Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagFirmen stellen mehr Azubis ein

12.04.2023, 10:50 Uhr

Die deutsche Wirtschaft stellt wieder mehr Auszubildende ein - hinkt aber immer noch hinter dem Niveau von vor der Corona-Krise her. 2022 schlossen 468.900 meist junge Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag in der dualen Berufsausbildung ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das war der zweite Anstieg in Folge und 0,6 Prozent mehr als im Jahr davor mit 466.200. Im ersten Corona-Jahr 2020 hatte es einen starken Einbruch auf 463.300 Neuverträge gegeben. Trotz der positiven Entwicklung liegt die Zahl neuer Kontrakte für Lehrlinge immer noch acht Prozent unter dem Stand von 2019 mit 510.900 Verträgen.

Insgesamt war im vorigen Jahr der Anstieg gegenüber 2021 bei Frauen mit Plus 1,1 Prozent deutlich stärker als bei Männern mit Plus 0,3 Prozent. Der Geschlechterunterschied machte sich besonders im Handwerk - insgesamt Minus 2,3 Prozent auf 127.400 Neuverträge - bemerkbar. Dabei gab es bei Männern einen spürbaren Rückgang von drei Prozent, bei Frauen jedoch ein Plus von zwei Prozent bei neuen Ausbildungsverträgen. Dennoch bleibt das Handwerk eine Männerdomäne - so wurden hier 81 Prozent der Neuverträge von Männern abgeschlossen. Den stärksten Zuwachs hatten Neuabschlüsse im Bereich Industrie und Handel mit Plus 2,9 Prozent, während es in der Landwirtschaft einen kräftigen Rückgang von fünf Prozent gab.

Quelle: ntv.de