Der Börsen-TagGewinn von VW-Rivalen bricht überraschend ein
Gestiegene Materialkosten haben Toyota überraschend einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Während der Umsatz wegen des fallenden Yen im zweiten Geschäftsquartal zulegte, brach der Betriebsgewinn um ein Viertel auf 562,7 Milliarden Yen - etwa 3,8 Milliarden Euro - ein, wie der weltgrößte Autobauer mitteilt. Der Konzern verfehlte damit die Erwartungen von Analysten, die mit einem Anstieg des Gewinns gerechnet hatten. An der Prognose eines operativen Ergebnisses von 2,4 Billionen Yen für das Geschäftsjahr hielt der Vorstand dennoch fest.
Toyota hatte vergangene Woche erst mitgeteilt, dass sich die Produktion im Zeitraum Juli bis September um 30 Prozent erholt habe. Zugleich warnte der japanische Autobauer aber, der Mangel an Halbleitern und anderen Bauteilen werde die Fertigung auch in den kommenden Monaten belasten. Das Produktionsziel von 9,7 Millionen Fahrzeugen für das im März endende Geschäftsjahr 2022/23 senkte der Konzern nun auf 9,2 Millionen Einheiten.
Toyota hatte den Teilemangel lange Zeit besser beherrscht als die Konkurrenz in Europa und den USA. Seit mehreren Monaten machen sich die Engpässe und fehlende Teile wegen der Corona-Lockdowns in China aber deutlich bemerkbar.