Der Börsen-TagGrüne Vorzeichen an der Wall Street

Nach dem stärksten Tages-Rückschlag an der Wall Street seit vier Monaten ist heute Erholung angesagt. Getrieben wurden die Verkäufe am Montag von der Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande, der in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist. Chefmarktstratege Marko Kolanovic von JP Morgan spricht von einer "Überreaktion" und von technisch getriebenen Verkäufen in einem Umfeld geringer Liquidität.
Derweil heben Analysten an der Wall Street hervor, dass China Evergrande keine zweite Lehman Brothers sei. Die Lehman-Pleite war 2008 eine Ursache der Finanzkrise in den USA.
Die Sorgen um Evergrande kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da mehrere Experten zu Recht davor gewarnt haben, dass der September für US-Aktien nach einem ruhigen Sommer holprig werden könnte. Zudem beginnt heute der erste Teil einer zweitägigen Notenbank-Sitzung, die zu einer restriktiveren Zinsprognose führen könnte. Zudem ist der US-Kongress bislang nicht bereit, die Schuldenobergrenze zu erhöhen, während er um eine Einigung über ein Paket von Infrastrukturausgaben ringt.