Der Börsen-TagFirmenpatriarch Piëch zieht sich aus Konzern zurück
VW und Porsche ohne Ferdinand Piëch? Und vor allem Ferdinand Piëch ohne Volkswagen? Kaum vorstellbar aber nun ist es soweit.
Der frühere Firmenpatriarch hat sich wie angekündigt von seiner Beteiligung am VW-Großaktionär Porsche SE fast vollständig getrennt.
Piëchs Privatstiftungen hätten den wesentlichen Teil ihrer Stammaktien an Mitglieder der Familien Porsche und Piëch übertragen, teilte die von den Familien kontrollierte Dachgesellschaft mit. Piëch sei jetzt noch über eine Privatstiftung mittelbar an der PSE beteiligt. Die Höhe dieses Anteils ist nicht bekannt. Sein Aufsichtsratsmandat werde Piëch zum 8. Dezember niederlegen.
Der 80-Jährige hatte sich Anfang 2015 mit seinem Cousin Wolfgang Porsche, dem Sprecher der Porsche-Familie, im Streit über Ex-VW-Chef Martin Winterkorn verkracht.
Nach früheren Angaben hat Piëchs jüngerer Bruder Hans Michel den Anteil an der PSE übernommen. Er ist jetzt die Führungsperson für den Piëch-Teil der Eignerfamilie, die gut 52 Prozent des Wolfsburger Konzerns besitzt.