Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagGericht bestraft Anwalt in Uber-Sammelklage

18.02.2026, 07:45 Uhr

Ein Anwalt, der Frauen in einer Sammelklage wegen sexueller Übergriffe gegen Uber vertritt, muss wegen der Weitergabe vertraulicher Unternehmensdaten eine Strafe zahlen. Ein Bundesgericht in San Francisco entschied, dass der Jurist Anwaltskosten an den Fahrdienstleister erstatten muss.

Demnach wurde der betroffene Anwalt angewiesen, innerhalb von 30 Tagen 30.000 Dollar an Uber zu zahlen. Grund ist die Verletzung einer gerichtlichen Schutzanordnung für Beweismittel. Der Rechtsvertreter hatte die vertraulichen Namen interner Uber-Richtlinien in anderen, nicht zusammenhängenden Klagen verwendet. Er vertritt Passagiere, die Uber vorwerfen, seine Fahrer nicht ausreichend zu überprüfen und keine angemessenen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Ein Uber-Sprecher teilte mit, der Anwalt habe das Gesetz missachtet, indem er vertrauliche Ermittlungsdokumente als Fundgrube für Rechtsstreitigkeiten in nicht zusammenhängenden Fällen behandelte. Der Jurist warf Uber vor, die Herausgabe von Dokumenten häufig zu umgehen. Er habe lediglich die Beweisaufnahme in anderen Fällen beschleunigen wollen. Die Richterin nannte das Vorgehen des Anwalts unzulässig und unzumutbar.

Quelle: ntv.de