Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagExpertin: Trump dürfte bald wieder über Dollar schimpfen

14.01.2020, 11:55 Uhr

Die USA brandmarken China nicht mehr als Währungsmanipulateur - so weit, so vernünftig, findet auch die Devisenanalystin der Commerzbank, Thu Lan Nguyen. Gerade mit Blick auf die Unterzeichnung des Teilhandelsabkommens am Mittwoch sei dies positiv.

Die Rücknahme der Beschuldigung durch US-Präsident Donald Trump könne aber nicht als Zeichen dafür gewertet werden, dass er in diesem Bereich insgesamt zurückrudere. Zwar sei auf seinem Twitter-Account schon seit einiger Zeit keine Beschwerde mehr über den starken Dollar und die US-Geldpolitik zu finden. Doch auch das könne lediglich Teil der Strategie im Handelskonflikt mit China sein - so sei es nicht in seinem Interesse, kurz vor Abschluss des Teilabkommens Peking unnötig zu verärgern.

Das heiße aber nicht, dass das Wechselkursthema und damit der starke US-Dollar für Trump gegessen sei, so Nguyen. Dazu habe er im vergangenen Jahr zu viel Getöse darum gemacht. Mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen könne es sogar sein, dass der Dollar noch viel stärker in seinen Fokus rücke.