetrug" aus, bei dem die Wirecard-Chefetage unter maßgeblicher Beteiligung Brauns über Jahre Scheingeschäfte in Milliardenhöhe ausgewiesen haben soll.
Der Schaden für die kreditgebenden Banken und Investoren könnte sich auf 3,2 Milliarden Euro summieren. Wirecard ist Zahlungsabwickler für Kreditkarten an Ladenkassen und im Internet. Die Geschäfte mit nicht existenten Kunden wurden nach derzeitigem Stand der Ermittlungen über Subunternehmer im Mittleren Osten und in Südostasien abgewickelt.