Der Börsen-TagFinanzierung "extremer" Energieträger steigt rasant an

Unter dem englischen Begriff "Extreme Fossil Fuels" (deutsch: extreme fossile Energieträger) werden jene Abbaumethoden zusammengefasst, die extrem umweltschädigend, aufwändig und gefährlich sind. Etwa Bohrungen nach Öl und Gas in sehr tiefen Gewässern oder in der Arktis, der Abbau von Ölsanden in Kanada oder das Erschließen von Kohlevorkommen in den US-Appalachen, wobei ganze Berge abgetragen werden.
Nachdem die Finanzierung solcher Projekte 2016 - dem Jahr des Pariser Klimaabkommens - noch zurückging, erfuhr sie im vergangenen Jahr wieder einen deutlichen Schub: Die weltgrößten Banken erhöhten ihre Kredite für "extreme" Energieträger um 11 Prozent auf 115 Milliarden US-Dollar, wie ein Bericht von Umweltaktivisten aufführt.
Vor allem Banken in den USA und Kanada machten mehr Geld locker. In Europa, China, Australien und Japan war der Trend hingegen rückläufig.