Der Börsen-TagGewinnmitnahmen im DAX sind möglich
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Start in den Handel zunächst kaum verändert erwartet. So wird der DAX bei 21.270 Zählern gesehen, nach einem Schluss bei 21.540 Punkten zur Wochenmitte. Damit liegt der Index seit Jahreswechsel 6,8 Prozent im Plus, hier könnte es auch mal zu kleinen Absicherungen über die Futures kommen, die den Aufwärtsdrang ein wenig ausbremsen könnte. Doch weiterhin gelten die europäischen Aktienmärkte als nicht teuer bewertet. Wie die letzte Fondsmanager-Umfrage der Bank of Amerika ergeben hat, haben dies auch die dort befragten erkannt und zugekauft. Die Anleihen tendieren weiter seitwärts und liefern somit keinen Impuls. Von Seiten der Notenbanker dürfte es nun etwas stiller werden, auf Grund der Zinsentscheidung der EZB in einer Woche startet nun die "Blackout Period"
Das Damoklesschwert für den globalen Handel heißt Donald Trump, gemeint sind hier mögliche Zölle, die der US-Präsident verhängen könnte. "Die Handelsaussichten sind mit Risiken behaftet", sagte Jeemin Bang, Ökonom bei Moody's Analytics. "Die Rückkehr von Donald Trump als US-Präsident deutet auf eine potenziell herausfordernde Zeit hin, mit der Möglichkeit erhöhter US-Zölle und erneuter Handelskonflikte zwischen den USA und China, die den reibungslosen Warenfluss und die Funktionsweise von Lieferketten beeinträchtigen könnten." Einige Ökonomen sind jedoch optimistisch, dass Handelsabkommen geschlossen werden, bevor ein Eskalieren von wechselseitigen Zöllen der Weltwirtschaft erheblichen Schaden zufügt.