Der Börsen-TagFalkenhafte Fed-Signale lassen Asien-Börsen fallen
Im Gefolge der Aussagen der US-Notenbank vom Vorabend geht es mit den Börsen in Ostasien und Australien abwärts - zum Teil recht deutlich. Die Fed hatte zwar erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert gelassen, hat sich aber falkenhaft zur weiteren Geldpolitik geäußert. Sie signalisierte, dass sie die Zinsen in diesem Jahr nochmals anheben könnte und sie insgesamt für länger auf einem erhöhten Niveau bleiben dürften. "Die Fed ist fest entschlossen, die Inflation auf das Ziel von 2 Prozent zu bringen", sagte Fed-Chairman Jerome Powell: "Wir sind bereit, die Zinssätze weiter zu erhöhen, wenn dies angemessen ist." Zu möglichen Zinssenkungen sagte Powell lediglich: "Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem es angebracht ist, die Zinsen zu senken." An der Wall Street hatten daraufhin vor allem die zinssensitiven Technologiewerte mit Verlusten zu kämpfen.
Am japanischen Markt gibt der Nikkei 1,3 Prozent nach auf 32.604 Punkte. Etwas besser hält sich der Shanghai Composite mit einem Minus von 0,6 Prozent. Hier herrschen Bedenken hinsichtlich des chinesischen Wachstums vor, weil die Wirtschaft nach den jüngsten Konjunkturmaßnahmen Pekings noch keine Anzeichen für eine große Trendwende erkennen lässt. Ganz oben bei den Verlierern stehen Konsum- und Pharmawerte. In Hongkong sind es vor allem Minen- und Technologiewerte, die den Leitindex um 1,3 Prozent nach unten drücken. Noch stärker abwärts geht es mit dem Kospi in Korea, der um 1,6 Prozent nachgibt.