Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagGrößter deutscher Ölkonzern soll 2021 an die Börse

29.07.2020, 11:34 Uhr

Für den geplanten Börsengang des Öl- und Gasförderkonzerns Wintershall Dea sieht Mehrheitseigner BASF erst im nächsten Jahr eine realistische Chance. "Wir gehen nun von einer ersten Platzierung im Jahr 2021 aus, auch dies unter dem Vorbehalt der Marktbedingungen", sagte BASF-Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel.

Wintershall Dea war im vergangenen Mai aus der Fusion der BASF-Tochter Wintershall und dem vom Investmentvehikel Letterone kontrollierten DEA-Konzern hervorgegangen. Das Unternehmen sollte eigentlich in diesem Jahr in Frankfurt an der Börse gelistet werden. BASF wird zum Zeitpunkt des IPO knapp 73 Prozent an Wintershall Dea halten, Letterone gut 27 Prozent.

Engel erklärte, die Vorbereitungen zu dem Börsengang seien weit fortgeschritten. Die angekündigten Synergien würden wie geplant erhöht.

Im abgelaufenen Quartal machte BASF die Beteiligung keine Freude. Vor allem die Langzeiteinschätzung zur Preisentwicklung von Öl und Gas veranlassten den Konzern, darauf eine Wertberichtigung von 819 Millionen Euro vorzunehmen, sodass er nach Anteilen Dritter insgesamt einen Nettoverlust von 878 Millionen Euro verbuchte.

Quelle: ntv.de