Der Börsen-TagExperte zu den Tesla-Zahlen: Preisdisziplin in Zeiten des Preiskriegs

Der US-Elektroautobauer Tesla hat im zweiten Quartal den größten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt verzeichnet. Dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge leidet der Konzern unter Überkapazitäten. "Derzeit verfügt Tesla nach unseren Daten über eine Produktionskapazität für 2,35 Millionen Fahrzeuge. In 2025 werden nach unserer Hochrechnung von Tesla 1,6 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, sprich: die Kapazitätsauslastung beträgt weniger als 70 Prozent. Jeder andere Autobauer wäre damit tief in den roten Zahlen. Dennoch schafft es Tesla, eine operative Marge (Gewinnmarge) von 4,1 Prozent im zweiten Quartal 2025 und 3,1 Prozent ersten Halbjahr 2025 zu erzielen", sagte er ntv.de.
Laut Dudenhöffer ist einer der wesentlichen Gründe die Preisdisziplin. "Während in China ein Preiskrieg um Elektroautos tobt, den BYD als weltgrößter Elektroautobauer anfacht, bleibt Tesla relativ ruhig. Diese ruhige Preis-Hand in China erlaubt bei unausgelasteten Produktionskapazitäten positive Gewinnmargen. Die Margen sind zwar dünn, aber nicht negativ." Einmal mehr zeige das Unternehmen, dass es kein "normaler" Autobauer ist, denn die hätten mit großen Discounts versucht, die Produktionskapazitäten besser auszulasten und damit die Gewinnmarge pro Auto in Verluste gewandelt.