Der Börsen-TagFrankfurter Chemiekonzern und Vulcan erwägen gemeinsame Lithiumanlage
Der Frankfurter Chemiekonzern Nobian und der australische Lithiumproduzent Vulcan Energy prüfen die gemeinsame Entwicklung einer Anlage in Deutschland. Die Unternehmen hätten eine Absichtserklärung für eine offizielle Partnerschaft (MOU) unterzeichnet, teilt Vulcan Energy mit. Die Vereinbarung versetze Nobian in die Lage, ein führender Anbieter von Rohstoffen für die Batterieindustrie zu werden, sagte der Geschäftsführer von Nobian, Jürgen Baune. Das Unternehmen habe sich bereits einen Standort in Frankfurt für die kohlenstofffreie Lithiumanlage gesichert.
Lithiumhydroxid ist eine wichtige Chemikalie für die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge. Auf dem deutschen Markt ist der australische Lithium-Förder über seine Tochtergesellschaft Vulcan Energie GmbH vertreten und hat sich zuletzt neue Exploratonslizenzen für die geothermische Energierzeugung und CO2-freie Lithiumherstellung im Oberrheingraben gesichert. Vulcan Energie zählt neben Volkswagen auch den Opel-Mutterkonzern Stellantis, den französischen Autobauer Renault, den Recycling-Spezialisten Umicore und den Batteriehersteller LG Chem zu seinen Kunden.