Der Börsen-TagHält der Euro die Parität?
Der Euro verteidigt das am Vortag zurückgewonnene Terrain zum Dollar und liegt mit 1,0020 wieder knapp über der Parität. Letztere erweise sich als "recht hartnäckig", stellt Commerzbank-Analystin You-Na Park-Heger fest, obgleich die Nachrichtenlage für den Euro weiter herausfordernd bleibe und es nur eine Frage der Zeit scheine, bis der eine Tropfen das Fass zum Überlaufen bringe und ihn unter die Parität drücken werde.
So hätten sich am Vortag die Zinsabstände (Spreads) italienischer Staatsanleihen ausgeweitet, weil ein Ende der italienischen Regierungskoalition drohe. Derweil sorge sich die EZB um ein zu starkes Auseinanderdriften der Spreads, weil sich dann die Finanzierungsbedingungen einiger Länder, unter anderem Italiens, aus Sicht der Notenbank ungerechtfertigterweise, verschlechtern würden.
Daher habe sie ein Instrument angekündigt, das nächste Woche Donnerstag im Rahmen der geldpolitischen Sitzung zumindest in Grundzügen vorgestellt werden dürfte. Das Problem sei aber, dass die EZB damit Befürchtungen schüre, dass sie sich in ihren geldpolitischen Entscheidungen ein Stück weit von Renditeentwicklungen leiten lassen könnte, so Park-Heger.
Möglicherweise setze der Markt aber auf das Instrument der EZB oder gehe davon aus, dass sich die Parteien in Italien irgendwie zusammenrauften, bemerkt sie mit Blick auf die zunächst weiter haltende Parität.
Euro / Dollar o