Der Börsen-TagExperte hält den Dollar-Status langfristig für fraglich
Euro / DollarSelbst angesichts des drohenden Zahlungsausfalls der USA bleibt der Dollar gesucht. Die Furcht, dass bei einem Zahlungsausfall auf Anleihen der Dollar kurzfristig knapp werden könnte, treibe die US-Währung immer weiter nach oben, hieß es im Handel. Während der Dollarindex um weitere 0,2 Prozent zulegte, fiel der Euro auf 1,0717 Dollar und damit den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,0729 Dollar.
Doch langfristig sieht es nicht rosig für den Greenback aus, wie Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank kritisch anmerkt. Er erwartet im US-Schuldenstreit den "üblichen Kompromiss" - möglicherweise erst nach einem kurzfristigen Zahlungsausfall der USA. Diese Einigung dürfte Ausgabenprogramme so weit beschneiden, dass sie ineffizient würden, aber nicht so weit, dass fiskalische Lasten merklich entfielen.